
28. April 2013
Hallo zusammen,
das Wetter war in den letzten Tagen ziemlich schlecht und so gab es auch nicht viele Delfinsichtungen. Aber gestern konnte ich dann Charlie und Kesslet beobachten, wie sie anfingen auf der Bugwelle eines Schiffes zu reiten, das auf dem Hafen fuhr. So als wollten sie sagen „Hier geht’s lang, wir zeigen euch den Weg!“.

(c) Charlie Phillips/WDC
Die Crewmitglieder an der Reling konnten die beiden Delfine gut sehen und einer von ihnen machte Videoaufnahmen mit seinem Mobiltelefon. Die Delfin-Aktivitäten am Chanonry Point nehmen langsam zu, mit ca. 3 – 4 Delfinen pro Tag. Heute hatten wir Flosse, Squat Fin (der einen großen Lachs gefangen hat), Zephyr und Breeze. Hoffentlich werde ich ab nächster Woche auch einige der anderen Delfine wiedersehen.
Viele Grüße
Charlie

20. April 2013
Hallo zusammen,
ich freu mich sehr, euch berichten zu können, dass Speedy wieder am Chanonry Point aufgetaucht ist! Und, wie man auf dem Foto unten sehen kann – er ist so schüchtern und zurückhaltend wie eh und je!

(c) Charlie Phillips/WDC
Schön, den großen Kerl hinter einem Lachs herjagen zu sehen – willkommen zurück, Sir!
Viele Grüße,
Charlie

17. April 2013
Hallo zusammen,
gestern war es stürmisch am Chanonry Point, das Meer war sehr unruhig. Ich habe geschaut, ob einige unserer Patendelfine zu sehen sind und konnte Flosse entdecken, zusammen mit Squat Fin, Zephyr und Breeze. Kesslet und Charlie machen sich rar aber ich hoffe in den nächsten Tagen wieder mehr Delfine zu sehen. Hier ist ein Foto von gestern, um euch zu zeigen wie unruhig das Meer war:

(c) Charlie Phillips/WDC
Jetzt ist das Meer schon wieder etwas ruhiger, aber es regnet in Strömen. Die dicken Jacken kommen also wieder zum Einsatz!
Viele Grüße,
Charlie

5. April 2013
Hallo zusammen,
Gestern hatte ich einen sehr schönen Nachmittag am Chanonry Point. Gerade als ich schon wieder gehen wollte, um zu sehen was sich im Kessock Kanal so tut, kamen Delfine und es war toll sie zum ersten Mal in dieser Saison aus der Nähe zu sehen: Kesslet, Charlie, Zephyr, Breeze und Flosse. Alle sahen gut aus und einige hatten neue Kratzer und Markierungen, es scheint also ein ereignisreicher Winter gewesen zu sein.

Ich hoffe, dass die Sichtungen jetzt wieder häufiger werden und werde euch über diesen Blog auf dem Laufenden halten.
Viele Grüße,
Charlie

Immer wieder überraschen uns Menschen mit pfiffigen Ideen, mit denen sie Spendenorganisationen unterstützen möchten.
So machte uns eine Unterstützerin auf die Suchmaschine benefind.de aufmerksam. Mit benefind können Sie wie mit allen gängigen Suchmaschinen das Internet durchforsten – einziger Unterschied: benefind spendet für jeden zweite Web-Suche einen Cent an die Spendenorganisation Ihrer Wahl.
Damit die Spende bei WDC ankommt, wählen Sie vor Ihrer Internetsuche hier WDC aus.
Wie Sie einfach und dauerhaft zugunsten Ihrer Spendenorganisation durch das Internet surfen können? Indem Sie benefind.de zu Ihrer Standardsuchmachine oder zu Ihrer Internet-Startseite machen. Wie das geht, erfahren Sie hier.
Viel Spaß beim Suchen und (hoffentlich) Finden in den Weiten des Internets!
Christine Diemling

27. März 2013
Hallo zusammen,
das Foto unten ist ein wahrer Augenschmaus: der erste Delfin-Besuch im Kessock Kanal seit Monaten! Heute Morgen gab es einen Schneesturm, aber sobald der Himmel klarer wurde hatte ich diese wundervolle Szene vor mir: Kesslet und Charlie beim Jagen, Flosse ca. 100 m entfernt auf Nahrungssuche.

(c) Charlie Phillips/WDC
Ich habe das Gefühl, dass das der richtige Start in die Delfinbeobachtungs-Saison war! Aber Mutter Natur bringt mich vielleicht bald wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich drücke also meine Daumen und Zehen …
Viele Grüße
Charlie

20. März 2013
Hallo zusammen,
am Montagvormittag erhielt ich einen Anruf von den Organisatoren eines nationalen Fotowettbewerbs… Sie teilten mir mit, dass ich Schottlands Naturfotograf des Jahres bin!
Hier ist das Foto, das den Preisrichtern so gut gefiel… Ich hoffe es gefällt euch auch.

(c) Charlie Phillips/WDC
Viele Grüße
Charlie

15. März 2013
Hallo zusammen,
leider gibt es noch immer nichts zu berichten vom Chanonry Point oder dem Kessock Kanal. Die Delfine spielen noch immer Verstecken und ich bin so gespannt, wer die ersten sein werden, die sich aktiv am Chanonry Point zeigen, nicht nur vorbeischwimmen. Werden es Flosse und Prism sein, wie im Foto unten festgehalten?

(c) Charlie Phillips/WDC
Oder werden es Zephyr, Speedy, Kesslet sein … wer weiß es schon… bleibt dran!
Viele Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
7. März 2013
Hallo zusammen,
obwohl meine Kollegen im Dolphin Centre in Spey Bay kürzlich Delfine gesehen haben, bleibt mir nichts anderes als zu warten … zu warten und … zu warten… Ich sehe zwar ab und zu große Fische aus dem Wasser springen (wie dieser große Snack, den Mischief auf dem Foto unten, das ich Ende letzter Saison gemacht habe, in die Luft wirft), aber die Delfine scheinen nicht der Meinung zu sein, dass es schon Zeit ist sich zu zeigen.

(c) Charlie Phillips/WDC
Das Warten und Ausschau halten geht also weiter. Hoffentlich kann ich bald etwas von unseren Delfinen berichten, bitte habt Geduld mit mir.
Viele Grüße,
Charlie
P.S. Vielen Dank an alle, die für eines meiner Delfinfotos abgestimmt haben, das ich bei einem kleinen Online-Fotowettbewerb „Wildlife Where You Are“ eingereicht hatte. Ich habe gewonnen! Das Highlight meiner Woche!
[Übersetzt aus dem Englischen]
Der Tsunami in Nordjapan vor zwei Jahren hat die weltweit grösste Jagd auf kleine Zahnwale praktisch beendet. Im südjapanischen Taiji hingegen ist die Zahl der getöteten Delphine wieder leicht gestiegen. Es besteht ein direkter Zusammenhang.
Vor genau zwei Jahren ist in Japan durch eine Dreifach-Katastrophe eine neue Ära angebrochen. Das Erdbeben, der Tsunami und die Fukushima-Strahlung haben das Land der aufgehenden Sonne am 11. März 2011 nachhaltig verändert. Selbst für die Delphinjagd hat dieses Ereignis einschneidende Bedeutung. Nicht nur, weil der Tsunami mehr als 1000 Kilometer vom Epizentrum entfernt in zerrissenen Hafengehegen des südjapanischen Fischerdorfs Taiji noch ein Dutzend gefangener Delphine tötete.
Besonders verheerend wütete der Tsunami in der nordjapanischen Präfektur Iwate. Einer der am schlimmsten betroffenen Orte an der Ostküste war Otsuchi. Die Flutwelle hat die Fischereistadt mit verheerender Wucht richtiggehend weggefegt, wie ich bei einem von der WDC unterstützten Besuch vor Ort mit eigenen Augen feststellen musste. Otsuchi war bis zum 11. März 2011 das logistische Zentrum der Schweinswaljagd gewesen.
Schweinswale sind kleine Zahnwale, kaum länger als zwei Meter, die von ungeübten Beobachtern auf Distanz oft mit Delphinen verwechselt werden. In Japan bezeichnet man sie auch als «Iruka», «Delphin». Noch in der letzten Saison vor dem Unglück wurden in Otsuchi rund 5000 erlegte Schweinswale angelandet. Wenige Jahre zuvor waren es sogar noch mehr als zehntausend gewesen. Während Jahrzehnten wurden an keinem anderen Ort der Welt jede Saison so viele Wale getötet wie hier.
Der Tsunami hat die Schweinswaljagd nun jäh beendet. In der Jagdsaison 2011-12 wur¬den gerade noch 175 Tiere eingebracht, im weiter nördlich gelegenen, wenig beschä¬digten Hafen von Kuji. Es ist nicht anzunehmen, dass sich die Schweinswaljagd dem Niveau von vor dem Unglück je wieder auch nur annähern wird. Bei allem Mitgefühl für die schwerstbetroffene lokale Bevölkerung ist dies aus Sicht des Wal- und Delfinschutzes ein Lichtblick.
Schon vor der Katastrophe habe sich die Schweinswaljagd in einem eigentlichen Niedergang befunden. Dies erklärte Ken Sasaki am 1. November 2012 anlässlich des Eröffnungsdatums der aktuellen Jagdsaison gegenüber der WDC. Der ehemalige Vorsitzende der mittlerweile bankrotten Fischereikooperative von Otsuchi nennt als Hauptgründe die sinkende Nachfrage für Wal- und Delfinfleisch und die Abwanderung. «Kaum jemand will diesen harten, blutigen Job noch machen.»
Die mangelnde Nachfrage nach «Iruka» hat einerseits mit dem Generationenwechsel in Ja-pan zu tun. Junge Leute finden keinen Geschmack mehr an Delphin- und Walfleisch. Hinzu kommt das wachsende Bewusstsein, dass insbesondere «Iruka» stark mit Schadstoffen wie Methyl-Quecksilber und PCB belastet und daher für den Verzehr ungeeignet ist. Tests im Auftrag von der WDC und befreundeten Organisationen belegen dies seit Jahren. Hinzu kommt jetzt noch die Radioaktivität.
Somit landet kaum mehr «Iruka» in Nordjapans Supermärkten. Bislang belieferten die Jäger von Iwate auch Läden in der westlich von Tokio gelegenen Präfektur Shizuoka, weil da traditionell noch eine gewisse Nachfrage nach Delphin- und Walfleisch besteht. Die Versorgungslücke aus dem Norden füllt nun vermehrt Taiji mit Delphinfleisch aus aktuellen Fängen. Darin ist ein Hauptgrund zu vermuten, warum in der soeben beendeten aktuellen Delphinjagd-Saison in Taiji wieder mehr Delphine getötet wurden (s. Kasten).
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Taiji, Südjapan
Ernüchternde Bilanz der Delphinjagd
Kurz vor dem 1. März ist die aktuelle Delphinjagd-Saison in Taiji nach sechs Monaten beendet worden. Seit der Film «Die Bucht» («The Cove»), der die Delphinmassaker in der Bucht von Taiji eindringlich dokumentiert, vor drei Jahren einen Oscar gewann, ist das Fischerdorf an der Südküste der japanischen Hauptinsel Honshu weltweit bekannt geworden. Heute ist Taiji der einzige Ort in Japan, wo noch Delphine getötet oder zum Verkauf an Delphinarien lebend gefangen werden.
In der zu Ende gegangenen Jagdsaison wurden in Taiji ungefähr 900 Delphine getötet (gegenüber ca. 750 Tieren 2011/12). Geradezu explodiert ist die Zahl gefangener Delphine für den Lebendverkauf an Delphinarien auf rund 250 (gegenüber ca. 50 Tieren 2011/12), aber auch der freigelassenen Delphine (rund 340 gegenüber ca. 50 Tieren 2011/12). Bemerkenswert ist, dass bei den Rundkopfdelphinen die zugelassene Fangquote (270) um sieben Tiere überschritten wurde.*
* Quellen dieser Angaben sind Bestandaufnahmen von der WDC und befreundeter Organisationen vor Ort, sowie Einschätzungen von www.ceta-base.com/drivefisheries.html

27. Februar 2013
Hallo zusammen,
in letzter Zeit hatten wir sehr schönes Wetter hier im Moray Firth und es war schön, draußen unterwegs zu sein und nach Delfinen Ausschau zu halten. Die Delfine scheinen aber das Drehbuch nicht richtig gelesen zu haben, denn wir konnten keine Rückenflosse entdecken (mal abgesehen von einem kleinen Schweinswal im Kessock Kanal vor ein paar Tagen). Ich konnte aber heute Morgen eine süße kleine Kegelrobbe beobachten, die sich umsah und dann wieder abtauchte, wahrscheinlich um einen Happen zu Essen zu suchen.

(c) Charlie Phillips/WDC
Am Freitagvormittag treffe ich einige WDC-Kollegen am Chanonry Point und ich drücke die Daumen, dass wir wenigstens eine Rückenflosse zu sehen bekommen werden. Das ist doch nicht zu viel verlangt, oder?
Viele Grüße,
Charlie

Hallo zusammen,
es ist schön, wieder draußen an der frischen Luft zu sein und nach Delfinen Ausschau zu halten. Und ja, es bewegt sich was! Ein Freund von mir, der in Chanonry lebt, hat am Tag nach dem ich Kesslet, Charlie und Flosse gesehen hatte, auch einige Delfine gesehen. Er sagte es waren mehr als drei, das ist sehr ermutigend! Es ist oft schwer zu sagen, gerade bei Wetterbedingungen wie unten auf dem Foto, ob man einen oder zwei Delfine sieht (in diesem Fall sind es übrigens zwei) oder ob man sich von einer Welle täuschen lässt, die auch von einem weiteren Delfin erzeugt worden sein konnte.

(c) Charlie Phillips/WDC
Es ist wie bei der Beobachtung anderer Tierarten. Man kann seine Augen trainieren, diese Tierart besser zu erkennen, die man beobachten möchte. Wenn ihr also, sagen wir, euren ersten Königsadler gesehen habt ist es in der Zukunft leichter, diese Art zu erkennen und sie nicht mit anderen zu verwechseln.
Viele Grüße,
Charlie

9. Februar 2013
Hallo zusammen,
von Rosemarkie aus habe ich heute 3 Delfine nahe Fort George entdecken können. Es sah so aus als würden sie Richtung Chanonry schwimmen, also machte ich mich auf den Weg zum dortigen Parkplatz. Und tatsächlich, Kesslet, Charlie und Flosse kamen an mir vorbei. Meine ersten Delfin-Fotos im Jahr 2013! Entschuldigt bitte die Qualität des Fotos, es war schon fast dunkel. Das Bild zeigt Charlie und seine Mutter, die gerade in die Fortrose Bucht kommen. Flosse hatte sich Richtung Inverness verzogen.

(c) Charlie Phillips/WDC
Hoffen wir auf viele weitere Sichtungen. Ich halte euch auf dem Laufenden!
Viele Grüße,
Charlie

Hallo zusammen,
ich habe das Meer wirklich genau beobachtet in letzter Zeit, um einen Blick auf unsere Delfine zu erhaschen, aber leider habe ich keine Rückenflosse entdecken können. Einen kleinen Schweinswal habe ich vor ein paar Tagen gesehen, der Richtung Inverness schwamm. Aber bisher sind leider keine Delfine zu entdecken. Das Wetter heute war schön und ich habe die Wellen bei Rosemarkie beobachtet, wie sie an den Strand kamen – große Wellen, gut zum Surfen geeignet.

(c) Charlie Phillips/WDC
Die Küste beim Campingplatz in Rosemarkie wurde in letzter Zeit stark durch Stürme beschädigt. Große Stücke des Rasens, auf dem normalerweise die Wohnwagen stehen, fehlen. Das sieht aus als hätte ein riesengroßer Mund sie abgebissen.
Viele Grüße
Charlie

25. Januar 2013
Hallo zusammen,
dieses Foto habe ich genau vor einem Jahr geschossen. Es zeigt Kesslet und Charlie bei der Jagd auf Heringe im Kessock-Kanal.

(c) Charlie Phillips/WDC
Leider scheinen unsere Delfine sich momentan weit draußen auf dem Meer zu befinden, im Gegensatz zum letzten Jahr um dieselbe Zeit. Allerdings habe ich kürzlich zwei erwachsene Delfine am Eingang zum Cromarty-Meeresarm gesehen. Kommt schon Delfine, hört auf euch vor eurem Onkel Charlie zu verstecken!
Viele Grüße,
Charlie

13. Januar 2013
Hallo zusammen,
ich hoffe ihr seid alle gut im Neuen Jahr angekommen und habt die Weihnachtstage genossen. Nun bin ich also zurück, nach einer SEHR entspannten Zeit mit Susan auf Eilean Ban, einer kleinen Insel direkt unter der Skye Brücke. Das erste was ich 2013 erledigen musste war meine neue Kamera einzuschicken, um sie reparieren zu lassen und dann musste auch noch ein neues (na ja, fast neues) Auto her, weil mein geliebtes altes Allrad-Fahrzeug leider am Ende seiner Funktionstüchtigkeit angekommen war.
Das Wetter ist okay und ich habe mich sehr gefreut, als ich gestern einen „neuen“ Otter in North Kessock gesehen habe. Von den Delfinen gibt es noch keine Spur, aber ich habe einen kleinen neugierigen Rotschenkel fotografiert, einer der kleinsten Stelzvögel. Er war auf der Suche nach Leckerbissen im Seetang und und blieb dann stehen, um für ein paar Fotos zu posieren. Sehr schön.

(c) Charlie Phillips
Ich werde jetzt wieder regelmäßig unterwegs sein, um Neuigkeiten von den Patendelfinen für euch zu bekommen.
Viele Grüße,
Charlie

Mit diesem tollen Video blicken Paul Spong und Helena Symonds auf das Jahr 2012 zurück:
[Übersetzt aus dem Englischen]

18. Dezember 2012
Hallo zusammen,
und da ist sie wieder, die Zeit des Jahres, in der die Berge so wunderschön weiß sind wie der „An Teallach“ in der Nähe von Dundonnell auf dem Foto unten. Und es ist bald wieder Zeit für unseren kleinen Weihnachtsurlaub.

An Teallach, Dundonnell, Wester Ross. Photo © Charlie Phillips Images
Es war ein weiteres tolles Jahr mit schönen Begegnungen mit Unterstützern, netten Emails, Anrufen und Briefen. Unsere Center in North Kessock und Spey Bay waren auch sehr gut besucht und wir haben uns sehr über neue Besucher und auch alte Freunde gefreut. Wir hoffen, Sie nächstes Jahr wieder zu sehen. An alle Freunde und Delfinforscher-Kollegen – danke für alles – die Saison 2012 war ein Knaller! Bis dahin, habt ein schönes Weihnachtsfest und ich werde mich Anfang des Neuen Jahres wieder hier melden.
Viele Grüße,
Charlie

7. Dezember 2012
Hallo zusammen,
Leider gibt es nicht viele Sichtungen momentan, über die ich berichten könnte. Mein Kumpel Alan und ich haben kürzlich vom warmen Auto aus nach Delfinen Ausschau gehalten. Das Auto hatten wir am Rosemarkie Campingplatz geparkt. Aber wir sahen nichts außer Enten und Möwen. Aber dann – aufspritzendes Wasser, eine Rückenflosse und … leider nichts mehr. Und so laufen leider die meisten Sichtungen um diese Jahreszeit ab: sehr kurz, wenn man da mal nicht aufpasst verpasst man sie. Nach dem Alan schon nach Hause gegangen war sah ich die gleiche Rückenflosse noch mal, aber viel näher. Es stellte sich heraus, dass sie zu „Raggedy Fin“ (ID#435) gehört, einem großen männlichen Delfin, den wir häufig in der Gegend um Cromarty sehen.

Im Umland liegt sehr viel Schnee, aber nicht in Inverness oder North Kessock. Die Luft ist klar, gute Bedingungen, um nach Delfinen Ausschau zu halten.
Viele Grüße,
Charlie

Delfintreibjagden sind ein höchst emotionales Thema – nicht nur für unsere Unterstützer, sondern auch für uns hier bei WDC.
Oft werden wir gefragt, wie man aktiv werden kann und oft würden wir gerne „mehr“ anbieten, als einen Protestbrief an den japanischen Premierminister Herrn Noda zu schicken oder an einer Protestveranstaltung teilzunehmen. Aber: Gerade diesen einen Brief abzuschicken und gerade an dieser einen friedlichen Demonstration teilzunehmen, ist essentiell, um das starke Signal an die japanischen Entscheidungsträger aufrecht zu erhalten und der Delfinschutz-interessierten Bevölkerung vor Ort zu zeigen: Ihr seid nicht allein!
Dazu zählt vielleicht auch das Engagement von Delfinfreund Sasha Abdolmajid, der auf eigene Faust für mehrere Wochen nach Japan gereist ist und während seines Aufenthalts viele spannende und hoffnungsvoll stimmende Erfahrungen gemacht hat, die er in seinem Bericht mit uns teilt – hier geht’s zum pdf (in Englisch).
Eine tolle Aktion, die eine gehörige Portion Mut voraussetzt und anderen vielleicht inspirieren kann.
Danke, Sasha!

27. November 2012
Hallo zusammen,
am Wochenende hatte ich unerwarteten Besuch: ein junger Seehund, der sich wohl gedacht hatte, auf der Hafenmauer wäre ein guter Platz um sich vom Fischen auszuruhen.

(c)WDC/CharliePhillips
Dieser junge Seehund wurde wohl im Juni oder Juli geboren und ist in guter Verfassung – schön mollig, ohne Wunden, laufende Nase oder tränende Augen. Ich bin ausgebildeter Strandungshelfer für Meeressäuger und werde oft gerufen, um den Zustand gestrandeter Tiere einzuschätzen. Im Frühling sind dies vor allem Seehunde und im Spätherbst/Winter die flauschigen weißen Kegelrobben-Babys. Etwas später, als die Flut kam, ließ er/sie sich wieder ins Wasser gleiten, um nach einem Fisch-Snack Ausschau zu halten. Ich schätze mich sehr glücklich, dass ich in einer Gegend leben und arbeiten kann, wo eine solche Begegnung mit einem wildlebenden Tier möglich ist. Ein schöner Beginn eines Arbeitstages!
[Übersetzt aus dem Englischen]
22. November 2012
Hallo zusammen,
Vor ein paar Tagen war es noch kalt und klar, mit Schnee in den Bergen wie auf dem Foto unten. Aber heute ist es wieder grau, trostlos und regnerisch… Pfui!

(c)WDC/Charlie Phillips
Ich habe gestern ein paar Stunden damit verbracht, am Chanonry Point aufs Wasser zu starren aber abgesehen von ca. 30 Seehunden auf einer weit entfernten Sandback hinter Fort George, konnte ich keine weiteren Meeressäuger entdecken.
Viele Grüße,
Charlie

14. November 2012
Hallo zusammen,
ich freue mich euch mitteilen zu können, dass es aktuelle Delfinsichtungen im inneren Teil des Moray Firth gibt: mein Freund Alan hat zwei Delfine gesichtet (wahrscheinlich Kesslet und Charlie), die letzte Woche am Chanonry Point vorbei geschwommen sind, wir haben eine Gruppe Delfine im Norden in der Nähe von Portmahomack gesehen und am Montag konnten wir drei Delfine beim Jagen im Kessock Kanal beobachten. Ich selbst habe die Delfine nicht gesehen, aber ich habe die Informationen von einem Dorfbewohner bekommen, dem ich vertraue.
(c) WDC, Charlie Phillips
Jetzt, wo ich wieder aus dem Urlaub zurück bin, werde ich auch wieder viel hier unterwegs sein und ich hoffe natürlich auf schöne Delfinfotos wie das obige. Bitte drückt mir die Daumen für gutes Wetter und brauchbares Foto-Licht!
Viele Grüße
Charlie

26. Oktober 2012
Hi,
ich mache nun für eine Weile Urlaub - natürlich wie immer mit Kameraausrüstung und Susan hat ihre Kunstutensilien eingepackt. Es schneit gerade, also werden die Cuillin Hills auf der Insel Skye wunderschön aussehen, wenn wir dort ankommen. Ich hoffe, dass meine pelzigen Freunde, die Otter, dort sein werden und sich, wie dieser kleine Kerl beim letzten Mal, brav in einer Reihe aufstellen, um ein Foto von sich machen zu lassen.

(c) WDC, Charlie Phillips
Delfinsichtungen sind hier zur Zeit recht selten, aber an der Küste in der Nähe von Burghead und Lossiemouth wurde gerade erst eine große Gruppe gesichtet. An einem anderen Tag waren einige in der Spey Bucht, direkt vor unserem schottischen Delfin Center. Hier kannst du ein Video sehen, das die Kollegen dort von den Delfinen gemacht haben… Herrlich!
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
14. Oktober 2012
ich habe eine große Überraschung erlebt, als ich die Küstenstraße am Beauly Firth von Nord Kessock aus entlang gefahren bin. Ich habe zwei Delphine gesehen, wie sie Fischen hinterher gejagt sind in der Nähe von Redcastle, schon fast an der Mündung des Beauly Flusses! Das Wetter war nicht besonders gut, aber ich konnte durch meine große Kameralinse sehen, dass es sich um Kesslet und Charlie handelte. Ich hatte beide schon länger nicht mehr gesehen, aber jetzt konnte ich sie fast eine Stunde lang beobachten, wie sie Heringe jagten, bevor der Rauch eines brennenden Stoppelfelds einer Farm mit die Sicht auf sie nahm.
Während ich das hier schreibe sitze ich im strömenden Regen und träume von sonnigen Tagen wie auf diesem Foto, an denen das Meer so ruhig und das Spiegelbild der Wolken so klar ist, dass es aussieht als würden die Delfine im Himmel schwimmen.

(c) WDC, Charlie Phillips
Auf der Karte sieht man die Strecke, die Kesslet und Charlie zurück gelegt haben: vorbei an unserem Dolpin & Seal Center und dann die rot markierte Strecke, das sind ca. 9 Kilometer!

Karte zur Verfügung gestellt von Memory-Map
Alles Gute,
Charlie

Die Zahl lässt sich nur schätzen. Aber es waren viele Grindwale, die am Dienstagmorgen, 30. Oktober in die Bucht von Taiji getrieben wurden. Die Schätzungen belaufen sich auf 100-120 Tiere. Die Jäger liessen die Grindwale erst mal für eine Nacht in der Bucht und begannen am darauf folgenden Morgen mit dem Töten. 14 geschlachtete Wale zählten Aktivisten. Herzzerreissend war der Tod eines Babys, das sich in Netzen verfangen hatte und ertrank, während die Mutter ihr Kind verzweifelt umschwamm, ohne es retten zu können.

Die Überlebenden blieben eine weitere Nacht in der Bucht gefangen. Der nächste Morgen bedeutete nochmals den Tod von sieben Grindwalen unter der Hand der Delfinjäger. Die verbliebenen Tiere waren völlig verstört, erschöpft und ausgehungert, als die Jäger sich daran machten, sie freizulassen. Es war fast unmöglich, sie herauszutreiben, sodass die Jäger schliesslich einigen Grindwalen Seilschlingen anlegten, um sie mithilfe ihrer Boote ins offene Meer zu ziehen. Solcher Widerstand überlebender Grindwale in der Bucht war schon öfter zu beobachten und ist mit der ruhelosen Suche der verbliebenen, extrem sozialen Tiere nach ihren getöteten Familienmitgliedern zu erklären.
Ein letztes Opfer trieb heute leblos vor der Bucht und wurde von den Einheimischen rasch abgedeckt und abtransportiert. Offensichtlich ein Grindwal, der den Stress und Kummer nicht überlebt hat. Es würde mich nicht wundern, wenn es die Mutter des ertrunkenen Babys wäre... Der Fang von Grindwalen stimmt mich immer besonders traurig, weil diese Tiere so sanft, den Menschen gegenüber freundlich und unter Artgenossen extrem sozial sind. Sie helfen sich gegenseitig aus und versuchen sich buchstäblich bis in den Tod gegenseitig zu retten.
Immerhin kehrten die Jagdboote heute einmal mehr ohne Beute zurück. Und immerhin ist jetzt schon ein Drittel der Jagdsaison vorbei, mit bisher relativ geringer Tötungs-Summe. Nach den ersten beiden Jagdmonaten sind rund 400 Delfine - dazu gehören auch die Grindwale - in die Bucht getrieben worden. Davon wurden ca. 160 getötet, ca. 210 freigelassen und 28 kamen zum Lebendhandel in Gefangenschaft. Auffällig ist die hohe Zahl an freigelassenen Tieren. Dies kann (hoffentlich) mit der immer geringeren Nachfrage nach Delfinfleisch zu tun haben, aber auch damit, dass die Jäger die Quote der diese Saison bisher besonders häufig gefangenen Grindwale nicht zu schnell ausschöpfen wollen.
Hans Peter Roth

30. September 2012
Hallo zusammen,
wir haben jetzt fast Oktober und die Delphin Aktivitäten um Kessock und Chanonry sind so gut wie abgeklungen. Es sind noch Heringe und Makrelen hier, jedoch werden die Fischschwärme zurück in das Meer schwimmen, ausserhalb der Sicht der meisten Menschen an der Küste und die Delfine werden ihnen folgen. Es ist Zeit für mich, auf den Wintermodus zu schalten und Beobachtungen an der Küste entlang zu machen, um einen Blick auf Delphine zu erhaschen, die vielleicht dieses Gebiet durchschwimmen - das ist natürlich wetterabhängig (diese Woche war das Wetter ziemlich schlecht) … hoffentlich kann ich ein paar Fotos machen!

(c) WDC, Charlie Phillips
Viele Grüße,
Charlie

16. September 2012
Hallo zusammen,
zur Zeit kann man die Delfine nicht oft sehen, nicht nur wegen dem schlechten Wetter. Die einzigen Delfine, die ich kürzlich gesehen habe sind Speedy, Zephyr und Breeze. Sie bleiben nicht lang in Chanonry. Meistens sehe ich nur kurz ihre Rückenflosse, wenn sie ins offene Meer hinaus schwimmen. Gerade sind hunderte entzückender Tölpel dort, die meisten sind junge, dunkle Vögel, jedoch auch einige Erwachsene mit ihrem auffallenden weiß-schwarz-gelbem Gefieder. Sie sind ständig am Tauchen; dort muss es gerade große Mengen an Fisch geben - Sandaale oder Sprotten. Das Foto hier von heute morgen zeigt einen erwachsenen Tölpel wie er neben einem Jungtier abhebt.

(c) WDC, Charlie Phillips
Kesslet und Charlie sind um Kessock Channel und am Chanonry aufgetaucht, aber sie haben sich vor meiner neuen Kamera versteckt. Ich werde schon noch ein Foto von euch zwei bekommen!
Viele Grüße,
Charlie

5. September 2012
Das Wetter war ziemlich stürmisch in den letzten Tagen. Einen Blick aus der Tür von unserem Studio in Nord Kessock auf das Wasser - das war alles, was man sehen konnte:

(c) Charlie Phillips, WDC
Heute war es um einiges besser und um Chanonry Point sind einige Delfine geschwommen. Sogar Rainbow und ihr Baby waren dort.

(c) WDC, Charlie Phillips
Ich bin gestern nicht nach Chanonry gegangen, denn es war einfach zu schlechtes Wetter. Aber ein Freund von mir, Tim Stenton, war dort und hat ein Foto von Mischief gemacht. Ich habe keine Ahnung, wie er überhaupt seine Kamera halten konnte, aber jetzt wissen wir, dass auch Mischief gerade in der Gegend ist.
Alles Gute, Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Die Delfinjäger haben es schwer diesen Monat. Das macht es dafür uns umso leichter, zumindest gefühlsmässig. Die Erleichterung, die wir erleben, wenn die Jagdboote erst gar nicht auslaufen, wenn sie draussen keine Beute finden, oder die Delfine ihnen entkommen, ist nicht zu beschreiben.

Zwei Stunden verschwanden die Boote am Horizont und tauchten dann in aufgereihter Formation wieder auf. Eine klassische Treibjagd. Doch immer wieder kam Chaos in die Ordnung. Schwarzer Rauch aus den Boots-Schornsteinen, auch aus der Ferne gut zu sehen, zeigt immer an, dass die das buchstäbliche Treiben der Delfinjäger nicht rund läuft. Die hässlichen Russwolken entstehen, wenn die Boote unvermittelt mit Vollgas vorwärts oder rückwärts preschen. Die Jagd kam nicht voran. Dauerndes Hin und Her und den Jägern lief die Zeit davon. Die Delfin-Jagd wurde zur Delfin-Suche und schliesslich zum Delfin-Sieg!
Ganz anderes gestern, als den Jägern geschätzte 30 Streifendelfine zum Opfer fielen. Das sind für mich stets die schlimmsten Treibjagden, wenn man einen Unterschied machen will. Denn die Streifendelfine geraten in der engen Todesbucht in Panik wie keine andere Spezies. Weil sie im offenen Meer leben kennen sie nicht die Enge im Uferbereich, wie gewisse andere Delfinarten. Das versetzt sie dermassen in Panik, dass sie wie blind auf die Felsen springen und sich fürchterlich aufscheuern, bevor sie einen schrecklichen, langsamen Tod unter der Hand der Jäger erleiden.
Eines der aufbauendsten Erlebnisse aber hatten wir vorgestern. Da war eine Delfinschule, vermutlich Rundkopfdelfine, schon sehr nahe vor die Küste getrieben. Nur noch einige hundert Meter fehlten. Ich hatte die Hoffnung praktisch schon aufgegeben. Da geschah das Wunder. Die Delfine entkamen! Plötzlich waren sie einfach verschwunden. Noch nie habe ich persönlich beobachtet, dass die Delfinjäger nach langer Jagd eine Schule Delfine so weit drinnen aufgeben mussten.
Schon bald ist ein Drittel der Jagdsaison vorüber. Für die kommenden Tage ist eher wieder schlechteres Wetter angesagt und damit schlechtere oder unmögliche Bedingungen für die Delfinjagd. "Schlechtes Wetter" ist eben relativ. Hier ist Regen Segen, der Wind ein himmlisches Kind.
Hans Peter Roth

Ein Origami-Delfin berichtet von seiner Reise nach Brüssel und seinen Erlebnissen im Europa-Parlament:
"Nachdem wir bereits wochenlang im Büro der WDCS auf unseren Einsatz gewartet hatten, schien es nun loszugehen.. Wir hatten noch nie viel Platz gehabt, aber nun wurde es richtig eng. Zusammen mit mehreren Hundert anderen Delfinen landete ich in einer großen Kiste.

Diese wurde immer wieder hin und her geschubst und schließlich auf einen großen Lastwagen verladen. (Ich konnte es zwar nicht sehen, aber der Motor war wirklich laut!). Dann kamen wir zu einem Bahnhof und verbrachten mehrere Stunden in einem Zug. Auch hier war es verdammt laut. Zum Glück machte uns Papierdelfinen die Enge und der Lärm nicht viel aus, aber ich musste an meine Verwandten denken – die echten Delfine, die auf ihren schrecklichen Weg in Zoos und Delfinarien ähnliches erleben müssen.
Wie gut, dass WIR nun dabei waren, ihr Schicksal zu ändern. Ich war sehr stolz, dass ich einzig zu dem Zweck gefaltet worden war, den Delfinen zu helfen!
Nach einer langen Reise wurden wir dann in einem dunklen Raum abgestellt. Ich hörte Stimme in einer fremden Sprache (ich glaube es war französisch), so dass ich annahm, dass wir bereits am Ziel – in Brüssel - angekommen waren. Und tatsächlich: Nur wenige Tage später brachte man uns in das Europäische Parlamentsgebäude. Ich konnte durch einen Spalt in meiner Kiste hinausschauen und sah die Flaggen der 27 Mitgliedstaaten vor einem riesigen Gebäude.
Statt eines freudigen Empfangs mussten wir nun aber erneut Ewigkeiten warten, bis wir dann durch einen kleinen, versteckten Kellereingang in das Haus geschleust wurden. Das war keine sehr nette Begrüßung, aber man hatte wohl Angst, dass noch andere (gefährliche oder verbotene) Dinge in unseren Kisten versteckt waren, so dass wir sehr genau durchsucht wurden.
Doch dann plötzlich ging alles sehr schnell. In einem beeindruckenden Saal wurden alle Kisten aufgerissen und wir landeten mit viel Schwung in der Mitte des Raumes. Obwohl der Raum so groß war, füllten wir den ganzen Platz aus. In der Mitte bauten die Leute von der WDCS noch einen Globus auf, der zeigte, in welchen Ländern der EU noch Delfine gefangen gehalten werden. Wir lagen alle ganz still da, als die ersten Gäste den Raum betraten. Und auch sie wurden ganz still, als sie uns sahen.
Mehr als 40 Menschen kamen hinein, sie hoben einige von uns hoch (ich war leider nicht dabei). Ich bin sicher, dass sie die Nachrichten auf den Delfinen gelesen haben, denn sie wurden noch nachdenklicher. In einem Film erfuhren die Politiker dann mehr darüber, wie wir alle entstanden sind und im Anschluss gab es einen tollen Applaus für all die Kinder, Eltern und Delfinfreunde, die so fleißig gebastelt hatten.
Dabei wollten es die Leute von der WDCS aber nicht belassen: Sie stellten ganz klare Forderungen an die Politiker. Ich denke, dass wir die Regierungen wirklich zum Nachdenken gebracht haben und dass sie verstanden haben, dass es nicht richtig ist, Wale und Delfine einzusperren. Nun müssen sie ihre Hausaufgaben machen und die Delfinarien und Zoos in ihren Ländern überprüfen.
Sie werden herausfinden, dass alles, was sie heute gehört haben, richtig ist, und dass die Delfinarien geschlossen werden müssen. Vielleicht können sogar wir Origami-Delfine ihnen dabei noch mal helfen. Ich zum Beispiel würde sehr gerne im Namen meiner großen Verwandten noch einmal in Nürnberg oder Duisburg Aufmerksamkeit erregen …
Und ich glaube, die Leute von der WDCS haben ähnliche Pläne mit uns. Vielleicht werden wir ja sogar noch mehr? Wer weiß. Ich werde auf jeden geduldig in meiner Kiste warten und hoffen, dass sich da draußen etwas ändert. Ich fürchte, dass es noch ein bisschen dauern wird, aber ich bin stolz und froh, dass ich ein bisschen helfen konnte und freue mich auf den nächsten Einsatz!
Danke, dass DU mich gebastelt hast. Ich werde deine Meinung weiterhin vertreten. Und gemeinsam mit der WDCS und anderen Organisationen werden wir es irgendwann geschafft haben, dass in Europa keine Delfine mehr in kleinen Becken herumschwimmen müssen. Das weiß ich ganz genau!“

19. August 2012
Hallo zusammen,
es ist mir ein Vergnügen bekannt zu geben, dass unsere liebe Rainbow wieder Nachwuchs bekommen hat, ca. vor einer Woche! Ich habe sie genau beobachtet und heute Morgen war meine vierte Begegnung mit ihr und dem Baby. Gestern waren sie zusammen mit einer großen Gruppe in Kessock und die Tage zuvor habe ich sie am Chanonry Point beobachten können.

©WDCS/Charlie Phillips
Vielleicht könnt ihr euch daran erinnern, dass Rainbow und Happy 2010 beide Nachwuchs bekommen hatten, aber Rainbow’s Kalb hat leider seinen ersten Winter nicht überlebt. Das ist sehr sehr traurig, passiert aber leider ab und zu. Ich drücke die Daumen (und die Zehen), dass mit dem neuen kleinen Delfin alles gut geht!
Viele Grüße
Charlie

12. August 2012
Hallo zusammen,
bitte entschuldigt dass ich letzte Woche nicht viel geschrieben habe, ich musste mich mit einer Erkältung herumschlagen, die jetzt gerade erst besser geworden ist. Nun kann ich endlich wieder draußen unterwegs sein. Momentan scheint es als wären die Delfine überall – ich war nur einmal am Chanonry Point in den letzten Tagen und habe Delfine in der Ferne gesehen, aber wir hatten auch Delfine direkt im Kessock Kanal – zum Beispiel gestern, als Mischief, Kesslet und (das weiß ich jetzt nach dem ich meine nicht so gelungenen Fotos durchgesehen habe) Happy und ihr Sohn plus einige andere inklusive kleiner Babys auf einen Besuch vorbei schauten. Sie waren überall, ein paar draußen bei der Brücke mit einem Tourboot (wie auf dem Foto unten zu sehen) und einige direkt beim Dorf, aber das Licht war furchtbar grell und ich hatte Schwierigkeiten beim Fotografieren.

©WDCS/Charlie Phillips
Als ich so unter der Kessock-Brücke saß und fotografierte, konnte ich Chanonry Point sehen, mit den vielen Autos auf dem Parkplatz und sogar die Leute am Strand konnte ich erkennen. Durch die komischen Lichtverhältnisse hatte ich den Eindruck, dass Dinge in der Ferne näher erschienen und Dinge in der Nähe weiter weg…
Viele Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
5. August 2012
Hallo zusammen,
gestern konnte ich in Kessock ein Foto von Scoopy machen, der einen Lachs (links oben im Bild) über 7 Meter in die Luft katapultierte!

©WDCS/Charlie Phillips
Ich frage mich, ob die Delfine wohl ihre eigene Version der Olympischen Spiele haben…
Viele Grüße
Charlie

2. August 2012
Hallo zusammen,
ich war den ganzen Donnerstag mit dem Forschungsboot der Aberdeen Universität unterwegs und habe Bilder für die Foto Identifikation gemacht. Es war ein wunderschöner Tag … blauer Himmel, sogar noch blaueres Meer und auch noch viele Delfine! Seltsamerweise glänzten die üblichen Verdächtigen aus der Patendelfingruppe wie Speedy, Happy und die anderen durch Abwesenheit, aber wir konnten Rainbow’s Großen Prism beobachten und auch Spirit war wieder da, mit ihrem Nachwuchs vom letzten Jahr. Wir haben auch 2 erwachsene Weibchen mit neugeborenen Kälbern, oder „Dinky’s“, wie Barbara sie nennt, gesehen. Das Foto unten zeigt ID #64 „Happy Dragon“ mit ihrem Baby, das wahrscheinlich erst ein paar Tage alt ist, wie man an seiner oder ihrer noch faltigen Haut erkennen kann.

©WDCS/Charlie Phillips
Heute Morgen habe ich im strömenden Regen Kesslet, Charlie und Scoopy von meinem Auto aus beobachtet und fotografiert. Ich chattete gerade mit Elsa vom Dolphin & Seal Centre als ich plötzlich noch mehr Delfine entdeckte, die weiter weg waren, Richtung Kessock Brücke. Auf dem Weg dorthin sah ich zwei Weibchen, eines mit dem Nachwuchs vom letzten Jahr und eines mit einem „Dinky“, das noch sehr jung aussieht und das Weibchen war nicht dasselbe, das ich am Dienstag mit einem Neugeborenen gesehen hatte. Ich muss wohl mal einen Blick in unser Großes ID-Buch werfen…
Viele Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
28. Juli 2012
Hallo zusammen,
Barbara Cheney, die Verantwortliche für Photo-Identifikation in der Feldstation der Universität von Aberdeen (im Leuchtturm von Cromarty) hat mir dieses vor kurzem aufgenommene und sehr schöne Foto von Spirit mit ihrem neuesten Nachwuchs (wir wissen noch nicht ob es ein kleines Delfin-Weibchen oder –Männchen ist) geschickt, wie sie gerade durch das Meer bei Cromarty düsen. Sie sehen beide super aus und Spirit’s große Tochter Sparkle hat Barbara letzten Monat ebenfalls gesehen.

©WDCS/Charlie Phillips
Ich muss zugeben, das Meer sieht schon sehr schön blau aus auf diesem Foto, nicht so wie heute und gestern : sehr grau… und auch regnerisch. Vielen Dank an Barbara für das schöne Foto!
Viele Grüße,
Charlie

25. Juli 2012
Hallo zusammen,
meine Kollegin Elsa vom WDCS Dolphin & Seal Centre in North Kessock und ich durften gestern eine wahre Invasion Großer Tümmler erleben: 20 Delfine, inklusive 7 Kälber! So viele Delfine auf einmal habe ich hier in den letzten fast 15 Jahren noch nie gesehen!
Hier ist ein Foto von Charlie mit seinem Kumpel Mini Fin, der gerade über ihn drüber springt. Hat sie vielleicht auch der olympische Ehrgeiz gepackt?

©WDCS/Charlie Phillips
Hoffen wir die Delfine erscheinen weiterhin so zahlreich!
Viele Grüße,
Charlie

21. Juli 2012
Hallo zusammen,
Speedy war heute in Höchstform – hier seht ihr ihn im Sprung, ca. 200 Meter vom Ufer entfernt.

©WDCS/Charlie Phillips
Viele Grüße
Charlie

19. Juli 2012
Hallo zusammen,
heute Morgen konnten wir Rainbow, Speedy, Happy und Mischief mit 4 bis 5 anderen Delfinen zusammen beim Jagen am Chanonry Point beobachten. Und Happy’s kleiner Sohn Lucky feierte den Jagderfolg seiner Mutter mit einem exzellenten Luftsprung genau vor meiner Kamera. Sehr gut gemacht, junger Mann!

©WDCS/Charlie Phillips
Kesslet und Charlie waren währenddessen im Kessock Channel unterwegs, aber als ich dort ankam um auch von ihnen ein paar Fotos zu schießen, waren sie bereits wieder verschwunden.
Viele Grüße,
Charlie

17. Juli 2012
Hallo zusammen,
die Delfinbeobachtungs-Saison ist in vollem Gange und der kleine Charlie läßt auch keine Gelegenheit aus, sich den begeisterten Zuschauern zu präsentieren.

©WDCS/Charlie Phillips
Immer wieder erkläre ich den Leuten, dass Wale und Delfine genau SO leben sollten, nicht eingesperrt in einem kleinen dreckigen Becken!
Viele Grüße,
Charlie

14. Juli 2012
Hallo zusammen,
die Sichtungen am Chanonry Point sind ziemlich gut im Moment! Speedy, Rainbow und Mischief kommen ab und zu vorbei, meistens tauchen aber Zephyr, Breeze, Scoopy, Kesslet und natürlich Charlie pünktlich mit der Flut auf. Charlie hatte gestern viel Spaß mit seinem jüngeren Freund Breeze und manchmal beteiligte sich auch Kesslet am verrückten Treiben, sehr schön zu beobachten! Hier sind ein paar Bilder von meinem Namensvetter Charlie. Das Licht war leider wieder nicht optimal für Fotos, aber wenigstens hat es nicht geregnet!

©WDCS/Charlie Phillips

©WDCS/Charlie Phillips
Ich werde auch in den nächsten Tagen wieder unterwegs sein um zu sehen, wer seine Rückenflosse an der Oberfläche zeigt!
Viele Grüße,
Charlie

8. Juli 2012
Susan und ich verbrachten am Freitag tolle zwei Stunden auf dem Wasser mit meinem Freund, dem Meeresbiologen Ian French von „Gairloch Marine Wildlife Centre & Cruises“. Zum Glück war die Wettervorhersage falsch und wir hatten schönes Wetter, um die Sichtung von über 60 Gemeinen Delfinen zu genießen. Einige der Delfine kamen direkt zu unserem Boot und schwammen in der Bugwelle, während ich mich über die Seite des Bootes lehnte um gute Fotos zu bekommen. Ich habe auch einige Videoaufnahmen gemacht, die ich aber erst noch bearbeiten muss.

©WDCS/Charlie Phillips
Gestern in North Kessock konnte ich, obwohl es in Strömen geregnet hat, Fotos von 10 Delfinen machen! Kesslet, Speedy, Mischief und auf dem Foto hier sehen wir Happy, die ihre Zähne gerade in einen leckeren Lachs bohrt! Entschuldigt bitte das graue Foto, die Bedingungen zum Fotografieren waren nicht ideal.

©WDCS/Charlie Phillips
Viele Grüße,
Charlie

5. Juli 2012
Hallo zusammen,
gestern herrschten katastrophale Bedingungen am Chanonry Point – feucht, windig, schreckliche Lichtverhältnisse… Ihr wißt schon, was ich meine. ABER … Happy und ihr Sohn waren da und auch Rainbow und Mischief. Es war schön, sie alle zu sehen. Heute waren die Bedingungen etwas besser und Prism kam vorbei, um seine Mutter, Rainbow, zu besuchen. Später ging er dann dazu über, mit ID #748 Trail Scoop, auch Scoopy genannt, ein bisschen verrückt zu spielen, wie ihr in den Bildern unten sehen könnt.


Toll, diese Interaktion zwischen den beiden zu beobachten. Die Besucher am Chanonry Point wurden mit 4 oder 5 Sprung-Szenen wie diesen verwöhnt. Einfach fantastisch!
Morgen bin ich an der Westküste unterwegs und besuche meinen Meeresbiologen-Kollegen Ian French in Gairloch. In der dortigen Bucht kann man gerade viele Gemeine Delfine und Schweinswale beobachten. Viele Schweinswale haben Nachwuchs und ich hoffe, ein paar gute Fotos machen zu können, wenn wir mit dem Boot unterwegs sind. Baby Schweinswale – wahnsinnig süß und so klein, dass sie fast in eine Tasche passen!
Viele Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
die Delfine waren in der letzten Woche regelmäßig beim Chanonry mit Speedy, Kesslet und Rainbow, die an den meisten Tagen auftauchten. Happy fällt immer noch durch ihre Abwesenheit auf. Sie wurde nur in der Nähe von Cromarty gesichtet, macht jedoch einen großen Bogen um den Chanonry, aus Gründen, die nur sie kennt. Mein Kollege Simon von unserem Dolphin & Seal Zentrum war am Chanonry und hat während einem recht nassen Tag vom Ufer aus das Treiben beobachtet. Er war sicher, dass Mischief dort war, allerdings denke ich dass er in Cromarty eher die Frauen umgarnt. Man kann sich fast sicher sein, dass wenn Kesslet und Charlie am Point auftauchen, wenn Zephyr und Breeze dort sind, einige energetische Sprünge zu sehen sind, genau wie im Bild unten. Hier macht Breeze gerade einen Sprung vor Charlie.

Wenn man sieht wie diese jungen Delfine Spaß zusammen haben, kann man eine erschreckende Ähnlichkeit zu jungen Menschen feststellen, wie sie umher rennen, sich falsch verhalten, in Schlamassel geraten und aus ihren Erfahrungen lernen.
Ich bin für die nächsten drei Tage in Chippenham bei unserem Hauptsitz, aber ich werde so schnell wie möglich wieder nach den Delfinen sehen.
Bis bald,
Charlie

Hallo allerseits,
ich hatte viel Glück, denn in den letzten drei Tagen wurde ich zu drei Bootstouren eingeladen. Einmal pro Tag war ich mit Langzeit-Unterstützern, Speedy-Paten und lauter netten Leuten unterwegs. Die White Familie, Catherine, Elaine und Andy sind unten im Foto von links nach rechts zu sehen, daneben mein Kumpel Alan und meine geliebten Ehefrau Susan.

Die gestrige Tour war großartig. Wir konnten einen springenden Delfin direkt vor uns beobachten als wir in Balintore waren, einem kleinen Dorf nördlich von Cromarty.

Aber das Beste kam erst zum Schluss. Als wir auf dem Rückweg waren, begegneten wir noch mehr Delfinen und was glaubt ihr wohl, wen wir gesehen haben? Genau, unsere Spirit mit ihrem wundervollen Baby! Sie waren mit einer weiteren Delfin-Dame und ihrem Jungen unterwegs und tauchten im Sonnenlicht auf, sodass ein paar tolle atmosphärische Bilder entstanden.

Es war schön zu sehen, wie entspannt und locker sie dabei waren. Das war für mich das absolute Highlight der drei Tage!
Ich bedanke mich herzlich bei der White Familie für ihre Großzügigkeit und bei meinen Kumpel Alan und meiner Frau Susan, die mich begleitet haben.
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
es war eine sehr lange und kalte Wartezeit beim Chanonry Point gestern, doch schließlich tauchten Speedy, Zephyr und Breeze im kabbeligen Wasser auf. Sie trieben sich dort eine Weile herum und auch einige Fische schwammen durch den Kanal. Plötzlich wurde ein kleiner Lachs ca. 200 Meter vom Point entfernt in die Luft gewirbelt und Speedy brauste direkt daran vorbei. Der gelbe Pfeil im Bild zeigt direkt auf den kleinen Fisch, damit man ihn besser sehen kann. Er ist so winzig, dass er wohl eher für die kleine Breeze ein guter Snack sein könnte. Bei Speedy würde er wahrscheinlich einfach zwischen den Zähnen hängen bleiben.

Die Wettervorhersage für die nächsten Tage sieht nicht besonders gut aus... Bekommen wir dieses Jahr denn noch einen richtigen Sommer?
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
es war sehr kalt am Sonntag beim Chanonry, aber es hat sich gelohnt, denn wir konnten insgesamt acht Delfine sehen. Kesslet war der einzige Patendelfin dort. Es gab kein Anzeichen von Rainbow und den Anderen. Im Foto ist Kesslet zu sehen, wie sie ihren Sohn Charlie beobachtet, während seines kleinen „Yee-Haa“-Manövers.

Die Flut kommt immer nachmittags und dadurch wird das Licht auf den Fotos hoffentlich ein bisschen besser werden.
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
die Delfinsichtungen und Aktivitäten werden nicht weniger. Ich konnte gestern einen Moment einfangen, in dem Breeze neben seiner Tante Squat Fin herumtobte.

In den letzten paar Tagen wurden keine Patendelfine mehr gesichtet im Chanonry, nicht einmal Kesslet und Charlie waren dort. Allerdings ließ sich einer unserer „alten“ Patendelfine blicken. „Jigsaw“ tauchte am Chanonry auf und zog mit Zephyr, Tall Fin und ihrem Kalb und ein paar anderen weiter. Es ist schwer zu sagen wie alt Jigsaw nun ist, aber 50 Jahre könnte gut hinkommen. Eine alte Dame mit liebevollem Blick und ihrer sehr markanten großen Kerbe in der Finne.
Es wurde sehr regnerisch, aber hoffentlich kann ich nach dem Mittagessen wieder rausgehen, um zu sehen, wer am Chanonry wieder auf die Jagd geht.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
Am Abend des 4 Juni haben die Delfine einen Gang hochgeschaltet. Ungefähr ein Dutzend Delfine wurden jagend in der Bucht von Chanonry gesichtet. Kesslet und Charlie waren zusehen (am Morgen die beiden noch in Kessock gesichtet), Speedy, Rainbow, Squat Fin, Zephyr, Breeze, Sickle mit ihrem Kalb, einigen älteren Kälbern wie Yoda und Bodhi sowie dem acht Jahre alten Jungtier Mini Fin waren mit dabei. Es war ziemlich kalt obwohl es sonst schön sonnig war. Auf dem Foto kann man drei der jungen Delfine sehen, miteinander herumspielen.

In dieser Gegend wurden in der letzten Nacht einige Lachse gefangen, was ein gutes Zeichen für die Fischbestände, der aufwärts fließenden Fische, in den Flüssen ist.
Beste Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
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Christine Diemling

Hey Leute,
Meine kurze Pause ist vorbei und da die Sonne scheint bin ich direkt wieder bei unseren Delfinen. An diesem Morgen wurden Kesslet und Charlie in dem Kessock-Kanal mit gefangenem Fisch gefüttert. Auf dem Foto unten können Sie Charlie sehen. Er taucht gerade, hinter der vor Anker liegenden Jacht “Just Brill” (=einfach der Hammer), auf um Luft zu holen. Er genießt es förmlich diesen Fisch zu essen, zumindest kann man es sich vorstellen.

Unser Delfin- und Seehund-Zentrum ist ab jetzt wieder täglich über den Sommer geöffnet. Im Team haben wir zwei neue Mitarbeiter, Mairi und Simon. Einige von euch kennen Simon wahrscheinlich schon aus unserem „Scottish Dolphin Centre-Spey Bay“. Elsa ist wieder zurück und schaut ab und an mal vorbei um uns bei der reibungslosen Arbeit zu unterstützten.
Falls Du mal in der Gegend um Inverness bist, wäre es toll wenn du vorbeischauen würdest.
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
endlich gibt es wieder Neuigkeiten von unserer schönen Spirit und ihrem Baby vom letzten Sommer! Ich habe heute Morgen mit Barbara Cheney telefoniert und mit ihr über die Umfrage gesprochen an der die Forscher vom Leuchtturm gestern gearbeitet haben. Ich war am Chanonry und habe das Aberdeen University Forschungsboot „Rona“ in der Ferne gesehen. Sie hatten noch nicht viele Delfine entdeckt und wir plauderten ein wenig, wie ruhig es dort war. Später an diesem Tag konnten Barbara und das Team noch eine Gruppe Delfine sehen in der Nähe des Sutors beim Cromarty. Und wer war wohl wieder da? Spirit mit ihrem Baby! Die zwei sahen sehr gut aus zusammen und Barbara gelang es trotz der rauen See ein paar tolle Aufnahmen von den beiden zu bekommen.
Mischief war auch dort, also haben wir es geschafft im Laufe der letzten paar Wochen alle Patendelfine zu fotografieren - puh, was für eine Erleichterung!
Heute Morgen bekam ich die Nachricht von meinem Kumpel Alan, dass Happy und ihr Kalb gerade beim Chanonry angekommen sind. Ich kehrte auf der Chanonry Ness Road um, sodass ich fünf Minuten später dort war. Ich war sicher, dass sich eine große Gruppe Delfine inklusive Speedy sehen würde. Auf dem Bild ist es der dritte Delfin.

Happy war auch dort und ich konnte sie zum ersten Mal in diesem Jahr selber sehen. Ihr Kalb schwamm weit in die Ferne in der Nähe der anderen Delfine bei der roten Navigationsboje und so bekam ich kein Foto mit beiden zusammen.

Ich bin nächste Woche für einen Kurzurlaub weg, aber ich werde euch bescheid geben, wenn ich etwas aufregendes entdecke. Ich werde gemeinsam mit Susan in einem gemieteten Wohnwagen zu John O Groats fahren, um eventuell den Orca zu sehen, den meine Freunde bereits gesehen haben.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
Es war noch schön sonnig beim Chanonry als ich gestern Abend kurz vorbeischaute. Zephyr und Breeze, Kesslet und Charlie waren in einem sehr lockeren und entspannten Stimmung und es gab eine Menge der Mutter-Sohn-Bindung zu sehen. Sie rollten übereinander und spielten. Das war wundervoll anzuschauen! Auf dem Bild unten ist Charlie zu erkennen, wie er unter seine Mutter Kesslet taucht, die dadurch auf der Seite liegend und mit ihrer Brustflosse winkend gekitzelt wurde.

Der Junge Breeze war auch sehr verspielt. Er und Charlie haben sich gut verstanden und konnten gemeinsam die Gegend erkunden.

Rainbow tauchte genau in dem Moment auf, als das Licht ein wenig verblasste, damit sie sich umschauen konnte. Sie war auch heute Morgen am Chanonry - ich wünschte, es wären noch mehr Lachse dort. Es ist sehr ruhig im Moment und es gibt keine größeren Gruppen.
Bis bald,
Charlie

Hallo,
Typisch, an meinem freien Tag (Montag) zeigte sich endlich Happy mit ihrem Jungen Sohn am Chanonry!
Ich war schon ein wenig beunruhigt, denn normalerweise zeigt sie sich gemeinsam mit dem Rest der Gruppe wesentlich früher in der Saison und es war eigentlich ein völlig falscher Stand der Flut. Zum Glück habe ich ein Beweisfoto von meinem Kumpel Alan erhalten, dass die beiden dort waren.

Es waren auch noch einige andere Delfine in der Nähe von Fort George, aber Happy und ihr kleiner Sohn waren nah genug, sodass Alan ein tolles Finnen-Foto schießen konnte - gute Arbeit, mein Freund!
Jetzt brauch ich sie nur noch selber zu sehen und dann geh ich raus auf‘s Meer um Spirit zu finden. Dann bin ich glücklich!
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
Kesslet war gestern kurz zu Besuch beim Chanonry. Alle Delfine kamen ziemlich nah zum Strand, darunter Charie, Zephyr, Rainbow und Breeze. Ich hatte eine Gruppe Studenten der Middlesex University bei mir. Ich betreue jedes Jahr eine solche Gruppe und sie waren sehr beeindruckt von den Delfinen. Zu Recht, in London sieht man so etwas wohl eher selten. Kesslet schaut mich direkt an.
Heute war es viel trockener als gestern, aber wir haben leider nur Scoopy, Zephyr und Breeze entdecken. Es war großartig, dass Geoff und seine Frau Chris wieder mit mir am Strand waren. Sie sind seit langem Unterstützer und wahre Delfinfreunde... Willkommen zurück, Leute!
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
ich hatte einen sehr rauen und windigen Ausflug zu den Delfinen heute Morgen beim Chanonry. Meine Kollegen Judy und Stine von der Zentrale kamen zu mir an den Strand und waren begeistert, die etwa sieben Delfine bei der Jagd in der Brandung sehen zu können. Die gute alte Rainbow hatte gerade einen riesigen Fisch gefangen und glücklicherweise schaffte ich es, ein paar scharfe Bilder mit ihr und dem Lachs zu bekommen.
Ich war erstaunt, wie viele gute Aufnahmen ich trotz des abgehackten Wellengangs schießen konnte. Meine Kamera funktioniert wunderbar, obwohl ich das große Teleobjektiv stetig gegen den starken Wind richten musste, sodass sich mein linker Arm hinterher anfühlte wie eine weiche Spaghetti!
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr hattet einen schönen Mai-Feiertag!
Wir hatten an diesem Morgen viel Bootsverkehr im Kessock Kanal. Vor allem durch die lokalen Sea Scouts, die unterwegs waren, um den Jüngeren zu zeigen, wie man Boote mit Antrieb steuert. Als Kesslet und Charlie auftauchten, bekamen sie plötzlich die volle Aufmerksamkeit von den Bootsfahrern. Die Sea Scouts verhielten sich wie immer professionell, doch es gab eine kleines, helles Schlauchboot mit zwei Jungs, das den Delfinen folgte, meines Erachtens ein wenig zu viel. Wenn sie nicht den nötigen Sicherheitsabstand zu den Delfinen eingehalten hätten, dann hätte die Polizei einen kleinen Anruf bekommen... Immer dasselbe an diesen Feiertagen!

Auf dem Foto oben sieht man einige Boote von heute in sehr funkelndem Wasser und falls du das da bist in dem vorderen Schlauchboot, dann benimm dich!
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
ich war draußen auf dem Meer für ein paar Dreharbeiten über unsere Delfine mit Timeline Films für ihre "Grand Tours of Scotland"-Programm, von Filmemacher und Historiker Paul Murton. Es war ein grauer Start in den Tag um 8 Uhr morgens, aber fast unmittelbar nach dem Verlassen von Avoch Harbour mit Dolphin Trips Avoch (dessen Boot für den Morgen gechartert wurde) stießen wir auf Zephyr und Breeze, die auf der Jagd nach Sprotten waren. Auch Scoopy war dort. Wir gingen raus bis zum Cromarty Firth und bereiteten uns darauf vor eine Weile am South Sutor zu sitzen, um mein Interview zu drehen. Als wir langsamer wurden, hat uns plötzlich ein großer Delfin mit neuen Markierungen und Kratzern überholt. Auf dem Bild sind Paul (er trägt den braunen Hut), der Tonmann und der Kameramann zu sehen. Sie halten gerade Ausschau nach weiteren Delfinen.

Nichts anderes zeigte sich beim South Sutor, aber auf dem Rückweg hatten wir Rainbow direkt neben uns in der Nähe vom Chanonry. Auch ein paar andere Delfine kamen ein wenig näher, sodass wir alle zusammen mit der Kamera erwischten. Gute Arbeit!
Es war eine sehr schöne Tour und es war toll mit Paul und der Crew zusammen zu arbeiten. Ich freue mich schon auf die neue Serie, die im Oktober startet.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
ich war am Sonntag wieder beim Chanonry und obwohl es ein schöner, sonniger Tag war, war es bitterkalt mit einem beißenden Nordwind. Es hat sich allerdings gelohnt, denn nach einer Ewigkeit tauchten Rainbow und etwa sechs weitere Delfine auf. Auch Scoopy war da, der mit einem Stiel mit Seetang spielte. Er wollte es auf seinem Blasloch balancieren, während er an der Oberfläche schwamm und anschließend seinen Rücken waschen lassen. Das hat er wieder und wieder getan... Faszinierend zu sehen, wie diese riesigen Delfine eine Auszeit nehmen, um mit etwas zu spielen.

Ich bin morgen früh mit Timelime Films unterwegs. Also Daumen drücken, dass wir ein paar Delfine sehen!
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
es war ein wenig grau und verregnet am Chanonry gestern, aber Rainbow hat überraschenderweise so nah am Ufer ihren Kopf herausgestreckt, dass ich ihn nicht einmal komplett auf‘s Bild bekam.

Sie hat mich direkt angesehen und ich frage mich, was sie wohl von diesem haarigen Kerl dachte, der breit grinsend mit einem großen weißen Rohr auf sie zeigte?
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
wir hatten einige sehr graue und nasse Tage am Chanonry. Gestern schrieb mir mein Kumpel Alan, dass er einige Delfine am Fort gesehen hatte, aber ich war sowieso schon auf dem Weg zum Point. Nachdem ich ankam, sah ich erst den großen Scoopy und danach Zephyr mit ihrem jungen Sohn Breeze, der mit der Strömung der steigenden Flut vorbeizog. Zephyr fing etwas kleines, ebenso wie Breeze. Hier sieht man ihn auf dem Foto mit leicht geöffnetem Mund (man kann sogar seine Zähne erkennen), aber ich weiß nicht, was genau sie gefangen haben. An einigen Orten gab es auch Tölpel und Möwen zu sehen, die merkwürdig aufgeregt waren.

Während des monsunartigen Regens an der Kessock, sahen wir Kesslet und Charlie auf der Jagd. Sie zeigten uns ein paar Tauchgänge, bei denen man ihre Fluken sehen konnte und ich habe einige schöne Aufnahmen ihrer Gesichter gemacht.

Ich werde in meinem Alter wohl etwas empfindlicher, denn ich konnte mich nicht dazu überwinden in den ungeschützten Bereich zu treten mit der Hoffnung auf bessere Lichtverhältnisse, aber dadurch (schon wieder) durchnässt zu werden.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
in den letzten Wochen gab es regelmäßig Sichtungen beim Chanonry. Kesslet und Charlie sind aus dem Kessock Kanal verschwunden und schlossen sich Rainbow, Zephyr, Breeze und einigen anderen Delfinen an. Dort gehen sie in der rauen See auf die Jagd, wie man unten sehen kann.
Das Wetter ist wieder bitter kalt und windig. Da macht es nicht besonders viel Spaß, Fotos zu schießen... Kann der Frühling zurückbekommen, bitte?
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
der plötzliche sintflutartige Regen, den wir hier die letzten Tage hatten, machte es schwer die Delfine zu fotografieren. Ich war völlig durchnässt am Chanonry gestern, aber hinterher war ich froh den großen „Scoopy“ ID #748 zu sehen, der sich allein in der Ferne herumtrieb in North Kessock, als ich wieder zurückkam und ein bisschen trocknete.
Ein paar Tage zuvor fingen Kesslet und ihr Sohn Charlie Lachse im schnell fließenden Strom. Hier kann man Charlie vor seiner Mutter erkennen mit einem Fisch in seinem Mund.

Hoffentlich werden bald ein paar Delfine auftauchen bei trockenem Wetter am Chanonry!
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
bis vor kurzem war es hier sehr windig und schneereich, nicht besonders schön, um rauszugehen. Eine Frage, die ich sehr oft gestellt bekomme, ist, ob wir unsere Delfine anhand ihrer Fluken erkennen, genau wie bei den Walen, wie zum Beispiel den Buckelwalen?

Wie man im obigen Foto von Speedy gut erkennen kann, hat er ein paar Kerben an der Hinterkante seiner Fluke. Allerdings sind diese bei weitem nicht so leicht zu erkennen (oder zu fotografieren), wie die an seiner Finne. Deshalb lautet die Antwort: Wir erkennen sie anhand ihrer Finnen.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
ich habe die Hoffnung schon fast aufgegeben, dass die Delfine zum Point kommen, doch am Ende konnte ich mich nicht beschweren. Speedy tauchte direkt neben mir auf und kam fast bis an den Strand neben mir, ebenso wie Mischief. Rainbow war ein bisschen weiter weg, aber immer noch in der Nähe meines Stativs und meiner Kamera. Es waren auch noch einige andere Delfine dort, aber es war einfach so toll, meine erste anständige Sichtung in diesem Jahr von den dreien zu bekommen.

Speedy

Rainbow

Mischief
Ich bemerkte, dass alle Delfine, insbesondere Rainbow, helle Flecken (wir nennen sie Läsionen) auf der Haut hatten. Sie waren gut sichtbar, vielleicht auch nur aufgrund des Sonnenlichtes.
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
Ich fühle mich ein bisschen wie bestellt und nicht abgeholt. Hier passiert zurzeit wirklich nicht viel und ich verbringe meine Tage damit auf Ereignisse zu warten... die nicht kommen.
Dafür hat mich heute die gute Nachricht erreicht, dass direkt vor unserem Dolphin Centre in Spey Bay am Morgen die erste Gruppe von Delfinen im Jahr 2012 gesichtet werden konnte. Eine Gruppe von ungefähr 10 Delfinen mit einigen Jungtieren, haben in den Wellen wahre Kunststücke vollführt. So wie Speedy und Beatrice auf diesem Archivfoto.

Ich hoff es dauert nicht mehr zu lange, bis ich unsere Delfine wieder selbst beim Spielen beobachten kann.
Euer Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]

Hallo,
heute war zwar nicht so schönes Wetter wie gestern, weil es so windig war, aber immerhin konnten wir acht Delfine sichten. Darunter auch unseren Mischief! Er folgte seiner schönen Delfindame namens Porridge mit der er ein drei Jahre altes Kalb hat. Hier im Foto schaut es direkt in die Kamera.

Sobald ich meinen Kaffee ausgetrunken habe, werde ich wieder zum Chanonry rausfahren und schaue, wer so auftauchen wird. Die Sichtungen haben in den letzten Wochen zugenommen - so kann es bleiben!
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
der Himmel ist blau, die Sonne scheint... und an den meisten Tagen kommen die Delfine zum Chanonry Point!
Zephyr und Breeze sind gestern da gewesen und wie man auf dem Foto erkennen kann, sehen sie beide seht gut aus. Scoopy war auch in der Nähe, aber er zog weiter, als ich ankam. Offensichtlich wollte er nicht fotografiert werden. Mein Kumpel Alan schrieb, um mir zu sagen, dass die drei heute wieder dort sind. Allerdings hatte ich ein Meeting in Inverness und schaffte es nicht vorbeizuschauen. Hoffentlich sehen wir morgen wieder einige der Delfine, damit ich mit meiner neue Kamera Fotos von ihnen machen kann.
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
heute war es sehr neblig beim Chanonry Point. Das war sehr schade, denn ich bin dort extra früh hingefahren, um zwei Buckelwale zu beobachten, die ich gestern Nachmittag durch mein Fernglas sehen konnte. Ein paar Leute liefen mit ihren Hunden durch den Nebel. Man konnte nur die Gezeitenströmung erkennen, die etwa zehn Fuß vom Strand entfernt war.

Ich blieb etwa vier Stunden in diesen nassen und kalten Bedingungen. Susan rief mich an, um mir mitzuteilen, dass der Nebel in Kessock etwas auflockerte und dass sie Kesslet und Charlie sehen konnte. Das war ziemlich frustrierend, denn ich habe nun eine neue Kameraausrüstung, die ich gern ausprobiert hätte, um die Delfine zum ersten Mal damit zu fotografieren. Vielleicht gelingt es mir ja morgen, falls der Nebel bis dahin verschwindet.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
gestern konnte ich Kesslet und Charlie für etwa eine halbe Stunde beobachten (vielen Dank an Sue von Merkinch LNR fürs Bescheid sagen),während sie nahe der Kessock Brücke nach Nahrung suchten. Auf dem Foto sieht man Kesslets gebogene Finne und vor ihr ist Charlie. Er ist allerdings tiefer im Wasser und daher nicht leicht zu erkennen.

Mit einer Kamera von meiner liebsten Frau (neue Ausrüstung kommt in Kürze) und meinem großen Objektiv habe ich einige Aufnahmen machen können von den beiden, die so nah an der Brücke waren, dass sie mit ihren Körpern den Beton berührt haben müssen. Wohlgemerkt, der Beton ist bewachsen und somit anziehend für Fische, daher ist er vielleicht nicht so kratzig.
Leider habe ich keine anderen Delfine gesichtet, aber sobald ich einen entdecke, werdet ihr es hier lesen können.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
Heute Morgen konnte ich im Kessock Kanal einen kurzen Blick auf Kesslet werfen. Die See war ziemlich rau und ich war nicht schnell genug mit der Kamera, aber ich schaffte es, ihre unverwechselbar gebogene Finne zu sehen, bevor sie abtauchte und mit einem riesigen Fisch wieder hochkam.

Wenn das Wasser doch nur so blau wäre, wie in diesem Foto von ihr... Ich bin ziemlich sicher, dass Charlie und Scoopy auch in der Nähe waren, aber ich konnte sie nur ganz kurz sehen, bevor sie verschwanden.
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen,
meine Wenigkeit kann man diese Woche gleich zweimal im Fernsehen bewundern. Die erste Sendung Newsround lief bereits gestern und am Donnerstag mit der entzückenden Julia Bradbury in The Great British Countryside auf BBC 1.
Schaut es euch an, wenn ihr euch traut...
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo allerseits,
nach einer turbulenten Zeit, durch die Zerstörung meiner Kameraausrüstung und einen Trauerfall in der Familie, hoffe ich, dass ihr mich nicht all zu sehr vermisst habt.

Vor ein paar Wochen habe ich mit BBC Newsround auf einem Boot gefilmt. Durch eine Kombination aus zu hoher Geschwindigkeit, den Wind- und Strömungsbedingungen und einfachem Pech, schlug eine riesige Welle über die rechte Seite des Bootes ein. Leider hat sie auch zwei meiner Kameras und zwei Objektive (glücklicherweise nicht mein großes Objektiv) erwischt und mit Meerwasser überschwemmt. Der Kameramann der BBC konnte noch rechtzeitig entkommen. Doch auch er sorgte sich um seine große Filmkamera, als sie einen leichten Wasserschwall abbekam, denn Salzwasser kann die elektrische Ausrüstung schneller Zerstören, als man „großer Tümmler“ sagen kann.
Ich warte nun darauf eine Ersatzausrüstung von meiner Versicherung zu bekommen. Hoffentlich schon in den nächsten Tagen, damit wir möglichst schnell wieder zur Normalität zurückkehren können.
Liebe Grüße,
Euer Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
Ich möchte euch nur bescheid sagen, dass ich noch eine weitere Woche unterwegs bin... Sorry!

©WDCS/Charlie Phillips
Mein Freund Alan rief mich heute Morgen an, um mir zu sagen, dass er acht Delfine nähe Fort George beobachten konnte. Also hoffe ich, dass ich euch von einigen Delfinen berichten kann, wenn ich Ende dieser Woche zurückkomme!
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
"Der Ruf der Wale" lockte auch einige WDCS-Mitarbeiterinnen und -Freiwillige letztes Wochenende in verschiedenen Städten Deutschlands ins Kino. Zum Start des packenden Films, der die Rettung dreier im Eis eingeschlossener Grauwale in Alaska schildert und auf einer wahren Geschichte beruht, waren wir eingeladen, die Kinobesucher über unsere Aktivitäten zu informieren.

Danke, dass ihr euch an unserer Faltaktion beteiligt habt!
Wir sammelten Unterschriften für ein Meeresschutzgebiet (Sie können sich hier online an der Petition beteiligen) und falteten mit den Besuchern für unsere Kampagne gegen Delfinarien in der EU mehrere hundert kleine und große Delfine aus Papier.

Der EU die Zähne zeigen - das Motto dieser gut bezahnten Delfine
Die Zahl der Delfine soll dieses Jahr aber noch sehr viel größer werden. Denn wir wollen mit tausenden Papier-Delfinen in Brüssel für eine EU ohne Delfinarien kämpfen und Entscheidungsträger überzeugen, sich für eine strenge Umsetzung bestehender gesetzlicher Regelungen einzusetzen. Bitte beteiligen Sie sich an der Faltaktion und schicken auch Sie uns Ihre Delfine - hier finden Sie die Anleitung.

Im Einsatz für Wale und Delfine
Übrigens, wenn Sie Lust haben, uns bei vergleichbaren Aktionen vor Ort zu helfen, schreiben Sie uns eine E-Mail an kontakt@wdcs.org und teilen Sie uns mit, in welchen Städten Sie für Wale und Delfine aktiv werden können. Wir werden Sie dann in unsere Freiwilligen-Liste aufnehmen und bei der Planung von Aktionen rechtzeitig kontaktieren.
Herzliche Grüße,
Christine Diemling

Hallo,
das ist der Anfang meiner 2012 Delphin Research Saison mit der guten alten Kesslet. Gestern schwamm sie mit ihrem Sohn Charlie vorbei an Chanonry vom Rosemarkie Bay und fing und warf eine ziemlich schöne Meerforelle.

Anfang nächster Woche werde ich mit BBC Newsround filmen, daher hoffe ich, dass wir ein paar von den ca. 100 (ja... 100) Großen Tümmlern sehen, die kürzlich von Alan Airey in der Nähe von Burghead gesichtet wurden, auf dem Weg zum Ende des Meeresarmes. Beeindruckend!
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Am Dienstag war ich in unserem Dolphin Centre in Spey Bay und habe einige Bilder für den Start der Kampagne für die Errichtung von Meeresschutzgebieten in Schottland aufgenommen.
Um die Zukunft von Walen und Delfinen zu sichern, müssen wir ihren Lebensraum schützen. Daher ist es auch ein wichtiges Ziel der WDCS, ein sicheres Zuhause für Wale und Delfine zu schaffen in dem sie Nahrung finden, sich fortpflanzen können und vor Eingriffen in ihren Lebensraum geschützt sind. Gerade für gefährdete Arten wie Zwergwale und Rundkopfdelfine in den Gewässern vor Schottland müssen wir diese Schutzgebiete JETZT schaffen.
Geben auch Sie den Walen und Delfinen Ihre Stimme und unterzeichnen Sie unsere Petition hier >>>
Im obigen Foto seht ihr Rob Ward, den Centre Co-ordinator in Spey Bay und Alison Jordan unsere Bildungsbeauftragte im Dolphin Centre und „last but not least“ Margaret Dearman, eine unserer engagierten freiwilligen Mitarbeiterinnen. Naja und kaum zu übersehen ist wohl der aufblasbare Rundkopfdelfin zu ihren Füßen.
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]

Hallo,
Leider habe ich zurzeit kein Auto zur Verfügung und kann daher die Patendelfine nur in North Kessock beobachten. Ich hoffe sie kommen bald wieder bei uns vorbei!
Pru, die Ehefrau von Alan hatte wohl das Glück an Chanonry Point Charlie und Kesslet zu beobachten, denn leider liegt mein armer Kollege Alan zurzeit krank im Bett und fällt als Beobachter daher ebefalls aus. Wir wünschen gute Besserung!

Weil ich in letzter Zeit keine Delfine beobachten konnte hab ich die neue Kamera, die ich meiner Frau zu Weihnachten geschenkt hab, ausgetestet. In Kombination mit meinem großen Teleobjektiv muss ich sagen, kam ich zu einigen „künstlerischen“ Ergebnissen.
Bis bald,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
Gestern haben mich Kesslet und Charlie wieder in Kessock besucht. Dabei war die ganze Landschaft in ein wunderschönes, silbernes Licht getaucht. Als mit den letzten Fotos der Farbton auf einmal ins Bronzene wechselte hab ich mich gefragt: da wir 2012 die Olympischen Spiele in England feiern, wird Kesslet bei ihrem nächsten Besuch vielleicht in goldenes Licht getaucht?

Ach, wiedermal einer dieser seltsamen Gedanken die mir hin und wieder durch den Kopf gehen.
Liebe Grüße aus Kessok,
Euer Charlie

Hallo,
Es war ein kalter aber sonniger Morgen als ich heute an der Küste stand und Kesslet und Charlie im Kessock Kanal beobachtete.
Die Luft war klar und still und der “Blas” der beiden Delfine war auch aus der Ferne leicht erkennbar. Dadurch konnte ich unsere Freunde mit meiner Kamera gut verfolgen und wusste wo sie ihre Kreise schwammen.

Zuerst sah ich sie nur in der Ferne doch dann kamen sie näher und ich konnte dieses atmosphärisches Bild von Kesslet aufnehmen. Es ist mein erstes Delfinbild 2012 – vielen Dank Kesslet und ein frohes neues Jahr!
Liebe Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]

Hallo,
Die erste Woche des jungen Jahres 2012 ist bereits vorbei und das Wetter hier in Inverness ist überraschenderweise gar nicht so schlecht, also nichts wie hinaus!
Hoffentlich kann ich in den kommenden Wochen ein paar Delfine für euch sichten und von ihnen berichten.

Es ist immer wieder erstaunlich wie viele Emails sich während des Urlaubs anhäufen, ich hab jetzt schon quadratische Augen… ich hoffe euch geht es nicht auch so!
Mit besten Grüßen,
Charlie & das WDCS Patenschaftsteam in Schottland
[Übersetzt aus dem Englischen]

2011 war ein dramatisches Jahr für viele Menschen. Lasst uns hoffen, dass 2012 ein ganzes Stück besser wird.

Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]

Hallo,
Heute habe ich fünf Delfine gesehen, so viele an einem Tag konnte schon lange nicht mehr beobachten. Kesslet und Charlie gaben mir genauso die Ehre wie ID# 748 – Scoopy. Sie kamen nach Rosemarie Bay und besuchten Chanonry Point. In der Ferne konnte ich dann noch zwei weitere Delfine sichten, zuerst dachte ich es wären Happy und ihr Sohn, auf den zweiten Blick habe ich dann aber erkannt, dass es sich um Zephyr und Breeze handelte. Kurz bevor es dann dunkel wurde, gelangen es mir noch ein Bild von Scoopy’s Rückenflosse aufzunehmen. Auf dem Foto erkennt man eindeutig, dass er eine neue Einkerbung hinzubekommen hat, die direkt über einer tieferen Marke sitz, die er bereits seit längerer Zeit besitzt.

Weihnachtliche Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo ihr,
nach ein paar aktuellen Delfinsichtungen hatte ich die Hoffnung, dass wieder Hering zum Überwintern hierherziehen würde, aber jetzt ist es schon wieder still geworden.

Das aktuelle Wetter hilft nicht wirklich dabei, rauszufahren und Delfine zu beobachten – aber ich hoffe, dass ich bald wieder tolle Delfin-Action zu sehen bekomme!
Liebe Grüße,
Charlie

Hallo,
ja, der Schnee fällt und es ist schwierig, die kleinen Landstraßen entlang zu fahren. Ein Gedanke gilt da den Wildtieren wie dem jungen Reh, die in diesem Teil des Jahres kaum genug zu fressen finden.

Der Wind ist auch ziemlich stark und wird in den nächsten Tagen wohl noch stärker. Das macht es nicht leicht, irgendetwas im Meer zu entdecken.
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
„Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“, werde ich oft von Freunden und Verwandten gefragt, denen ich mal wieder abgesagt habe, weil mir die Zeit gefehlt hat. Wenn ich den Eindruck habe, dass sich jemand wirklich für eine Antwort interessiert, frage ich: Hast du 10 min Zeit? Meist wird gelacht und gesagt: ja, das machen wir, wenn wir mal ein bisschen Zeit haben. Wenn es dann doch irgendwann zu so einem Gespräch kommt dann erzähle ich ungefähr Folgendes:
Die politische Arbeit der WDCS und somit mein Alltag ist bestimmt durch die politischen Rahmenbedingungen. Wer heute auf einen Baum klettert, um ihn zu retten, hat seine Hausaufgaben nicht richtig gemacht und kommt zu spät. In der Welt heute muss man solche und andere Entwicklungen voraussehen und sich der entsprechenden Instrumente bedienen, damit man eine negative Entwicklung schon im Vorfeld vermeiden kann.

Eine dieser Entwicklungen ist die Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinien, eines EU-Gesetzes, das in allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden muss und dafür sorgen soll, dass unsere europäischen Meere 2020 einen guten Umweltstatus aufweisen. Die große Frage ist natürlich, was ist gut und was ist schlecht? Schon bei der Entwicklung des Gesetzes in Brüssel waren wir Umweltverbände durch öffentliche Beteiligung involviert und haben durch Gespräche mit der Kommission und Parlamentariern Verbesserungen eingebracht und mussten auch lernen, dass unser Einfluss begrenzt ist, denn es war natürlich nicht möglich, alle unsere Punkte 1:1 umzusetzen.
Derzeit wird in Deutschland und anderswo darüber diskutiert, wie das Ziel praktisch erreicht werden kann und wie man überhaupt den guten Zustand definieren muss. In Deutschland hat sich eine Allianz von Umweltschutzverbänden zusammengefunden, die die insgesamt elf unabhängigen Themen des Gesetzes bearbeiten und die WDCS ist für den so genannten Deskriptor 11 Energie und Unterwasserschall verantwortlich.

Interessant ist, dass das Bundesamt für Naturschutz Gelder ausgeschrieben hat, um die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Umsetzung des Gesetzes zu unterstützen. So konnte es passieren, dass der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) auf dem Gelände des Bundesamt für Naturschutz auf Rügen einen Workshop veranstaltet hat, bei dem sich alle beteiligten Deutschen Umweltverbände gemeinsam mit den beiden deutschen Umweltämtern (Bundesamt für Naturschutz und Umwelt Bundesamt) letzte Woche getroffen haben.
Diskutiert wurde dabei über sechs Dokumente die den Stand der deutschen Umsetzung repräsentieren. Alles in allem also ein ausgesprochen transparenter Prozess, bei dem - auch bedingt durch die deutsche Umweltgesetzgebung - die Öffentlichkeit und somit die Umweltverbände frühzeitig konsultiert wurden und die Möglichkeit haben, Fehlentwicklungen zu verhindern und Lobbyisten-Hintertürchen zu stopfen.
Weiter Informationen und die Möglichkeit, sich persönlich zu beteiligen finden Sie hier.

Nicht nur Profi-Verkäufer und passionierte Schnäppchenjäger tummeln sich regelmäßig auf der Auktionsplattform eBay, viele Menschen wissen die Aufregung der letzten Minunten und Sekunden vor Ende einer Auktion zu schätzen, wenn sich entscheidet, ob man einen Artikel unter Wert verkauft hat oder ein Schnäppchen gemacht hat.
Sie können auf Kleidungsstücke bieten, die uns Andreas Hoppe, alias Tatortkommissar Mario Kopper, zur Verfügung gestellt hat. Im Einsatz war die funktionelle Outdoorkleigung bei der "Yukon Challenge 2010" in Kanada, bei der sich Andreas Hoppe bei eisigen Temperaturen sportlichen Herausforderungen stellte.

Sie können noch bis 10. Dezember mitsteigern, um in Zukunft bei Wind und Wetter ausreichend gerüstet zu sein. Gleichzeitig fließen alle Erträge aus dieser Charity-Auktion in unsere Kampagne SONAR SUCKS.
Von eBay zu SocialBay
Eine andere Form, über eBay Gutes zu tun, ist SocialBay:
SocialBay verwandelt Ihre Sachspende in eine Geldspende für Ihre bevorzugte Spendenorganisation. Da die Sozialaktiengesellschaft, die diese tolle Aktion ins Leben gerufen hat und abwickelt, zurzeit mit zu vielen Sachspenden, aber zu wenigen Mitarbeitern zu kämpfen hat, werde ich in einiger Zeit nochmal ausführlicher auf SocialBay hinweisen.
Herzliche Grüße,
Christine Diemling

Hallo,
die Zeichen des Winters sind mit großem Tamtam heute Morgen eingetroffen. Die Berge des Beauly Firth sind mit Schnee bedeckt.

Diesen Morgen habe ich am Kessock Bridge nach Delfinen Ausschau gehalten und hab eine sehr große Rückenfinne entdeckt. Sie hat wie die Finne von „Denoozydenzy“ ausgesehen ID#573, den wir öfter in der Nähe von Cromarty sehen. Ich konnte leider kein Foto machen, da er verstecken gespielt hat. Mein Freund Alan hat mich dann vom Parkplatz von Chanonry angerufen und erzählt, dass ein paar Delfine vorbeischwammen und auf den Weg Richtung Fortrose Bay sind. Vielleicht gibt es in der Gegend Herringe, ich hoffe es auf jeden Fall!
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
nicht, dass Kesslet so alt ist - sie ist dieses Jahr erst 18 Jahre alt geworden – was ich mit dem Titel dieses Blogs meinte, ist, dass es toll ist, sie und Charlie gestern am Kessock Kanal zu sehen. Es war ein furchtbarer Morgen Schneeregen und heulender Wind, dadurch gab es keine Chance, Fotos zu machen. Hier ist eins von früher:

Hoffentlich sehe ich sie und die anderen wieder, wenn der Wind zurückgeht.
Alles Gute,
Charlie.
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
endlich habe ich es geschafft ein paar Delfine zu sehen. An einem diesigen, aber sonnigen Morgen bei Chanonry Point, als ich gerade so weit war, zu gehen, kündigte ein Spritzer im Wasser die plötzliche Ankunft von Kesslet und ihrem Sohn Charlie an, der sich wieder mal wie ein Clown aufführte.

Es war toll, sie zu sehen, auch wenn der Besuch nur ein kurzer war. Charlie hat sich zwei Kratzer in der Nähe seines rechten Auges zugezogen, vielleicht auf Grund seines frechen Verhaltens jemand anderem gegenüber.
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Zurzeit stellen wir auf unserer Webseite ganz besondere Paten und Patinnen vor: Manche habe erst vor kurzem eine Patenschaft für einen "unserer" Wale oder Delfine übernommen, andere sind schon seit den Anfängen der WDCS dabei.
Unsere Wal- und Delfinpaten erlauben es uns, unsere Projektaktivitäten vorausschauend und langfristig zu planen, sie bilden eine der wichtigsten Stützen für unsere Arbeit zum Schutz von Walen und Delfinen.

WDCS-Forschungsarbeit am Boot
Neben einer Patenschaft gibt es aber auch noch andere Möglichkeiten, die WDCS zu unterstützen, sowohl über die WDCS-Webseite als auch über externe Plattformen: In den nächsten Wochen möchte ich Ihnen verschiedene Formen des Spendens oder Helfens vorstellen.
Die Macht Ihrer Unterschrift
Eigentlich ist es ganz einfach: Seine Unterschrift für eine Sache zu geben, die einem am Herzen liegt. Da wir selbst überquellende E-Mail-Postfächer gut kennen, wissen wir aber auch, wie schwer es manchmal sein kann! Jede Unterschrift, die wir für eines unserer Anliegen von Ihnen erhalten, wissen wir deshalb auch wirklich zu schätzen.
Neben der Einhaltung des Datenschutzes beim Sammeln von Unterschriften ist uns wichtig, dass wir mit unseren Unterschriftenaktionen auch etwas bewirken können - nur dann werden wir Sie - online oder offline - um Ihre Stimme bitten.

Übergabe von tausenden Protest-Unterschriften gegen den Walfang an den EU-Umweltkommissar Janez Potocnik in Brüssel.
Lassen Sie sich in unseren Kampagnenverteiler aufnehmen und erfahren Sie immer sofort, welche Aktionen und Termine anstehen. Hier können Sie sich für unseren Newsletter registrieren.
Wir freuen uns auf Sie!
Christine Diemling

Hallo,
es ist eine sehr ruhige Zeit im Jahr, in der man - im Vergleich zu den Stunden, die man mit Beobachtungen verbringt - wenig zu zeigen hat. Die Delfine scheinen viel weiter draußen auf See zu sein und das bedeutet, dass ohne Boot nur eine kleine Chance ist, viel zu sehen, bis der Winter Hering auftaucht und die Delfine näher zu mir kommen und damit auch in die Reichweite meiner Kamera.

Es war trotzdem nett, mit meinem Freund Alan seit Ewigkeiten wieder mal am Chanonry zu sitzen und auf Signale von Rückenflossen zu achten.
Alles Gute,
Charlie

Hallo,
nun, das waren die Ferien für über ein Jahr. Das Wetter in den ersten vier oder fünf Tagen auf Skye ist interessant gewesen, aber letztendlich hatten wir schönes, trockenes, sonniges Wetter, um es zu genießen. Das Foto, das ihr unten sehen könnt, zeigt die zerstörte Dunsceath Castle im Süd-Westen der Insel. An der Küste sind ein paar der schönen, großen, gehörnten Kühe zu sehen.

Dieses Mal gab’s nicht so viele Otter zu fotografieren, das Wetter hat da nicht mitgespielt, aber wir haben Besuch von dem lokalen Baummarder, der uns im Wohnzimmer besuchen kam. Wie auch immer, sobald ich meinen Kopf wieder in Delfin-Modus geschaltet habe, werde ich euch mitteilen, wer unterwegs ist.
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Taiji, 04.11.2011
Vier schöne Tage gab es keine Delfinjagd. Das war ein guter Start in den November. Doch gestern, am 3. November, war es wieder vorbei mit der Ruhe. Die Jäger haben 13 Rundkopfdelfine in die Bucht getrieben und getötet. Heute wiederum haben sie glücklicherweise vergebens gesucht und sind unverrichteter Dinge in den Hafen zurückgekehrt.
Nun habe ich es übrigens auch geschafft. Ich bin am virtuellen Pranger der Freunde der Delfinjagd von Taiji. Ok, damit kann ich leben. Aber: die Betreiber dieser Website sind ein bisschen allzu gut informiert. Sie verfügen über Informationen, die eigentlich nur die Behörden kennen sollten; zum Beispiel über meine Ankunft in Taiji. Das stimmt doch nachdenklich, wer denn hier jetzt wie gut mit wem zusammenarbeitet...
Hier ist der Link: http://blog.livedoor.jp/pngtaiji/archives/4728225.html. Die Einträge über mich auf der Website geben in Links verschiedene Beiträge von mir oder über mich an, so auch den Beitrag vom Zweiten Deutschen Fernsehen zum Thema Delfinjagd, der in ZDF-Umwelt vom 9.Oktober ausgestrahlt wurde. Einverstanden: aus Sicht der Delfinjäger und ihrer einflussreichen wie auch finanzstarken Unterstützer bin ich ein "Verdächtiger".
Tatsache ist, dass ich nie einer Gesetzesübertretung überführt wurde, dass ich stets freundlich, anständig und zurückhaltend war, dass ich die japanische Kultur respektiere (soweit nicht Tierquälerei und das Töten von andernorts geschützten Tieren als "Kultur" bezeichnet wird). Tatsache ist ebenso, dass ich vor drei Jahren, im Oktober 2008, bei der Bucht von Taiji auf öffentlichem Boden von Delfinjägern tätlich angegriffen wurde, ohne dass die Polizei damals eingegriffen hätte oder auch nur anwesend war.
Der Übergriff wurde von einem TV-Kameramann gefilmt, ist also gut dokumentiert und im Rahmen verschiedener Beiträge auf ARD, ZDF und im Schweizer Fernsehen ausgestrahlt worden. Zu sehen sind Ausschnitte davon auch im Film "The Cove" ("Die Bucht"). Ich habe bislang stets davon abgesehen, deswegen bei den japanischen Behörden vorstellig zu werden. Angesichts der Ehre, nun am Pranger der Hüter der Delfinjagd in Taiji zu sein, muss ich mir dies allerdings noch einmal gründlich überlegen.
Euer, Hans Peter Roth

Foto: Hans Peter Roth

Vor kurzem konnten verdeckte Ermittler der WDCS und des Animal Welfare Institutes AWI am internationalen Keflavik Flughafen in Island Zwergwalfleisch im „Inspired by Iceland“ Duty Free Geschäft kaufen. Dabei wurde ihnen fälschlicherweise mitgeteilt, sie könnten das Fleisch bedenkenlos in ihr Heimatland ausführen.
Nachdem wir die relevanten Behörden von diesen Missständen in Kenntnis gesetzt hatten, reagierte das Auswärtige Amt in Großbritannien postwendend und warnte britische Touristen davor, Walfleisch mit nach Hause zu bringen. Nur ein paar Stunden nach dieser Ankündigung haben die zuständigen isländischen Behörden das Walfleisch am Flughafen Keflavik aus dem Verkauf genommen.
Doch auch wenn Walfleisch nun aus den Duty Free Shops am Keflavik Flughafen verschwunden ist, kann man es in vielen anderen Geschäften in Island weiterhin kaufen. Touristen sollten sich dessen bewusst sein, dass sie – sollten sie Walfleisch in ihr Heimatland einführen wollen – mit Strafen rechnen müssen.
Es ist schlimm genug, dass 35 – 40 % der Zwergwale, die von isländischen Walfängern getötet werden, auf den Tellern von Island-Besuchern landen.
Dass Walfleisch allerdings in Duty Free Geschäften angeboten wird, wohl wissentlich, dass die Einfuhr in die USA, Deutschland, Großbritannien und viele weitere Länder auf Grund der Anerkennung des internationalen Handelsverbots nicht gestattet ist, zeigt deutlich dass der Profit für die Walfangindustrie immer an erster Stelle steht.
Mit Ihrer Unterstützung üben wir weiterhin Druck auf diese grausame und unnötige Industrie aus, um den Walfang ein für alle Mal zu beenden.
Danke!

Taiji, Japan, 31.10.2011
Den zweiten Tag in Folge hat keine Delfinjagd stattgefunden. Zwar fuhren die Jagdboote wie jeden Morgen wenn es die Witterung zulässt in den frühen Morgenstunden hinaus, sie wurden heute jedoch nicht fündig und kehrten gegen 09:00 Uhr wieder in den Hafen zurück.
Gottseidank. Ein guter Start in eine Woche und - das wär es dann gewesen für den Oktober 2011.
Insgesamt sieben erfolgreiche, d.h. tödliche Treibjagden haben die Delfinjäger von Taiji durchgeführt. Rund 95 Tiere mussten dabei in der Todesbucht ihr Leben lassen, darunter Streifendelfine, falsche Killerwale und Rundkopfdelfine. Zusammengerechnet mit dem September 2011 sind in Taiji in dieser neuen Jagdsaison bisher ca. 110 Delfine getötet worden.
Auch wenn natürlich jeder getötete Delfin eine Katastrophe und einer zu viel ist, sind diese Zahlen bisher doch relativ bescheiden. Das kann sich leider bereits mit einer einzigen erfolgreichen Großjagd ändern, trotzdem ist in den letzten Jahren eindeutig ein Trend zu kleineren Jagdzahlen auszumachen. Damit sollten eigentlich die zuständigen Behörden die Quoten sofort massiv senken (selbstverständlich sollten die Quoten grundsätzlich auf Null gesetzt werden, eine drastische Senkung wäre aber zumindest ein Anfang).
Noch während die Jagdboote draußen waren, sind auch wir wieder hinausgefahren, um die Jagd auf dem Wasser zu beobachten. Die Küstenwache will nicht, dass wir uns den Jagdbooten auf mehr als (unsinnige) zwei Seemeilen annähern, vor allem nicht, wenn sie jagen. In Wirklichkeit ist dies aber schwer umsetztbar und in vielen Fällen kommen wesentlich näher heran, besonders, wenn sie nicht jagen.
So gibt es heute einige "hautnahe" Begegnungen mit Jagdbooten, auf eine Distanz von weniger als 100 Metern, verfolgt unter den Argusaugen des Küstenwach-Bootes. Auch das Schlauchboot der "schnellen Eingreiftruppe" sucht uns bei einem neuerlichen Foto-Besuch in der Bucht wieder auf. Sie lassen uns in Ruhe, scheinen aber gleichzeitig heute besonders misstrauisch zu sein. Dazu suchen sie eine ganze Weile auch die Bucht ab, bevor sie schließlich unverrichteter Dinge zurückfahren.
Gute Tage für die Delfine sind immer schöne Tage.
Euer Hans Peter Roth



Bildautor: Hans Peter Roth

Taiji,Japan, 30.10.2011
Die vergangene Woche war für die Delfine die bisher schlimmste dieser Jagdsaison. An vier verschiedenen Tagen trieben die Jäger erfolgreich Rundkopfdelfine in die Todesbucht und töteten die meisten davon. So fielen den Delfinjägern auch gestern wiederum etwa zehn der empfindsamen Meeressäuger zum Opfer. In der ganzen Woche waren es etwa 40 Tiere.
Heute aber war zum Glück ein guter Tag für die Delfine. Regen, Wellen, Wind und Sonntag. Mehr als genug, um die Jagdboote im Hafen zu behalten. Ein weiterer Tag, um mit allem anderen, was so an Arbeit anfällt, aufzuholen. Und Zeit für Recherchen. Manchmal allein, manchmal gemeinsam mit Freunden, die auch hier sind.
Zu den Recherchen gehört, dass es jemandem (aus diversen, sicher für alle nachvollziehbaren, Gründen, nenne ich keine Namen) gelungen ist, zu beobachten und fotografieren, wie Reste von geschlachteten Delfinen, das heißt Eingeweide, Knochen und Köpfe, in große Behälter abgefüllt und auf einen Kleinlaster verladen wurden.
Ebenfalls ist es gelungen, diesem Kleinlaster vom Schlachthaus in Taiji aus zu folgen. Das Fahrzeug fuhr nach Katsuura, zum dortigen bekannten Fischmarkt, wo täglich viele Tonnen Thunfisch und andere Fischarten umgesetzt werden. Hier stehen jeden Morgen viele Großbehälter, in welche die Fischer alle Fischabfälle werfen.
Hierher also kommen auch die Quecksilber-belasteten traurigen Reste der geschlachteten Delfine. Bis zu diesem Punkt ist alles klar. Der Rest ist in erster Linie Spekulation. Ich gehe davon aus, dass die Delfinreste den Fischresten von Katsuura beigemischt und dann maschinell zu einem Brei püriert werden.
Was könnte mit diesem Brei geschehen? Ich sehe drei Verwertungs-Möglichkeiten:
1) Verarbeitung zu Düngemittel 2) Verarbeitung zu Tierfutter 3) Verarbeitung zu Futter für die wachsende Zahl von Fischzuchten in der Präfektur Wakayama.
Dies soll also unser nächster Schritt der Aufklärungsarbeit sein.
Euer Hans-Peter Roth

Zu den Bildern:
Abfälle von geschlachteten Delfinen im Schlachthaus von Taiji wandern in Großbehälter, werden ins benachbarte Katsuura transportiert und auf dem dortigen Fischmarkt mit Fischresten vermischt. Was mit diesem Quecksilber-kontaminierten Mix dann geschieht, ist unbekannt.
Bildautor: Anonym

Was hat das Connyland mit der Delfinjagd in Japan zu tun? Mehr als uns und dem Delphinarium im Schweizerischen Lipperswil lieb sein kann. Da ist zum einen die Tatsache, dass die Delfinarien-Industrie leider nach wie vor sehr lukrativ ist. Deshalb krallt sich Taiji als weltweit grösster Umschlgsplatz für lebende Delfine auch so in der Treibjagd fest. Und da ist noch eine weitere Gemeinsamkeit: Die Sache mit dem Lärm...
Gestern gelang es den Jägern trotz beträchtlichem Wind und Wellen erneut, mit ihren Lärmstangen eine Schule von etwa zehn Rundkopfdelfinen in die Bucht von Taiji zu treiben. Darunter eine Mutter mit einem noch sehr kleinen Jungen. Das Muttertier wehrte sich nach Kräften gegen die Fangversuche der Jäger, schaffte es sogar, ein Netz zu überqueren. Nicht aber das Junge. Es verfing sich im Absperrnetz und ertrank fast.

Die Jäger holten es raus und fingen mit einer Seilschlinge schliesslich auch die Mutter ein. Dann begann das Töten. Als erstes verliess ein Boot mit einer blauen Abdeckplane die Todesbucht. Als der Wind die Plane etwas anhob, war deutlich das Baby zu erkennen. Lebend. Daneben ein weiterer Delfin, wohl ebenfalls lebend. War es das Muttertier? Oder ein Halbwüchsiges? Es war schwer zu erkennen.
Das Boot brachte die beiden Delfine vielleicht eine Seemeile in Richtung offenes Wasser. Was dann genau geschah, liess sich für uns nicht ausreichend beobachten. Aber wir gehen davon aus, dass die Tiere freigelassen wurden. War es nebst dem Baby die Mutter? Falls es bloss ein Halbwüchsiges war, haben die beiden keine Chance, und der schnelle Tod wäre vielleicht das weniger schlimme Schicksal gewesen.

Falls ja, dann haben Mutter und Baby tatsächlich eine Überlebenschance und werden sich einem anderen Delfinverband anschliessen können. Und unsere Anwesenheit hat einmal mehr einen Unterschied gemacht. Wir können nur hoffen und das Geschehen weiter beobachten.
Bizarr war einmal mehr die Geräusch-Kulisse, als wir vom Takababe-Hügel das Geschehen verfolgten, soweit dies ob all den Abdeckplanen über der Todesbucht möglich war. Vom nebenan gelegenen Walmuseum wummerten die Disco-Bässe der nächsten Delfinshow herüber, und vom Meer stanzten sich die trockenen Metallschläge der Lärmstangen, auf welche die Delfinjäger hämmerten, ins die Ohren.
So wird das empfindliche Gehör der Delfine zu ihrem Verhängnis. Die Delfinjäger erzeugen mit ihrem massiven Hämmerlärm eine richtige Schallmauer, vor welcher die verschreckten Delfine, die jetzt auch nicht mehr akustisch kommunizieren können, zu fliehen versuchen. So können sie aufs Land getrieben werden. Dieser Umstand macht auch gleich klar, dass für die sensiblen Meeressäuger eine Dauerbeschallung mit Bass-Gewummer, etc. wohl kaum angenehm ist.
Genau dies macht das Delphinarium im thurgauischen Lipperswil in der Schweiz jedoch morgen Samstag. Im Connyland, rund 50 Meter vom Winterquartier der Delfine entfernt, soll eine Techno-Party stattfinden. Aus Sicht von OceanCare ist die Lärmbelästigung für die Wildtiere, die in ihren Becken zudem keine Ausweichmöglichkeit haben, schlicht eine Qual.
OceanCare hat deshalb schriftlich beim Connyland und den zuständigen Behörden eine Stellungnahme eingereicht und die Betreiber des Connylands aufgefordert, von derartigen Events zum Wohle der Tiere abzusehen. Wer den Protest von OceanCare unterstützen will, kann eine Mitteilung senden an folgende Emailadresse des Freizeitsparks: info@connyland.ch Mehr Infos und ein Vorlagetext ist hier zu finden.
Und zu guter Letzt ein Happy End: Heute war ein strahlender Tag. Wind und Wellen aber liessen keine Delfinjagd zu. Alle Boote blieben im Hafen. Und uns blieb endlich etwas Zeit zum "Rehabilitieren" und so Verschiedenes auf den aktuellen Stand zu bringen.
Euer Hans-Peter

Taiji, Japan, 28.10.2011
Gestern gelang es den Jägern trotz beträchtlichem Wind und Wellen erneut, mit ihren Lärmstangen eine Schule von etwa zehn Rundkopfdelfinen in die Bucht von Taiji zu treiben. Darunter eine Mutter mit einem noch sehr kleinen Jungen. Das Muttertier wehrte sich nach Kräften gegen die Fangversuche der Jäger, schaffte es sogar, ein Netz zu überqueren. Nicht aber das Junge. Es verfing sich im Absperrnetz und ertrank fast.
Die Jäger holten es raus und fingen mit einer Seilschlinge schließlich auch die Mutter ein. Dann begann das Töten. Als erstes verließ ein Boot mit einer blauen Abdeckplane die Todesbucht. Als der Wind die Plane etwas anhob, war deutlich das Baby zu erkennen. Lebend. Daneben ein weiterer Delfin, wohl ebenfalls lebend. War es das Muttertier? Oder ein Halbwüchsiges? Es war schwer zu erkennen.
Das Boot brachte die beiden Delfine eine Seemeile in Richtung offenes Wasser. Was dann genau geschah, ließ sich für uns leider nur schwer beobachten. Aber wir gehen davon aus, dass die Tiere freigelassen wurden. War es neben dem Baby die Mutter? Falls es nur ein anderer, junger Delfin war, haben die beiden nur eine kleine Chance.
Falls ja, dann haben Mutter und Baby tatsächlich eine Überlebenschance und werden sich einem anderen Delfinverband anschließen können. Und unsere Anwesenheit hat einmal mehr einen Unterschied gemacht. Wir können nur hoffen und das Geschehen weiter beobachten.
Bizarr war einmal mehr die Geräusch-Kulisse, als wir vom Takababe-Hügel das Geschehen verfolgten, soweit dies ob all den Abdeckplanen über der Todesbucht möglich war. Vom nebenan gelegenen Walmuseum wummerten die Disco-Bässe der nächsten Delfinshow herüber, und vom Meer erklangen die trockenen Metallschläge der Lärmstangen, auf welche die Delfinjäger hämmerten.
So wird ihr hochentwickeltes Gehör den Delfinen zu Verhängnis. Die Delfinjäger erzeugen mit ihrem massiven Lärm eine richtige Schallmauer, vor welcher die verschreckten Delfine, die jetzt auch nicht mehr akustisch kommunizieren können, zu fliehen versuchen. So werden sie in die Bucht getrieben.
Und zu guter Letzt ein Happy End: Heute war ein strahlender, windiger Tag. Wind und Wellen ließen keine Delfinjagd zu. Alle Boote blieben im Hafen.
Euer Hans Peter Roth



Bildautor: Hans Peter Roth

Taiji, Japan, 26.10.2011
Das Wetter ist strahlend. Gleißend steigt eine sehr helle Sonne aus dem Pazifik. Wir wissen: die Jagdboote sind wieder draußen. Also fahren wir mit unserem Boot ebenfalls hinaus. Doch dann überraschen uns eine recht hohe Dünung und kräftiger Wind, der die Wellen mit Schaumkronen adelt. Die schönste Überraschung aber folgt erst noch.
Die Delfinjäger kehren schon vor 8 Uhr unverrichteter Dinge in den Hafen von Taiji zurück. Die Bedingungen sind zu rau für die Treibjagd. Masako, unsere Helferin, fragt offiziell bei der Küstenwache nach, ob wir uns nach Taiji begeben und dort auch landen dürfen. Zu unserem Erstaunen erhalten wir keine abschlägige Antwort.
Bald sind wir drüben in Taiji, machen einen kurzen Landungsstopp bei der Pier unweit des Walmuseums und fahren dann vorsichtig weiter vor den Hafen von Taiji und von dort weiter in die berüchtigte Bucht. Meine kanadische Kollegin und Delfinexpertin Leah Lemieux, die schon in Taiji wartet, sieht verblüfft, wie unser Boot vor der Bucht auftaucht, wo normalerweise die Jagdboote aufkreuzen, um das Schicksal erschöpfter Delfine mit Netzen zu besiegeln. Nicht heute.
Völlig unbehelligt, aber unter den wachsamen Augen einer Sicherheitseinheit der Küstenwache auf einem Schlauchboot fahren wir ganz langsam ein; bis zum inneren Netz. Das Wasser ist kaum noch zwei Meter tief. Das Manövrieren ist heikel aber machbar. Ady und Masako steuern die Kleinyacht mit wachsender Übung.
Am Strand der Bucht macht sich mittlerweile Russ, ein philippinischer Freund von Leah, daran, einen japanischen Butoh-Tanz aufzuführen. Thema: Fluke. Ein stummer, friedlicher, aber eindringlicher Protest gegen die Delfinjagd. Kultur, die diesen Namen auch verdient. Selbst die sechs anwesenden Polizisten und mindestens ebenso viele Männer der Küstenwache schauen beeindruckt zu.
Russ hat in seiner philippinischen Heimat, auf der Insel Cebu, von der Delfinjagd in Japan und der Bucht erfahren. Es hat ihm keine Ruhe gelassen, nachdem er sich seit Jahren mit der Delfinbeobachtung und dem Delfinschutz vor den eigenen Gestaden befasst. Deshalb ist er hierher gereist.
Für die Sicherheitskräfte müssen die Aktivisten eine Wundertüte sein. Mal tauchen sie im Mietauto auf, mal im Bus, zu Fuß, im Taxi, per Zug - oder sogar per Boot. Das führt immer wieder zu bizarren, manchmal amüsanten Momenten. Dazu gehört auch, als Russ in voller Tanzmontur und weiß bemalt aus der öffentlichen Toilette schreitet und zwei gestandene, aber ahnungslose Männer der Küstenwache unbeabsichtigt zu Tode erschreckt.
Natürlich geht es nicht ohne die üblichen Befragungen, etc. Aber eines ist sicher: Heute war ein guter Tag für die Delfine.
Hans Peter Roth

Aktivisten in der Bucht

Die Küstenwache beobachtet uns ständig.

Die Bucht

Hallo ihr,
nur damit Ihr Bescheid wisst: Ich hab‘ jetzt Urlaub und fahre für 10 Tage oder so mit Susan wieder mal zur schönen Insel Skye. Hoffentlich haben wir so schönes Wetter wie auf dem Foto mit dem interessanten geologischen Areal namens The Quiraing.

Wir werden nahe am Wasser sein und hoffentlich Otter, Robben und vielleicht ein paar Delfine und Schweinswale sehen…ich werde es euch erzählen, wenn wir wieder da sind.
Tschüss für den Moment…
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Taiji, Japan, 25.10.2011
Gestern war ein guter Tag für die Delfine. Bei günstigem Wetter, machten die Delfinjäger noch vor 6 Uhr ihre Leinen los für eine weitere Treibjagd. Mit unserem kleinen Boot hefteten wir uns an ihre fersen, die Jäger fuhren jedoch sehr weit hinaus und verschwanden aus unserem Sichtfeld sogar unter dem Horizont (ja - für alle die noch zweifeln mögen - die Erde ist rund!)
Dann die erlösende Sichtung und die entsprechende Meldungen von unseren Beobachtern an Land. Die Jagdboote kehrten eines nach dem anderen in einem langen Konvoi unverrichteter Dinge zurück, bis alle zwölf wieder im Hafen vertäut waren.
Das geschah gestern, heute aber war leider wieder ein schlechter Tag für die Delfine. Ähnliches Wetter, ähnlicher Ablauf wie gestern. Aber heute wurden die Jäger fündig. Und zu unserem Schrecken noch doppelt dazu. Eine Gruppe jagte schließlich mit sieben Booten, die andere mit fünf.
Mit unserem Boot lagen wir zwischen den beiden Jagdgruppen, stets argwöhnisch beobachtet von einem furchteinflößenden Kahn der japanischen Küstenwache, heute aber aus größerer Distanz. Auch wir hielten Distanz zu den Delfinjägern, allerdings etwas weniger als gestern.
Der eine Jagdverband arbeitete sich langsam aber sicher in Richtung der Bucht von Taiji vor. Der kleinere mit fünf Booten aber kam nicht vom Fleck. Schwarzer Ruß aus den Schornsteinen der Jagdboote verriet eine nicht enden wollende Treibjagd, während wir etwas weiter draußen auf dem Meer, rund 7 Kilometer von der Küste entfernt, auf Beobachtungsposition fuhren.
Dann plötzlich - Delfine, die an uns vorbeischossen! Sie waren nur ganz kurz zu sehen und befanden sich offensichtlich in wilder Flucht zum offenen Meer hin. Mit dem nächsten Blick zu den Jagdbooten kam die große Erleichterung. Sie gaben auf und kehrten unverrichteter Dinge in den Hafen zurück.
Dem anderen Verband aber war es derweil gelungen, erneut eine kleine Schule von Delfinen in die Todesbucht von Taiji zu treiben. Wieder mussten neun Meeressäuger ihr Leben lassen. Wenn man eine Treibjagd beobachtet mit diesen schnellen Booten, wird einem klar, wie ermüdend diese Hetze für die Delfine sein muss.
Je länger die Jagd dauert, desto erschöpfter sind die Tiere. Vor allem Jungtiere werden den Delfinschulen zum Verhängnis, weil sie weniger schnell sind und öfter auftauchen müssen. Eine Delfingruppe würde niemals junge oder langsamere Tiere im Stich lassen und die Flucht ergreifen. Sie bleiben zusammen - bis zum Ende.
Heute ließen die Delfinjäger zum Schluss dann zwei Jungtiere wieder frei, indem sie sie aufs offene Meer transportierten. Ob sie, ihrer gesamten Familie beraubt, schutzlos und unerfahren eine Chance haben, ist fraglich. Aber vielleicht schaffen sie es. Vielleicht finden sie eine andere Delfinschule und können sich dieser anschließen.
Die Hoffnung bleibt. Und die Freilassung zeigt, dass die Jäger einmal mehr auf die vielen Anrufe an japanische Botschaften und diverse Behörden reagiert haben. Unsere Anwesenheit und Berichterstattung macht so ganz konkret immer wieder einen entscheidenden Unterschied. Unsere Anwesenheit rettet Delfinleben, vielen Dank für Ihre Unterstützung dabei!
Hans Peter Roth


Taiji, Japan, 23. 10. 2011
Zum ersten Mal nach einem sehr angenehmen Unterbruch von 13 Tagen hat wieder eine Delfinjagd stattgefunden. Nach zwei fast vollen guten Wochen für die Delfine zögern die Jäger am Sontag nicht, die halbwegs günstigen Bedingungen für eine Delfintreibjagd zu nutzen.
Zum ersten Mal auch beobachten wir die Treibjagd auf offener See! In einem vom bekannten Tierschützer Ady Gil zur Verfügung gestellten und gesteuerten Boot begeben wir uns aufs Meer - und begegnen den Delfinjägern in voller Aktion. Deren Boote, zwölf an der Zahl, aufgereiht.
Unsere Herzen sinken. Lange mussten sie wegen der schweren See suchen und sind spät dran. Doch die Formation der Boote und der schwarze Ruß, der bei schnellen Wendemanövern aus den Schornsteinen qualmt, raubt uns jede Illusion. Jetzt treiben die Jäger eine Schule Delfine vor sich her.
Wir haben ein zusätzliches Problem. Ein großes Schnellboot der Küstenwache verfolgt jede unserer Bewegungen und lässt uns nicht näher als zwei Seemeilen (!) an die Delfinjäger heran. Dennoch sehen wir genug um zu wissen, dass die Delfine näher und näher zur Küste und der berüchtigten Bucht bei Taiji getrieben werden.
Bald gibt es kein Entkommen mehr. Auf See können wir nichts mehr unternehmen und kehren zurück in die Marina, um von dort mit dem Auto zur besagten Bucht in Taiji zu fahren. Ungefähr ein Dutzend Rundkopfdelfine werden heute Opfer der Treibjagd.
Mit den bekannten metallenen Lärmstangen, die sie ins Wasser halten und darauf hämmern, treiben die Jäger die verängstigten Delfine in die Bucht und töten sie kurz darauf. Darunter auch ein Muttertier mit ihrem noch sehr kleinen Jungen.
Auch wenn die Delfinjagd nach japanischem Fischereigesetz erlaubt ist, solange die jagdbaren Arten und deren Quoten eingehalten werden, wundern wir uns, ob das Töten von Delfinbabys und ihren Müttern nach diesem Gesetz auch erlaubt ist. Und falls ja, wundern wir uns, dass es eine Gesetzgebung gibt, die so etwas zulässt.
Hans Peter Roth

Ein Schiff der japanischen Küstenwache blockiert unser Boot, damit wir uns nicht den Delfinjägern annähern können. (© Hans Peter Roth)

Beobachtungen zwischen Hoffen und Bangen, aber mit der Zuversicht, dass die Delfinjagd in Japan enden wird.
Wieder ist Journalist Hans Peter Roth ab sofort für einen Monat unterwegs in Japan, um die Delfinjagd zu beobachten und darüber für die WDCS zu berichten. Ort der Mission ist einmal mehr Taiji, ein kleines Fischerdorf an der Südspitze der Japanischen Hauptinsel Honshu. Während die Delfin-Treibjagd früher in mehreren Küstenorten gang und gäbe war, ist Taiji mittlerweile der letzte Ort in Japan, wo noch Delfine mit Fischerbooten an Land und in eine kleine Bucht getrieben werden.
In dieser Bucht suchen die Jäger gemeinsam mit Delfintrainern und -Händlern die schönsten Tiere aus zum Verkauf an Delfinarien. Dieses lukrative Geschäft, das für die lebend gefangenen Delfine stets in der Gefangenschaft enger Betonbecken endet, ist der eigentliche Motor der Treibjagd. Ohne diesen Handel mit den sensiblen, intelligenten Tieren wäre die Delfinjagd auch in Taiji heute wohl bereits Geschichte. Wir arbeiten daran, dass die Vision eines Japans ohne Delfinjagd Wirklichkeit wird. Und es besteht Grund zur Hoffnung und Zuversicht, dass die Delfinjagd enden wird. Selbst die Delfinjäger in Taiji wissen heute schon, dass Ihre überholte, brutale Tradition bald nur noch in den Geschichtsbüchern ihren Platz hat.
Wann es soweit sein wird, ist heute noch nicht genau vorhersehbar und es gibt noch viel zu tun. Deshalb wird WDCS weiterhin vor Ort in Taiji vertreten sein und zeigen, dass die Weltöffentlichkeit nach wie vor ein Auge auf das buchstäbliche Treiben wirft. Jede neue Jagdsaison - bis es zu Ende ist. Dies geschieht im Respekt vor der japanischen Kultur und in voller Wertschätzung für die Menschen in Japan. Und diese haben ein Recht, zu erfahren, was in ihrem eigenen Land geschieht. Sie haben ein Recht zu erfahren, dass Delfinfleisch hochgradig mit Quecksilber und anderen Schadstoffen belastet ist und sich daher nicht für den Verzehr eignet.
Denn all jene Delfine, die nicht in den Lebendhandel kommen, werden von den Jägern in der Bucht von Taiji getötet und zu Fleisch verarbeitet. Fleisch, das der ahnungslosen Bevölkerung ohne jede Warnung vor den Schadstoffen in Läden zum Verkauf angeboten wird.
Hans Peter Roth, Journalist und Autor von "Die Bucht", dem Buch zum Film "Die Bucht", der 2010 den Oscar als bester Dokumentarfilm gewann, wird für WDCS ab sofort für einen Monat in regelmäßigen Blogs über das Geschehen vor Ort in Taiji berichten. Im Zeichen der Hoffnung und Zuversicht für die Wale und Delfine.


Hallo ihr,
es ist jetzt diese Jahreszeit, in der wir, die an der Küste arbeiten und leben, die kleinen grauen Seehund-Babies sehen, wie sie geboren werden und alleine am Strand liegen, bis ihre Mütter aus dem Meer zurückkommen.

Bitte stört die Kleinen nicht, bis ihr wirklich besorgt seid über ihre Verfassung. Selbst dann berührt sie bitte nicht, sondern kontaktiert einen der angeführten Experten:
In England:
BDMLR hotline: 01825 765546 (office hours) or 07787 433412 (out of hours)
RSPCA hotline (England & Wales): 0300 1234 999
SSPCA hotline (Scotland): 03000 999 999
In Deutschland:
Bitte ruft bei der Polizei an, diese wird die Meldung weiterleiten.
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
ich hatte gerade einen schönen morgen in Chanonry, kein schlechtes Licht, nicht zuu windig und insgesamt ungefähr zwölf Delfine zerstreut über die ganze Gegend. Kesslet und Charlie sind nahe bei mir vorbeigekommen, dicht gefolgt von der jungen Yoda (ID#1022), die sich gegenseitig mit Charlie durch Kopfstöße und Bisse geärgert haben. Die zwei sind im selben Alter, ich denke, sie sind gute Freunde. Als nächsten kam Mieschief, der SO nah an den Strand kam, dass ich kaum auf Ihn fokussieren konnte.

„Mini Fin“ (ID#989) ist genau hinter ihm gewesen. Sie sind dann alle umgedreht und sind zur anderen Gruppe, in der sich Speedy und Happy befanden, zurückgeschwommen. Happys winziger Junge hat mit einem sehr jungen Kalb gespielt, vielleicht das Baby von „Squat Fin“ (ID#744). Alle zwölf sind dann Richtung Eathie Coastline. Es war toll, Speedy zu sehen- ich hab ihn erst erkannt, als ich die Bilder auf meinen Computer heruntergeladen habe und die Finne mit den zwei zerklüfteten Kerben gesehen habe - das erste Wiedersehen nach Wochen!
Alles Gute,
Charlie.
[Übersetzt aus dem Englischen]
Wohltätigkeits-Auktion bei eBay für Wale und Delfine!
Die IT solutions company, Profile Technology Services, hilft der WDCS schon seit Jahren, Gelder aufzubringen und nun tun sie es wieder. Vom 4. bis zum 14 Oktober seid ihr in der Lage, für einige tolle Geschenke zu bieten – der Erlös geht an die WDCS!
Angebote, die man ersteigern kann, sind iPods, Sport Artikel, Kaffee-Maschinen, Geschenkkörbe und sogar Hilfe bei IT-Problem. Bietet einfach mit und ihr könntet die neuen glücklichen Besitzer sein!
Bei früheren Wohltätigkeitsauktionen von Profile waren u.a. Wildwasser-Touren, Fallschirmspringen und Massenabseilen vom Berg unter dem Hammer. Die Firma hat auch einen Delfin adoptiert!
Teilnehmen könnt Ihr an der Auktion auf folgender Seite: www.profile.co.uk/auction
Profile hat zudem eine Spendenaktions-Seite auf Justgiving: http://www.justgiving.com/profileadoption2011
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Manche der WDCS-MitarbeiterInnen tauschen regelmäßig den Büroalltag gegen ein paar Wochen Freilandforschung ein. Wie z.B. meine britischen Kolleginnen Sarah und Nicola. Sie verbrachten dieses Jahr bereits zum zweiten Mal sieben Wochen im Sommer auf der Isle of Lewis, Äußere Hebriden, an der Westküste Schottlands.

Ein Strand auf der Isle of Lewis
Anlass für diesen Tapentewechsel ist ein Forschungsprojekt, das sich der in der Region heimischen Arten annimmt, v.a. aber die Erforschung des Rundkopfdelfins zum Ziel hat.
Sarah und Nicola haben erfolgreich dem schlechten Wetter getrotzt, wenn man sich die Liste der Arten ansieht, die sie von ihrem Landbeobachtungspunkt und vom Boot aus beobachten konnten: Zwergwal, Rundkopfdelfin, Gemeiner Delfin, Großer Tümmler, Schweinswal, Finn- oder Seiwal, Riesenhai, Mondfisch, Kegelrobbe.
Ein junger Gemeiner Delfin flitzt durch die Wellen.
Letztes Jahr war der Artenreichtum sogar noch größer, aber dieses Jahr gab es ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Einige Rundkopfdelfine vom letzten Jahr konnten dieses Jahr eindeutig wieder identifiziert werden. Darunter sogar ein weibliches Tier mit einem Kalb im Schlepptau, das bereits 2004 von einem Wissenschaftler in der Region beobachtet worden war!

Rundkopfdelfin LW0020, bereits 2010 gesichtet
Rundkopfdelfine haben ein sehr charakteristisches Aussehen: Sie haben einen runden Kopf, der typische „Delfinschnabel“ fehlt ihnen. Ausgewachsen sind sie mit Narben übersät. Diese stammen von oberflächlichen Verletzungen durch andere Tiere (und deren Zähne). Die bei jedem Tier einzigartige Musterung vereinfacht es, die Tiere wiederzuerkennen, was über Fotos geschieht. Diese sog. Foto-Identifikation setzt voraus, dass man bei ihrer Sichtung gute Fotos machen kann, damit sie anschließend mit früheren Fotos der Tiere verglichen werden kann.
Auf diesem Wege kann man „Bewegungsprofile“ der Tiere erstellen, man erkennt im Laufe der Zeit, welche Tiere miteinander unterwegs sind, welche regelmäßig in der Region auftauchen, womit sie ihre Zeit verbringen usw. Und daraus können wichtige Informationen über eine Population gewonnen werden, die uns helfen, sie zu verstehen und zu schützen. Und dies können wir nur dank der Unterstützung unserer Spender tun!

Bis nächstes Jahr, Scratchy!
Noch ein alter Bekannter tauchte dieses Jahr auf: „Scratchy“, der erste Schweinswal, den die beiden anhand eines Kratzers auf dem Rücken eindeutig identifizieren konnten.

Außerdem wurde an sechs verschiedenen Stellen an der Küste akustisches Equipment an Ankern befestigt und mit Bojen markiert. Diese Geräte zeichnen Lautäußerungen von Schweinswalen und Großen Tümmlern auf, die sich in einem bestimmten Umkreis aufhalten. Drei dieser Geräte konnten aufgrund ihrer guten Erreichbarkeit von Sarah und Nicola bereits eingeholt werden und ein erster Test zeigte, dass alle Schweinswale und Große Tümmler aufgenommen haben – ein gutes Zeichen, denn es bedeutet, dass diese die Region regelmäßig besuchen.

Und in einem so verregneten Sommer war ein Regenbogen oft der einzige Lichtblick …
Wale zu schützen ist manchmal einfach kein "Schönwettervergnügen" - weder für die Daheimgebliebenen noch für die ForscherInnen im Freiland!
Herzliche Grüße
Christine Diemling

Hallo an alle,
gestern habe ich am Chanonry Point mit der reizenden Julia Bradbury eine neue TV Serie gedreht.

Es war SEHR windig und die Delfine, die zu sehen waren, sind schwer zu fassen gewesen. Sie sind in Richtung des offenen Meeres geschwommen. Anscheinend haben sie das Drehbuch nicht ordentlich gelesen. Wenigstens hat Julia einen Delfin gesehen, der im stürmischen Wetter an uns vorbeigerast ist - dennoch hab ich ihr nach dem Dreh gesagt, sie muss einfach noch mal wieder kommen, um ordentlich vorgestellt zu werden!
Alles Gute,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Am Freitag, den 23. September, durfte ich einen Helden meiner Jugendtage persönlich kennenlernen, der mittlerweile auch für meine Kinder zum festen Alltag gehört: Justus Jonas, den ersten Detektiv der drei ???.
Im Rahmen der YOU-Messe lud die WDCS zum Hörspiel-Abend „Die drei ??? und der Super-Wal“. Unser ganz besonderer Gast: Oliver Rohrbeck, der seit 1979 dem ersten Detektiv seine ganz charakteristische Stimme verleiht.

Oliver Rohrbeck verriet im Anschluss an das Hörspiel, dass er die Folge seit ihrem Entstehen 1985 zum ersten Mal wieder gehört und er keine Erinnerungen mehr an das Abenteuer gehabt habe – so war für Spannung bei den anwesenden Fans und dem anwesenden "ersten Detektiv" gesorgt (-:

Der im Hörspiel erwähnte „Super-Wal“ war dann im Anschluss Ausgangspunkt für ein spannendes Gespräch zwischen Hörspiel-Profi Oliver Rohrbeck und mir. Und natürlich kamen die Fragen der Fans nicht zu kurz: Wie lange dauert die Produktion eines Abenteuers der drei Detektive? Welchem Hollywood-Star verleiht Oliver Rohrbeck seine deutsche Synchronstimme? Und welche neuen ???-Abenteuer werden in den nächsten Wochen und Monaten veröffentlicht? (1. Die reinen Sprachaufnahmen dauern einen Tag; 2. Ben Stiller; 3. die Lauscherlounge verrät’s)
1000 Dank an Oliver Rohrbeck, der mit seiner entspannten und humorvollen Art nicht nur die Zuhörer, sondern auch uns WDCS-Damen begeisterte - der Abend war ein großes Vergnügen (auch dank der Unterstützung der Lauscherlounge, der YOU-Messe und des Hörspiel-Labels Europa)!
Mit herzlichen Grüßen
Christine Diemling

Hallo an alle,
hier oben ist es sehr nass, windig und kalt. Gestern, an meinem freien Tag, sind Susan und ich zu der schönen Insel of Sky gefahren. Das Licht war manchmal sehr dramatisch.

Morgen werde ich wieder mit der BBC filmen und es wird, gelinde gesagt, „interessant“. Daumen drücken, dass wir ein paar Delfine sehen!
Beste Wünsche,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo an alle,
wir haben Kesslet, Charlie und auch oft den Großen Scoopy in Kessock gesichtet. Während sie an einem Morgen irgendeine Art von Fisch gefangen haben, hat der große Kerl beschlossen, Luftakrobatik zu vollführen. Er hat für ein paar Minuten ein paar Loopings hingelegt.

Ich hoffe, ihr genießt dieses schöne Wetter, hier wird es wieder sehr grau und nass. :)
Beste Wünsche,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Mittwoch, 28.September 2011
Hallo an alle,
am Montag habe ich der BBC geholfen eine neue Folge von Mastermind zu drehen (Nein- ich mache nicht mit!) und wir haben es geschafft, ein paar Delfine von der Küste in Chanonry und Nord Kessock aus zu sehen. Leider war unser nachmittäglicher Bootsausflug Delfin-frei. Obwohl hunderte von Tölpeln ins Wasser getaucht sind, war keine einzige Rückenflosse zu sehen
.

© WDCS/Charlie Phillips
Heute Vormittag hole ich nur ein paar Sachen nach, aber Kesslet und Charlie sind gerade im Kessock Kanal angekommen, also ist es Zeit die Kamera rauszuholen.
Beste Wünsche,
Charlie

Die Zeichen des Herbstes sind überall zu sehen. Es ist dunkel, wenn wir um 6 Uhr morgens aufstehen, die Dämmerung gerade so am Horizont zu sehen; der Waldboden ist golden und grün gefärbt, da die Zedern ihren Sommermantel abwerfen. Geißblatt-Blätter bedecken den Weg und den Gartenboden, rote Geißblatt-Beeren werden von kleinen Zaunkönigen gepflückt, Raben sitzen in den Apfelbäumen und schlemmen von den Früchten, die wir uns eigentlich als Apfelkuchen vorgestellt hatten… Die letzten Rosen welken und Riesentang wird bündelweise an den Strand gespült – Futter für den Garten im nächsten Jahr. Das plötzliche Aufheulen von Sportbooten, die an die beliebten Plätze zum Fischen fahren, an denen wir auch unsere Unterwasser-Mikrophone haben, ist verschwunden. Die Seelöwen hieven langsam ihre riesigen Körper auf die Felsen. Die meisten unserer Assistenten sind abgereist, zurück zur Schule oder nach Hause. In ihrer Abwesenheit verbringen wir nun auch abends wieder mehr Zeit im Lab und nehmen die Stimmen der Orcas auf, die noch da sind. Wir lieben diese Zeit des Jahres. Wenn die Sonne scheint, oder es zumindest nicht regnet, ist das Licht weich und reichlich vorhanden, die Tage noch immer lang und warm und die Orcas noch immer endlos faszinierend.
Am 20. September tauchte plötzlich eine große Gruppe Orcas im Blackfish Sound auf. Wir hatten keine Ahnung, woher sie gekommen sein konnten. Hätten wir allerdings das Verhalten der A30- und A23-Orcas richtig gedeutet (sie hielten sich für Stunden nahe des Eingangs zum Blackney Pass auf), hätten wir wissen müssen, dass etwas im Busch war. Letztendlich machte uns dann ein einzelnes „Ping“ über das Flower Island Unterwasser-Mikrophon auf die Anwesenheit von Orcas aus dem G-Clan aufmerksam, entweder die I11-Gruppe oder die I31-Gruppe. Nicht lange danach hörten wir die Stimmen der G1-Gruppe und auch die A1. Wooohooooo… es sah aus, als wären wir wieder Teil einer Party, wie in den vorangegangen Wochen dieses Sommers bereits.
Da die Ebbe gerade einsetzte, erwarteten wir nicht, die Neuankömmlinge bald zu Gesicht zu bekommen. Daher warteten wir und hofften, sie würden durch den Blackney Pass in die Johnstone Strait kommen und nicht durch den Weynton Pass schwimmen. Exakt bei Flaute starteten die A30 und A23 Gruppen ihre Reise durch den Blackney Pass und, man kann es sich vorstellen, direkt in die Arme der G3, I11, A34, A36 (inkl. A12) Gruppen. Es war so ein schönes Erlebnis, sie zu beobachten und ihnen zuzuhören, wie sie sich formierten und dann alle Orcas (55 Tiere) sich auf den Weg in die Johnstone Strait machten. Sie präsentierten uns einen wundervollen Mix aus clan- und familienspezifischen Lauten, die langsam verstummten, als die Tiere Richtung Osten schwammen. Leider konnten die User der „Orca live Community“ (www.orca-live.net) dieses Schauspiel nicht miterleben, da unsere Internetverbindung gerade nicht funktionierte.
Ein ganzer Tag verging, ohne Neuigkeiten – trotz intensiver Suche durch Walbeobachter – abgesehen von einer möglichen Sichtung der A34-Gruppe im Osten der Johnstone Strait und einer bestätigten Sichtung von „Transients“ nahe Campbell River. Es war, als wäre das vorher Erlebte nur eine Fata Morgana oder ein Traum gewesen… Dann, einen Tag später, wurden die A36-Brüder zusammen mit A12 (Scimitar) nördlich des Orcalab in Queen Charlotte Stright gesichtet. Dies zusammen mit einem Hinweis auf einen Ruf der A5-Gruppe in der vergangenen Nacht, ließ uns wissen, dass zumindest ein Teil der großen Gruppe zurückgekehrt war. Wir wissen schlichtweg nicht, ob der G-Clan einfach an unseren Unterwasser-Mikrophonen vorbeigeschlichen ist, ohne einen Mucks zu machen, eine andere Route genommen hat oder ob sie in einem Meeresarm irgendwo im Osten eine geheime Besprechung hatten (eher unwahrscheinlich). So viele Augen und Ohren, die sich in Wachsamkeit üben, aber keine konkreten Vermutungen. Was wir aber wissen, ist, dass am späten Nachmittag des 23. September die A36-Brüder zusammen mit A12 durch die Johnstone Strait via Blackney Pass zurück geschwommen sind und ein paar Stunden später dann zusammen mit Simoom und ihrer A34-Familie zurückgekehrt sind, mit wundervollem und harmonischem Gesang auf ihrem Weg west- und dann nordwärts. Ob und wann sie zurückkehren werden, wissen wir nicht, aber wir haben ein gutes Gefühl, dass alles in Ordnung ist in ihrer Welt.
„Alles ist gut“ ist eine angemessene Zusammenfassung unserer Eindrücke aus dieser Sommer-Szene. Im Gegensatz zu vergangenen Jahren haben wir diesen Sommer kein rastloses Hin- und Herschwimmen der Gruppen in der Johnstone Strait beobachtet (Richtung Osten an einem Tag, Richtung Westen am nächsten…), weswegen wir uns Sorgen um das Nahrungsangebot gemacht hatten, besonders das Vorkommen von Königslachs. Stattdessen hatten wir fast den Eindruck, die alten Zeiten seien zurück.
Einer der wundervollen Momente dieses Sommers war wieder einmal die Rückkehr von Springer (A73). Es war das 9. Mal, dass Springer nach ihrer Wiedereingliederung in ihre Gemeinschaft und Familie im Juli 2002 zurückgekehrt war. Ihre Anwesenheit ist so regelmäßig geworden, dass wir erwarten, sie jedes Jahr zu sehen und so sind wir dazu übergegangen, unser „Willkommen zu Hause, Springer“-Schild über den Winter stehen zu lassen, anstatt es abzubauen, auf ihre Rückkehr zu warten und es wieder aufzustellen. Wir nehmen es jedoch jedes Jahr kurz ab, um es für ihre Ankunft frisch zu streichen. Dieses Jahr benutzen wir eine andere Farbe, die sich allerdings auflöste, als sie mit Regentropfen in Berührung kam und so war das Schild etwas länger abgebaut als geplant. Ich wurde etwas nervös wegen der Verspätung, denn es war schon August und Springer sollte jeden Moment ankommen – aber dann konnten wir das Schild endlich wieder aufstellen und es sah fantastisch aus! Zufall oder nicht, genau an diesem Abend (9. August) kam Springer in Begleitung von allen anderen Mitgliedern des A4-Pods und auch der A5-Orcas durch den Blackney Pass in die Johnstone Strait. Es war ein paar Stunden vor Mitternacht, die Flut kam gerade und so war ihre Reise einfach. Einige von uns standen auf der Terrasse des Orcalab und spitzten unsere Ohren, um das Atmen der Tiere zu hören. Währenddessen saßen Tomoko und Helena drin und kümmerten sich um die Aufnahmen. Um 22.45 Uhr, vielleicht als Reaktion auf ein Geräusch, warf ich einen Blick nach drin und sah Helena und Tomoko vor Freude strahlen und die Arme in die Luft werfen – Springer war zurück!! Sie war zu diesem Zeitpunkt im Blackfish Sound und eine halbe Stunde später vor dem Orcalab, wo (die Zuhörer schwören es) einige der Orcas eine Pause einlegten, ruhig auf der Wasseroberfläche trieben und einer von ihnen Töne in die Luft abgab, bevor sie weiter schwammen.

In dieser magischen Nacht war es ein Leichtes, sich vorzustellen, dass dies auf jeden Fall Springer gewesen sein musste, die ihr Schild begutachten wollte, durch die Dunkelheit etc. Unwahrscheinlich, ja vielleicht … aber unmöglich? Hmmmm…
Ein weiterer Punkt auf der Liste der schönen Dinge war die Rückkehr von „Uni“, der Möwe, die wir mittlerweile sogar schon länger als Springer in unser Herz geschlossen haben. Sie ist den ganzen Winter hier – im Mai zieht sie fort und kommt dann im August oder September wieder. Dieses Jahr kam sie am 24. August zurück. Uni ist eine fantastische Jägerin, mit einer Jagdtechnik, die keine andere Möwe ihr bisher nachmachen konnte. Sie schwimmt auf der Wasseroberfläche im Seetang herum, die Augen angestrengt aufs Wasser gerichtet. Dann plötzlich steckt sie ihren Kopf ins Wasser und kommt mit einem Seeigel im Schnabel wieder hoch. Diesen bringt sie ans Ufer, bricht ihn auf und frisst ihn. Die anderen Möwen versammeln sich manchmal um sie herum, schauen neidisch und essen die Reste. Uni zuzusehen ist immer ein Highlight unserer Tage, wie auch die Kragenenten, Raben und Fuchsammern – die Liste ist noch viel länger.
Hatte ich den Bootslärm erwähnt? Hier gibt es sogar gute Neuigkeiten. Nach dem 5 große Kreuzfahrtschiffe durch die Johnstone Strait gefahren waren, eins nach dem anderen, und man den Lärm von vorn bis hinten hören konnte, ist nun das Ende der Kreuzfahrt-Saison gekommen und damit auch des Bootslärms.
Der Herbst ist nun da und mit ihm, wie bestellt, spült es die ersten Schulen Ketalachs in die Johnstone Strait. Diese Lachsart ist die zweite Lieblingsspeise der Orcas und wir haben uns daran gewöhnt, dass sich die Orcas am Eingang des Blackney Pass aufhalten und sich Lachse aus den Schwärmen herausnehmen, die vorbei schwimmen. Die G-Gruppe ist besonders angetan von dieser Zeit des Jahres, aber in den letzten Jahren haben wir sie verpasst. Wenn auf diese ersten Anzeichen mehr folgt, wird die G-Gruppe vielleicht bald zurückkommen und andere Tiere auch – und der Herbst wird genauso von Orcas erfüllt sein wie der endlose Sommer es gewesen ist.
Paul und Helena
[Übersetzt aus dem Englischen]
Es gibt Tage, an denen die Welt voller Wal- und Delfinthemen zu sein scheint. Prominenter Nachwuchs mit Delfin-affinem Namen, eine neue Werbekampagne mit einem Sympathieträger aus dem Ozean, der mit Kreide auf den Gehweg gekritzelte Wal vor der Kita meines Sohnes oder der Delfin-Comic in der Zeitung …
Diese Tage sind es, die mich manchmal glauben lassen, dass sich die ganze Welt mit diesen faszinierenden Meeresbewohnern verbunden fühlt. (Falls jemand ebenfalls (und dauerhaft) in diesem Glauben lebt: Es handelt sich um einen Irrglauben, wie ich durch manche Aspekte meiner täglichen Arbeit weiß (-:).
In diesem äußerst angenehmen Glauben halten mich übrigens auch immer wieder liebe Unterstützer und engagierte Walfreunde, die uns mit ihren Ideen und Unterstützungsangeboten überraschen und erfreuen. Wie zum Beispiel YouTube-Nutzer "Gitarrerabahn". Er hat uns einen Link mit einem Walsong geschickt, der von ihm selbst geschrieben, gesungen, eingespielt und bebildert worden ist. Eine faszinierende und sehr persönliche Möglichkeit, sich mit einem Thema, das einem am Herzen liegt, auseinanderzusetzen.
Vielen Dank dafür, wir haben uns sehr über den Wal-Song gefreut und hoffen auf viele Klicks und Kommentare!
Herzliche Grüße,
Christine Diemling

Hi zusammen,
die Delfine sind zur Zeit so unberechenbar, es ist wirklich schwer sichere Sichtungen in Chanonry oder Kessock zu bekommen. Der Grund dafür ist zweifelslos der Schwarm von Makrelen in diesen Bereichen hier und ich bekomme die Delfine nur zu Gesicht, wenn eine Gruppe von Delfinen einen Schwarm dieser sehr leckeren und nahrhaften Fischen aus und in der Meerenge folgt. Ansonsten sind sie draußen auf dem Meer und verteilen sich entlang der Küste – weit aus meinem Blickfeld heraus.

Das Jagen von Schwarm-Fischen wie Makrelen ist anders als die Jagd nach Lachs – ein Verhalten, das wir oft in Chanonry oder Kessock sehen. Die Delfine kooperieren miteinander und arbeiten als Team, um den Schwarm so zu umkreisen, dass jeder Delfin etwas von dem Festessen hat, wie du in dem oberen Foto sehen kannst.
Beste Wünsche,
euer Charlie

Viele kennen das Phänomen wahrscheinlich selbst: Der berufliche Alltag beschränkt sich nicht nur auf die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit, sondern nimmt – bei manchen mehr, bei manchen weniger – auch Einfluss auf die Freizeit.
Bei einigen meiner Kolleginnen ist dies seit einigen Wochen ganz besonders der Fall. Denn Laura, Ruth und Petra trainieren nach Feierabend - mit tatkräftiger Unterstützung diverser Mitläufer und Mitläuferinnen - für den München-Marathon am 9. Oktober. An diesem werden sie zwar in unterschiedlichen Disziplinen teilnehmen, aber alle laufen für unsere aktuelle Kampagne, die sich gegen Delfinarien in der EU richtet.

Auf walhelfer.blogspot.com berichten sie regelmäßig und sehr unterhaltsam von neuesten physiologischen Erkenntnissen (X-Beine!), den perfekten Lauf-Schuhen oder den "Aufs und Abs" im Trainingsalltag. Manchmal bedaure ich fast, nicht auch selbst vom im WDCS-Büro grassierenden „Lauffieber“ infiziert worden zu sein (an Regentagen beglückwünsche ich mich allerdings zu meinen "Abwehrkräften", die mich bislang vor dieser sportlichen Herausforderung bewahrten ).

Übrigens, bei Erreichen ihres persönlichen Spendenziels (1 EUR für jeden der 289 in der EU in Gefangenschaft lebenden Delfin) stehen die Chancen gut, dass sich meine Kollegin Ruth 2012 zur Marathon-Distanz überreden lässt. Überzeugungsarbeit für schweißtreibende 42,195 km können Sie leisten, indem Sie hier Ruths persönliches Spendenziel erfüllen helfen!
Mit herzlichen Grüßen,
Christine Diemling

Hallo Zusammen,
nach einem nichtssagenden Tag gestern in Chanonry war es schön, Kesslet und Charlie zu sehen.
Hier sind immer noch paar Leute, die die Delfine unbedingt sehen wollen und es ist zur Zeit wirklich ein Kampf, den Leuten zu sagen, was sie zu tun haben. Auf dem Foto kannst du zwei andere Patendelfine aus England sehen, Kesslet und ihr Sohn Charlie, welche gerade vor der Kamera von Daron Lomax ( in der weißen Jacke) geblitzt werden. Daron Lomax ist gerade im Urlaub mit seiner besseren Hälfte Lisa. Die Zwei haben gerade wirklich den Delfin“Ärger“.
Lisa versuchte, so schnell sie nur konnte, mit ihrer Videokamera zum Strand zu rennen, um die beiden noch zu sehen, bevor sie davonschimmen und schaffte es auch, einen Film in sehr grauem Licht aufzuzeichnen. Der Regen kam, nachdem Charlie und Kesslet verschwunden waren, deswegen gab ich auf und ging zurück nach North Kessock, um einen heißen Kaffee zu trinken.

Liebste Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo an alle,
ich hatte einen herrlichen Tag um Chanonry herum, nicht zu windig, die Sonne kam raus, ich konnte meine dicke Jacke ausziehen (!),ich habe ein paar kleine Schweinswale gesehen, mit ein paar Leuten geplaudert, keine Delfine gesehen L aber was ich gesehen HABE war ein phantastischer „Hundekampf“ zwischen zwei dunkel gefärbten Schmarotzerraubmöwen, von denen eine gerade einen Sandaal von einer kleinen Seeschwalbe geklaut hat…großer Tyrann!

Schmarotzerraubmöwen sind Piraten, die andere Vögel für das Essen, das sie tragen „ausrauben“. Manchmal arbeiten sie in Paaren - wie diese beiden hier - aber dann fangen sie a, darüber zu streiten, wer eigentlich den Sandaal geklaut hat und es gab viel Gekreische und gegenseitiges Picken, als sie sich miteinander verkracht haben. Die Natur ist rauh, was?
Beste Wünsche,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
mein kleiner Namensvetter ID 1025 „Charlie“ wird bald vier Jahre alt, und ich habe ihn immer „winziger Charlie“ genannt, aber inzwischen ist er fast genauso groß wie seine Mutter, Kesslet.
Die beiden waren heute Morgen kurz im Kessock und gerade als ich darüber nachdachte rauszugehen und sie zu fotografieren, fing es wieder in Strömen an zu regnen.

Die Vorhersage für die nächsten Tage ist ziemlich düster, da der Ausläufer eines Wirbelsturms Teile von Großbritannien trifft, auch die Highlands hier oben. Dann mache ich mal wieder die Schotten dicht …
Beste Wünsche
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
es ist ein schrecklicher, feuchter und stürmischer Tag hier oben und die Wettervorhersage für morgen ist auch nicht gerade hervorragend.
Schlechtes Wetter scheint unsere Delfine aber nicht allzu sehr zu stören, wie dieses neue Bild von “Flake” (ID 990) zeigt, der die hohen Wellen wirklich zu genießen scheint.

Beste Wünsche
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
ich verrate wohl mein Alter mit dem Titel dieses Posts ... aber heute war es wirklich so, als ob die Delfine in einem sehr windigen und welligen Chanonry den zeitlosen Klassiker der Beach Boys gehört hätten. Das Bild unten zeigt Moonlight und ihren einjährigen Sohn, der wirklich riesig wird - schwer zu glauben, dass er erst ein Jahr alt ist, allerdings war sein großer Bruder Mellow Yellow auch ein strammer Bursche.

Morgen werde ich ein bisschen mit der BBC filmen, also hoffe ich, dass sich das Wetter gut benimmt.
Beste Wünsche
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
in den letzten paar Tagen bin ich an der Westküste von Schottland gewesen, um Weißschwanz-Seeadler zu fotografieren und um einen Vorteil aus einem sehr netten Angebot zu ziehen, dass mir erlaubte, einen ganzen Tag mit dem Boot von Insel zu Insel zu fahren und alles zu fotografieren, was mir vor die Linse kam.
Als Erstes möchte ich mit dem Greifvogel beginnen, den ich schon seit langer Zeit fotografieren wollte: ein prachtvoller und RIESIGER Weißschwanz-Seeadler. Ich war in angenehmer und fachkundiger Gesellschaft des RSPB-Mitarbeiters Lewis Davies, als wir auf dem Boot „Brigadoon“ von Portree auf der Insel Skye rausfuhren, um zu sehen, ob es dort einige von diesen erstaunlichen Vögeln in der Nähe gäbe. Oh ja …sie waren in der Nähe, um nach Fisch Ausschau zu halten, und sie kamen SO nah an uns heran, dass wir direkt in ihre großen, goldenen Augen schauen konnten. Wow!

Am nächsten Tag war ich von Elgol aus auf dem großen AquaExplore RIB (Festrumpfschlauchboot) unterwegs, das privat gemietet wurde und von Insel zu Insel fuhr. Es war trübe, aber sehr ruhig, also großartig um Wale und Delfine zu beobachten. Das Boot glitt mühelos durch das Wasser und wir haben viele Delfine und dann unseren ersten Zwergwal nahe der Insel Eigg gesehen, ein wundervolles Tier mit einer zackigen Rückenflosse, sodass es leicht identifizierbar ist. Wir haben einen weiteren Wal in der Nähe entdeckt, aber er war schwer zu fotografieren.

Zu guter Letzt stießen wir auf eine herrliche Gruppe Gemeiner Delfine zwischen Rum und Canna und sie waren eine gute Gesellschaft, aber schrecklich schwer zu fotografieren, da sie überall gleichzeitig waren!

Also, ein paar tolle Tage, aber nun zurück zu meinen eigenen großen, schönen Delfinen … zu Hause ist es doch am schönsten!
Beste Wünsche
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
die Sichtungen um Chanonry herum sind aufgrund der kontinuierlich zurück gehenden Lachs-Bestände wieder etwas weniger geworden. Ich schätze mich glücklich, dass ich jeden schönen Tag aus meinem Studio Sicht auf Kesslet und Charlie habe. Heute Morgen wurden die beiden von Scoopy besucht, der gerne hier vorbei kommt. Vor ein paar Tagen haben sie ihren Spielgefährten in den Hafenbereich mitgenommen, aber ich denke nicht, dass es ihm gefallen hat. Da hing er doch lieber am Eingang zum Iverness Yachthafen rum und blödelte mit Charlie, welcher von rechts über ihn drüber sprang, wie du in dem Bild sehen kannst.

Das Wetter hier für die nächsten Tage sieht ein bisschen durchwachsen aus, aber die Gezeiten nächste Woche sind wirklich gut, hoffentlich sehen wir daher mehr Taten von unseren schönen großen Delfinen.
Beste Wünsche
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
diesmal gab es wieder ein paar lohnenswerte Fischfänge in Chanonry. Mein heutiges Foto zeigt Zephyr mit einem großen Lachs, mit dem sie wahrscheinlich bei allen angeben will.

Patendelfine kamen mir gestern leider keine vor die Linse. Happy und ihr kleiner Sohn sahen aber für fünf Minuten kurz vorbei und entfernten sich dann wieder von der Küste. Jetzt beende ich noch schnell meinen Kaffee, bevor ich wieder zurück nach Chanonry Point gehe. Leider sieht es schon wieder regnerisch aus...
Beste Wünsche
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
durch die Meerenge von Chanonry schwammen gestern mehrere Gruppen von Lachse. Und Happy, Speedy und Co. Hatten ihre Freude bei der Jagd.
Auf dem Foto habe ich Mischief erwischt, wie er einen kleinen Lachs direkt vor sich auf das Wasser wirft.

Hoffentlich sehen wir mehr dieser Jagdaktivitäten in den kommenden Tagen und wenn das Wetter mitspielt, dann fange ich sie auf einer Kamera für euch ein! Manchmal macht mir nämlich das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Gestern zum Beispiel konnte ich von der Kessok Bridge aus Kesslet und Charlie beobachten, als sie vergnügt im Wasser spielten, aber es hat so stark geregnet, dass ich nicht die Möglichkeit hatte zu fotografieren.
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Eine seltene Begegnung im April lieferte den ersten Hinweis, dass der A5-Pod einen unerwarteten Verlust erlitten hatte. Das junge Weibchen Nodales (A51) war nicht bei ihrer Familie, obwohl alle Tiere der A5-Mutterlinien (=eine Linie von Nachkommen, die sich von einem Orcaweibchen ableitet und in denen jeweils das älteste weibliche Tier mit Nachwuchs die Führung übernimmt) anwesend waren. Nodales und ihr Baby, das 2010 geboren wurde, fehlten beide. Verdrängung und erst einmal keine weiteren Sichtungen der Gruppe hielten die vage Hoffnung am Leben. Vielleicht hatten wir sie aufgrund der stürmischen See an diesem Tag einfach übersehen. Als der Frühling kam und die Wale weiter im Norden zusammen kamen, gab es mehr beunruhigende, aber noch nicht bestätigte Nachrichten bezüglich Nodales. Die Gruppe hatte sich mittlerweile in kleinere Gruppen aufgeteilt und so war es schwierig, eine endgültige Schlussfolgerung zu ziehen. Die Anspannung stieg und die Realität wurde klar, als mehr und mehr Berichte eintrafen. Nodales Bruder, Surge (A61), wurde gesehen, wie er mit seinen A5-Cousins der A8-Mutterlinie schwamm und Nodales ältester Nachwuchs, Codero (A85), wurde beobachtet, wie er mit der Familie von Ripple (A43) unterwegs war. Es wurde immer wahrscheinlicher, dass die Familienbande, die Nodales gepflegt hatte, auseinander gebrochen waren und die Überlebenden neue Gruppen gefunden hatten.

Bevor ersten Orcas der Sommer-Saison 2011 eintrafen, reiste ich am 8. Juli zur Tagung der Internationalen Walfangkommission auf die Insel Jersey (UK). Die ersten Rufe, außer Sichtweite aus dem Blackfish Sound kommend, führten zu gespannter Erwartung und großer Aufregung. Die Orcas und somit der Beginn der Saison hatten länger auf sich warten lassen als gewöhnlich. Die Geduld wurde jedoch durch ein wunderschönes ruhiges Vorbeiziehen der Orcas nahe des Ufers von Hanson Island belohnt. Surge schwamm voraus, vor Kira (Havannah), und für einen kurzen Moment flammte die Hoffnung wieder auf, die Gerüchte könnten falsch sein und Nodales würde jeden Moment auftauchen. Dies passierte aber nicht und in die Freude über die erste Begegnung mit den Orcas der Saison mischte sich bald schmerzliche und permanente Traurigkeit.
Nodales hatte eine tragende Rolle innerhalb des A5-Pods, da sie das Oberhaupt einer der 3 Mutterlinien des Pods war. Diese Verantwortung wurde ihr übertragen, als sie 1997 mit 11 Jahren ihre Mutter Sharky (A25) verlor. Diese starb unerwartet früh im selben Alter (25 Jahre) wie jetzt ihre Tochter Nodales 14 Jahre später. Nach Sharkys Tod musste sich Nodales um ihren 3jährigen Bruder Surge kümmern. Zuerst wurden die beiden Waisen oft am Ende der Gruppe gesehen, wenn diese unterwegs war, und es schien, als wäre Nodales nicht so ganz überzeugt von ihrer Position. Später wurde die Distanz zwischen ihr und den anderen Gruppen-Mitgliedern geringer und als sie 2005 ihr erstes Kalb, Codero, bekam, war sie vollständig in die Gruppe integriert.
2002 spielte Nodales eine wichtige Rolle bei der Wiedereingliederung des verwaisten Orcas Springer in die Orca -Gemeinschaft. Nur 3 Tage nach ihrer Freilassung war Springer an Nodales Seite und blieb dort für die nächsten Wochen. Es schien eine gute Kombination zu sein mit den beiden. Nodales half Springer, die Gewohnheit wieder abzulegen, nah an Boote heran zu schwimmen. Dieses Verhalten hatte Springer während ihrer Isolation im Pudget Sound entwickelt.
Der Verlust von A51 im Alter von nur 25 Jahren, einem Weibchen, das gerade den Höhepunkt seines Lebens erreicht, ist ein weiterer schwerer Verlust für den A5-Pod, der, seit wir ihn kennen, schon öfter schwer vom Schicksal getroffen wurde. Die Fang-Aktionen von 1968 und 1969 hatten fatale Auswirkungen auf die Gruppe: Eine Mutterlinie wurde komplett entfernt und Teile von 4 anderen. Von den 12 Mitgliedern des Pods, die in Gefangenschaft genommen wurden, lebt heute nur noch Corky (A16).
Die Freilassung der erwachsenen Weibchen A9 (Eve), A8 (Licka), A23 (Stripe) und A14 (Saddle) nach der Fang-Aktion 1969 gab der Gruppe die Chance zum Überleben. In den Jahrzehnten seither ging es auf und ab, nahm die Zahl der Gruppen-Mitglieder mal zu und mal gab es wieder Rückschläge. Nach dem Tod von A9 im Jahr 1990 sah man ihre Söhne A5 und A26 (Top Notch und Foster) mehrere Jahre lang zusammen, aber als beide dann starben war dies das Ende der A9-Mutterlinie. Und nun, nach dem Tod von A51 und der Trennung von Surge und Codero sieht es so aus, als wäre eine weitere Mutterlinie (die A14-Mutterlinie) verschwunden. Möglicherweise ist Codero ein Weibchen, aber bisherige Beobachtungen, die Codero meist mit männlichen Tieren zusammen ausmachten, sprechen eher dagegen.
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo an alle,
die letzten paar Tage in Chanonry waren unterhaltsam, mit ein paar kleinen Aktionen, um die Stammgäste und Besucher bei Laune zu halten.
Leider hat das Wetter mal wieder nicht mitgespielt und ein pechschwarzer Himmel über dem Leuchtturm bei Chanonry ließ bereits Böses ahnen – die wasserscheuen Delfinbeobachter rannten zu deren Autos zurück, die wetterfesten Beobachter – so wie ich - konnten weiter entfernt in der Nähe von Fort George zwei junge Delfine beobachten, die einen richtigen Streit hatten (so was erlebt man nicht oft). Deswegen blieb ich dem Wetter zum Trotz und machte ein paar faszinierende Bilder von einem Delfin, der in die Luft sprang und seinen Körper dabei zu einem S formte. Das wird bei Wissenschaftlern normalerweise als ein Signal interpretiert, dass der Delfin über irgendwas (oder jemanden) nicht zufrieden ist.

Wenn du genau hinsiehst, dann entdeckst du wahrscheinlich auch den zweiten Delfin unten rechts im Bild. Er hat seinen Mund offen und zeigt Zähne. In der Wildnis ist der offene Mund oft eine Drohung gegenüber anderen Artgenossen und bedeutet so viel wie: „ Verschwinde Kumpel, oder du wirst gebissen.”
In Gefangenschaft erzählen die Firmen, denen das Aquarium gehört, den Kunden natürlich, dass die Delfine lächeln, wenn sie das tun- was für ein Unsinn!
Liebe Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
es regnet hier immer noch in Strömen und das den ganzen Tag- wann wird das endlich aufhören? Für die Delfine ist Wasser ihr Element – sie beachten den Regen daher nicht, wie Happys kleiner Junge auf diesem neuen Foto, er ist ein richtiges Wasser-Baby.

Heute Abend halte ich einen Vortrag über unsere örtliche freiwillige Küstenwache. Es sollte ein schöner Abend werden und ein Vorwand, das Wetter für eine Weile zu vergessen.
Beste Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
gestern hatte ich einen schönen Tag am Chanonry Point. Ich konnte die Delfine beim Jagen der Fische beobachten. Über zwei Stunden waren Rainbow, Speedy, Mischief und Happy vor meinen Augen (und meiner Kameralinse) damit beschäftigt. Auf dem Foto anbei sieht man Moonlight wie sie gerade, gemeinsam mit ihrem Zephyr und Breeze, aus dem Wasser springt.

Das Wetter ist heute leider schlecht, gemeinsam mit ein paar WDCS-Gästen aus Deutschland habe ich geplant aufs Wasser hinaus zu fahren, da werden wir wohl leider etwas nass werden.
Liebe Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen!
Speedy belästigte heute Zephir wieder, ich sah ihn bei Chanonry Point zusammen mit Chewbacca, Yoda, Happy und ihrem kleinen Sohn, Porridge, und ihrem Kalb sowie einigen Anderen. Eine große Gruppe Delfine war gekommen und verabschiedete sich gerade, als ich kam. Tall Fin und ihr neugeborenes Kalb, es ist erst wenige Wochen alt, kamen auch vorbei - es war schön, sie zu sehen. Speedy versuchte, Zephirs Aufmerksamkeit zu wecken, indem er seinen Oberkörper hart auf das Wasser aufklatschen ließ. Auf meinem Foto kann man das sehr gut sehen:

Bis bald mit lieben Grüßen
Euer Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo,
jetzt im Hochsommer ist die Zeit des Jahres, wenn männliche Delfine versuchen, um das Mädchen ihrer Wahl zu werben… Heute hab ich zum Beispiel Mischief dabei beobachtet, wie er mehrmals aus dem Wasser sprang und neben Midnick- einer schönen, großen Delfindame - auf dem Wasser aufschlug. Midnick hat sich davon aber nicht sehr beeindrucken lassen. Aber, wie sagt man so schön – Geduld ist eine Tugend – und so wird er hoffentlich sein Mädchen am Ende bekommen. Viel Glück, großer Junge!

Beste Grüße
Euer Charlie

Hallo zusammen,
diese Woche habe ich eine aufregende Ausfahrt gemacht und konnte Speedy, Mischief, Rainbow, Spirits große Tochter Sparkel, Kesslet und Moonlight mit ihrem Sohn beobachten. Es war ein vielseitiger und langer Tag auf dem Wasser und zum Schluss konnte ich sogar noch einen sehr alten Freund begrüßen. Jigsaw kam ganz nah an unser Boot geschwommen, um sich nach langer Zeit mal wieder von seiner besten Seite zu zeigen. Darüber war ich sehr glücklich!

Gleichzeitig gab es diese Woche leider ein sehr trauriges Ereignis. Im Norden von Schottland in der Nähe von Durness ist eine große Gruppe von Grindwalen gestrandet. In Zusammenarbeit mit einer Gruppe namens BDMLR konnte das Team der WDCS viele Wale wieder zurück ins Wasser bringen, einige sind aber leider an Land gestorben. Die Gruppe von Grindwalen hatte sich in einen sehr seichten Meeresarm verirrt und hatte den Weg hinaus auf das offene Meer allein nicht mehr gefunden.
Liebe Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen!
Es tut mir Leid, dass es in den letzten Wochen keine Neuigkeiten gab – ich musste unerwartet weg und habe eine Woche lang keinen Delfin mehr gesehen – schrecklich, oder?
Heute Morgen habe ich es nach Chanonry geschafft, nachdem ich Kesslet und Charlie in North Kessock gesehen habe. Vier andere Delfine habe ich leider verpasst. Sie verließen gerade den Point. Aber Zephyr und ihr Sohn Breeze waren zusammen mit "Scoopy" oder auch ID#748, unter welchem Namen ich ihn kenne, dort. Es war sehr grelles Licht und die Fotos sehen “schwarz und weiß” aus… Breeze fing an, neben seiner Mutter zu spielen. Er warf Quallen und Sandaale herum und spielte mit Seegras. Dann nahm er eine Alge und wickelte sich in ihr ein, wickelte sie um seinen Schwanz, seine Rückenflosse, seine Brustflosse… und zeigte seiner Mutter all diese tollen Sachen!

Das zeigt wieder, wie intelligent Delfine sind (ich habe das vermutlich schon oft gesagt). Sie nehmen sich wirklich Zeit, um zu spielen - das machen nur sehr wenige Tiere auf diesem Planeten. Außer von Kesslet gab es in letzter Zeit in North Kessock kein Zeichen von einem der anderen Patendelfine, es ist wirklich ruhig für diese Zeit des Jahres, obwohl mir einige erzählt haben, dass sie an einem Morgen ungefähr 36 Delfine gesehen hatten, die den Point bei Chanonry passierten und dann alle wieder zurück schwammen. Jetzt, wo ich wieder zurück bin, werde ich wieder nach euren Patendelfinen Ausschau halten und hoffe, euch bald wieder von Neuigkeiten erzählen zu können!
Viele Grüße
Charlie

Hallo zusammen!
Ich bin es so gewohnt Fotos zu machen, dass ich vergesse, dass manche Leute mich sehen und ein Foto machen werden – oft in wirklich unvorteilhaften Posen, aber ich mag dieses Foto von mir, auf dem ich meine Innentasche nach etwas Süßem durchstöbere, von Wendy Anderson wirklich…

Wir konnten die Delfine gestern in Chanonry bei der Jagd beobachten, darunter auch unser Mischief. Später, als ich wieder zurückgekommen bin, waren ungefähr neun Delfine im Kessock Channel, einer von ihnen war Happy und sie hatte ihren kleinen Sohn bei sich. Es ist so schön, wieder mehr Delfine im „Channel“ zu sehen.
Viele Grüße
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen!
Es war ein schrecklicher Morgen in Chanonry – windig und regnerisch und das Glas der Kameralinse wurde immer wieder nass… das ist nicht gut, um Fotos zu machen. Trotzdem habe ich es geschafft ein paar Fotos zu machen und das hier von Happy, die die Leute am Strand anschaut, ist mein Lieblingsbild.

Wer beobachtet jetzt wen?
Viele Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]
Hallo zusammen!
Der Titel hört sich ein bisschen nach einer Geistergeschichte an… egal, Kesslet und Charlie haben heute fleißig im Kessock Channel gejagt – keine Zeit oder überflüssige Energie fürs Wellenreiten oder anderen Unsinn. Kesslet hat eine Lachsforelle gefangen und dem armen Fisch den Kopf abgebrochen, was unüblich ist. Das macht es nämlich schwieriger, den Fisch runter zu schlucken, weil scharfe Knochen und Kiefer herausstehen können, und es zeigt uns, wie hungrig sie ist, dass sie sich die Mühe macht, die Lachsforelle trotzdem zu essen.

Heute war es sehr sonnig und warm mit sehr grellem Licht auf dem Wasser und es war schwierig, dass die Kamera auf die richtigen Stellen scharf stellt –ich bin niemals zufrieden, oder?
Viele Grüße,
Charlie
[Übersetzt aus dem Englischen]