CITES, IWC und die Katastrophe im Golf von Mexiko
Es ist schon verdammt schwierig, wenn ein Team sich monatelang voll und ganz einer Kampagne widmet, danach wieder Fuß zu fassen, zumindest wenn man es von Außen betrachtet. Seit Ende der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) ist die Kommunikation des deutschen Teams der WDCS etwas abgeflacht. Dies heißt jedoch nicht, dass wir in die Luft sehen, sondern reflektiert es einfach die Realität, die sich aus einer Mischung aus „Durchatmen, Reflektieren und Planung neuer Aktivität“ bildet. Hinzu kamen leider auch unerfreuliche Entwicklungen, wie der Bandscheibenvorfall einer Kollegin, der wir gute Besserung und baldige Genesung wünschen (und gleichzeitig ein Dank an Petra und Feli, die hier rasch das Ruder im Büro übernommen haben, um in dieser schwierigen Situation auszuhelfen).
Die Planungen künftiger Aktivitäten verlaufen jedoch bereits auf Hochtouren. Auch tut sich vieles auf zahlreichen internationalen Ebenen, vielfach jedoch eher Unerfreuliches, wie die Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt. BP möchte nun im Mittelmeer Bohrungen unternehmen und im Moray Firth, in der Nordsee, werden Genehmigungen für die Durchführung seismischer Untersuchungen erteilt. Ziemlich frustrierend wenn man die unverantwortliche Vorgehensweise in diesem Zusammenhang seitens der Entscheidungsträger bedenkt. Die WDCS ist am Ball und wird Sie über aktuelle Entwicklungen informieren.
Morgen, Dienstag 27.7.2010, findet in Brüssel ein Treffen von Vertretern einiger NGOs, darunter die WDCS, und der EU-Kommission statt. Thema: Schlussfolgerungen und Lehren aus den Vertragsstaatenkonferenzen von CITES und der IWC. Das Treffen ist für zwei Stunden anberaumt (wir bräuchten dazu aber zwei Tage!).