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CITES, IWC und die Katastrophe im Golf von Mexiko

Monday, 26. July 2010

Es ist schon verdammt schwierig, wenn ein Team sich monatelang voll und ganz einer Kampagne widmet, danach wieder Fuß zu fassen, zumindest wenn man es von Außen betrachtet. Seit Ende der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) ist die Kommunikation des deutschen Teams der WDCS etwas abgeflacht. Dies heißt jedoch nicht, dass wir in die Luft sehen, sondern reflektiert es einfach die Realität, die sich aus einer Mischung aus „Durchatmen, Reflektieren und Planung neuer Aktivität“ bildet. Hinzu kamen leider auch unerfreuliche Entwicklungen, wie der Bandscheibenvorfall einer Kollegin, der wir gute Besserung und baldige Genesung wünschen (und gleichzeitig ein Dank an Petra und Feli, die hier rasch das Ruder im Büro übernommen haben, um in dieser schwierigen Situation auszuhelfen).

Die Planungen künftiger Aktivitäten verlaufen jedoch bereits auf Hochtouren. Auch tut sich vieles auf zahlreichen internationalen Ebenen, vielfach jedoch eher Unerfreuliches, wie die Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt. BP möchte nun im Mittelmeer Bohrungen unternehmen und im Moray Firth, in der Nordsee, werden Genehmigungen für die Durchführung seismischer Untersuchungen erteilt. Ziemlich frustrierend wenn man die unverantwortliche Vorgehensweise in diesem Zusammenhang seitens der Entscheidungsträger bedenkt. Die WDCS ist am Ball und wird Sie über aktuelle Entwicklungen informieren.

Morgen, Dienstag 27.7.2010, findet in Brüssel ein Treffen von Vertretern einiger NGOs, darunter die WDCS, und der EU-Kommission statt. Thema: Schlussfolgerungen und Lehren aus den Vertragsstaatenkonferenzen von CITES und der IWC. Das Treffen ist für zwei Stunden anberaumt (wir bräuchten dazu aber zwei Tage!).

TV-Diskussion: WDCS gegen Japan und Dänemark

Sunday, 27. June 2010

Hier können Sie eine TV-KOnfrontation zwischen Vertretern der japanischen und dänischen Regierung und der WDCS sehen.

INSIDE STORY - half hour discussion show - SUNDAY 27 JUNE

17.32 GMT

22.32 GMT

MONDAY 28 JUNE

04.32 GMT

10.32 GMT

HOW CAN YOU WATCH US?

You can watch us on TV in most countries now or ONLINE at

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Walfangkommission stimmt Wal-"Kuhhandel" für Grönland zu

Friday, 25. June 2010

persönliche Notizen folgende später. Hier unsere aktuelle Pressekommunikation zum Entscheid am letzten Tag der IWC.

25. Juni 2010, Agadir, Marokko -- Am letzten Tag der in Marokko tagenden Internationalen Walfangkommission (IWC) stimmten die Regierungen einem Wal-Tausch im Rahmen Grönlands sogenanntem "Indigenen Subsistenz-Walfang" zu.

Grönland beantragte ursprünglich eine Erhöhung seiner Fangquoten um jährlich 10 Buckelwale. Identische Anträge scheiterten bereits in den vergangenen Jahren.

Grönland argumentierte stets damit, mehr Walfleisch für seine indigene Bevölkerung zu benötigen. Dieses Jahr jedoch stimmte Grönland einem "Kuh-Handel" zu und akzeptierte niedrigere Quoten für Finn- und Zwergwale im Tausch für die begehrten Buckelwale. Dadurch verringerte sich jedoch die verfügbare Fleischmenge.

Die 22 Zwerg- und 9 Finnwale, auf die Grönland nun verzichtet, ergeben wesentlich mehr Fleisch als die 9 zusätzlichen Buckelwale.

Die WDCS argumentierte stets, dass eine Erhöhung der Fangquoten nicht zulässig ist, da nach wie vor in Grönland eine Menge Walfleisch in Supermärkten und Restaurants teuer vermarktet wird. Dies ist unter der Kategorie des indigenen Walfangs nicht zulässig.

Die WDCS hatte soeben die Ergebnisse einer Undercover-Recherche in Grönland vorgelegt, die beweisen, dass Wale im Auftrag von verarbeitenden Firmen und Supermärkten gejagt werden. Ebenso werden Wale an teure Luxusrestaurants in Touristenstädten verkauft.

Die Tatsache, dass Grönland nun einem solchen Wal-Tausch zustimmt, ist ein weiterer Beleg dafür, dass es keinerlei Notwendigkeit für erhöhte Quoten gibt.

„Der Beginn der Waljagd auf Buckelwale ist ein weiterer Schritt zur Kommerzialisierung der Waljagd in Grönland und ein Bruch mit den Bestimmungen der IWC. Dies öffnet die Tür für weitere nicht zu rechtfertigende Anträge. Welche Walart kommt als nächstes auf die Abschussliste?“ sagt Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS.

"Trotz der Bemühungen von Ländern wie Deutschland, England und Luxemburg einer weiteren Ausweitung der Waljagd in Grönland nicht zuzustimmen, zwang Dänemark unterstützt von Schweden die Europäische Union in die Knie, nachdem der Antrag die EU nun mindestens zwei Jahre völlig paralysiert hat. Ein politisches Armutszeugnis für die Europäische Union!“ sagt Entrup von der WDCS.

"Das Hinzufügen einer neuen Walart – Buckelwale - , die zum Abschuss freigegeben wird, ist ein trauriger Abschluss für die Walfangkommissionstagung, die zunächst mit der Zurückweisung des Kompromissvorschlages zur Aussetzung des Walfangmoratoriums einen so wichtigen positiven Entscheid getroffen hatte,“ sagt Entrup von der WDCS.

Alle Ergebnisse der Recherche in Grönland über die Verwendung von Walprodukten zeigt ein Video auf unserer Website: http://www.wdcs.org  
 
 

 

Düstere Wolken über Buckelwale

Friday, 25. June 2010

Die EU schlägt Dänemark einen (Wal-)Kuhhandel vor: 9 Buckelwale gegen 9 (von 19) Finnwale. In Wahrheit wurden die 19 Finnwale jedoch nie getötet (sondern durchschnittlich zwischen 11 und 13 Finnwale pro Jahr). Kritik kommt lediglich noch von Monaco, Lateinamerika und Australien.

Der Vorschlag hat gegen sämtliche grundlegende Verfahrensregeln der IWC verstoßen, auch weigert sich Dänemark für Grönland ein sogenanntes "Need Statement" vorzulegen. Die IWC tut sich hier keinen Gefallen. Ein KNiefall vor den walfängern. Die Sitzung wird unterbrochen.

der letzte Tag bei der IWC

Friday, 25. June 2010

Die letzten Entscheidungen:

Genehmigt die IWC die Ausweitung der Waljagd in Grönland auf zusätzlich 10 Buckelwale?

Erhält ein Dokument der USA zu allgemeinen indigenen Walfangquoten Unterstützung? Kontext: die USA haben entgegen den Abmachungen bei der Konferenz, dass unter dem Tagesordnungspunkt "Zukunft der IWC" keine weiteren inhaltlichen Anträge eingebracht werden, diesen Antrag vorgelegt, der den Zeitraum der Überprüfung von indigenen Walfangquoten verlängern (und somit das Risiko für die betroffenen Walbestände erhöhen) würde. Auf Grund dieses Antrages hat Japan ebenfalls es sich offen gelassen, einen weiteren Vorstoß zu unternehmen. welchen lies der Inselstaat offen (Antrag für Küstenwalfangquoten?). Dadurch bewiesen die USA, dass es ihnen überhaupt nicht um ein neues gemäßigteres Klima innerhalb der IWQC, sondern ausschließlich um Eigeninteressen geht. Als die USA gestern bei ihrer Wortmeldung anführten, dass man doch endlich die "indigenen Walfangquoten entpolitisieren sollte" ernten WSie nur noch Kopf schütteln, da es eben die USA selbst ist, die dieses heikle Thema in die Mitte der politischen "Schlacht" schickte, in dem es darauf, indigene Walfangquoten im Komrpomissvorschlag gemeinsam mit kommerziellen Walfangquoten zu diskutieren.

Und die entscheidende Frage: wie entscheidet sich die IWC, die Diskussion über die Zukunft der IWC in den kommenden Monaten weiterzuführen? Ist der Kompromissvorschlag tot oder nicht?

Heute wird es hektisch.

Entscheidung zu Buckelwalen MORGEN, FREITAG

Thursday, 24. June 2010

und wieder bis zum letzten Tag!

oh weh.

Donnerstag: Grönland

Thursday, 24. June 2010

Der heutige - vierte Tag der IWC Tagung - steht (noch immer) ganz im Zeichen der Diskussion über Walfangquoten für Indigene Gemeinden. Sogenannter Indigener Walfang ist die dritte Walfangkategorie inerhalb der IWC (kommerzieller, wissenschaftlicher und indigener Walfang) und betrifft von der IWC anerkannte indigene Gemeinden, die eine kulturelle und subsistenzielle Notwendigkeit für die Durchführung von Walfangaktivitäten haben.

Es tut mir leid, wenn ich an dieser Stelle nicht weiter auf die Details eingehe, dazu fählt mir jetzt einfach die Kraft und Zeit (jetzt gerade) und wir dies schon vielfach getan haben. Unsere Kritik richtet sich nicht an das Prinzip der Waljagd durch indigener Völker, sondern die Tatsache, dass die Waljagd in Grönland einer Kommerzialisierung unterläuft und keine Notwendigkeit für eine Ausweitung besteht. Eine Zusammenfassung der Kritik bietet unser aktuelles Video über die Waljagd in Grönland. Grönland beantragt neben der bereits stattfindenden Bejagung von 212 Zwergwalen, 2 Grönlandwalen und 19 Finnwalen (und bis zu 4000 Kleinwalen jährlich) nun auch die Bejagung von 10 Buckelwalen pro Jahr.

Auch hier sind die USA Grönland zur Seite gesprungen.

In diesem Moment findet eine extrem - aus Verfahrenssicht - komplizierte Diskussion statt. zahlreiche Gerüchte über einen (Wal-)Kuhhandel kursieren und wieder sieht es nicht gut aus, aus Sicht des Walschutzes. Ob es aber noch heute zu einer ENtscheidung kommt, kann ich nicht sagen.

WDCS veröffentlicht neues Material zur Waljagd in Grönland

Thursday, 24. June 2010

Heute wird Dänemarks Antrag - Ausweitung der Waljagd in Grönland (zusätzliche Bejagung von 10 Buckelwalen) entschieden.

Die WDCs veröffentlicht dazu neues Material, das die Kommerzialisierung der Waljagd in Grönland belegt. Dieses können Sie in wenigen Minuten sehen unter:

http://www.wdcs.org/index2.php

Und trotzdem stehen die Zeichen schlechter als schlecht.

Fühle mich gerade 138!

Walfangverbot bleibt erhalten!

Wednesday, 23. June 2010

Walfangverbot bleibt erhalten. IWC verschiebt Entscheidung.

Mittwoch, 23.Juni 2010: Am dritten Tag der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC), nach 1 ½ Tagen Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit, informierte der Vorsitzende das Gremium, dass sich die Regierungen einigen konnten, sich nicht zu einem gemeinsamen Nenner zu dem vorliegenden Kompromissvorschlag zur Legalisierung des kommerziellen Walfangs zu einigen. Nach einer „cool off“ Periode sollen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden.

In einer ersten Reaktion kommentiert Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS, den Entscheid der IWC am dritten Verhandlungstag: „Wir sind erleichtert, dass dieser gefährliche Kompromissvorschlag keine Zustimmung fand. Ein Aufschub der Verhandlungen ist jedoch fragwürdig, ein Neuanfang wäre effizienter. Zweifellos müssen sich die Walschutzstaaten aber umgehend auf eine gemeinsame Vision des Walschutzes im 21.Jahrhundert einigen. In einer solchen Vision hat kommerzieller Walfang keinen Platz. Deutlicher konnte in den vergangenen Wochen die Öffentlichkeit den Wunsch nach einem Ende des Walfangs nicht kommunizieren“

Wir berichten weiter unter www.wdcs-de.org

Wichtig: die Jahrestagung ist noch NICHT beendet und wichtige Punkte, über die wir noch berichten werden, stehen noch aus.

IWC Entscheidung fällt jetzt!

Wednesday, 23. June 2010

stay tuned!!!!