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Häufig gestellte Fragen |
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Delfine – verehrt und verfolgt
Die wichtigsten Fakten
1. Wie viele Delfine fängt Japan?
Noch immer erteilt die japanische Regierung jährlich die Fangerlaubnis für 20.000 Delfine und Schweinswale. Die Fischer verschiedener Provinzen töten derzeit etwa 13.000 Tiere pro Jahr.
2. Welche Meeressäuger werden in Japan gejagt?
Am häufigsten werden Dall-Hafenschweinswale getötet – sie machen 80 Prozent der getöteten kleinen Meeressäuger aus – außerdem Große Tümmler, Streifen- und Schlankdelfine, Grindwale, Rissos-Delfine, Baird-Schnabelwale und Kleine Schwertwale.
3. Wie werden die Tiere getötet?
Bei den Treibjagden werden Delfine mit Fischerbooten in eine Bucht getrieben und dort mit Speeren und Messern getötet. Auf Hafenschweinswale werfen die Fischer mit der Hand Harpunen, an denen ein Seil hängt. So ziehen sie getroffene Delfine ans Boot und töten sie mit Messern.
4. Wo finden die Massaker statt?
In Japan sind sechs Provinzen an der Delfinjagd beteiligt: Chiba, Hokkaido, Iwate, Miyagi, Okinawa und Wakayama. Treibjagden finden nur in Wakayama statt, derzeit dort nur noch im Fischerdorf Taiji – dem Schauplatz von DIE BUCHT - THE COVE. In Futo, einem zweiten Fischerdorf in Wakayama, wurden seit 2000 die Delfinmassaker weitgehend eingestellt, nachdem Videos die Grausamkeit der Jagd in Futo enthüllten. Die Bilder lösten eine internationale Protestwelle aus und Fischer des Ortes begannen, Wal- und Delfinbeobachtungsausflüge anzubieten, anstatt die Tiere zu töten.
5. Warum fängt Japan so viele Delfine?
Supermärkte in ganz Japan bieten Delfinfleisch an, obwohl das Fleisch der Tiere hochgradig mit Quecksilber und anderen Giftstoffen belastet ist. Um den Konsum zu steigern, lässt die japanische Regierung Delfin- und Walfleisch seit einigen Jahren in Kantinen von Schulen und Krankenhäusern verteilen – trotz der Gesundheitsrisiken für die Verbraucher.
6. Was weiß die Öffentlichkeit in Japan?
Die Bevölkerung in den japanischen Städten weiß weder wie grausam die Delfinjagd ist, noch welch enorme Schadstoffbelastung in Delfinfleisch steckt. Dabei übersteigen die Quecksilbermengen in Delfinfleisch die zulässigen japanischen Grenzwerte um das bis zu 5.000-Fache.
7. Welche Rolle haben Delfinarien für die Treibjagd?
Delfinarien in aller Welt machen die Delfinjagd in Taiji erst richtig lukrativ: Während die Nachfrage nach Delfinfleisch gering ist, bringt ein lebender Delfin nach einer kurzen „Trainingsphase“ im Aquarium des Walmuseums von Taiji auf dem Weltmarkt bis zu 150.000 US$ und mehr ein. Im Schnitt werden in Taiji 75 Tiere pro Jahr für Delfinarien gefangen.
8. Wie sehr leiden Delfine in Gefangenschaft?
Frei lebende Delfine sind schnelle und ausdauernde Schwimmer, die täglich bis zu 100 Kilometer zurücklegen und Spitzengeschwindigkeiten von 60 km/h erreichen. In Gefangenschaft ist ihr Bewegungsdrang stark eingeschränkt. Die Wasserqualität in Delfinarien ist so schlecht, dass selbst ein ungeübter Betrachter an der fleckigen pigmentarmen Haut einen in Gefangenschaft gehaltenen Delfin erkennt. Freie Delfine leben in einem komplexen sozialen Umfeld und unterscheiden zum Beispiel zwischen Bekanten und Freunden, die Tiere in Gefangenschaft sind willkürlich zusammengesetzt. Die mangelnde Unterwasserwelt eines Delfinariums bedeutet für die Tiere Reizarmut und Monotonie.
9. Was macht Delfine so besonders?
Es gibt gegenwärtig 41 bekannte Delfinarten – vom Winzling Hektor-Delfin (ein Meter) bis zu den imposanten Orcas (acht Meter). Delfine beeindrucken durch ihr ausgeprägtes Sozialverhalten, Intelligenz, Neugier und Eleganz im Wasser. Ihre Sprung- und Spielfreude sowie ihr scheinbar ständiges Lächeln (die nach oben verlaufende Mundlinie, die sich auf Grund der fehlenden Gesichtsmuskulatur nicht verändert) machen sie zu Sympathieträgern.
10. Wie sinnvoll ist eine Delfintherapie?
Immer häufiger werden gefangene Delfine bei der Behandlung vor allem behinderter Kinder eingesetzt. Doch bis heute gibt es keinen wissenschaftlichen Beweis, dass die von Eltern und beteiligten Therapeuten beobachteten Krankheitslinderungen dauerhaft sind und nicht auch mit anderen Tieren (z.B. Hunden, Pferden) hätten erreicht werden können. Außerdem birgt die Therapie mit Wildtieren ein höheres Verletzungsrisiko als mit Haus- und Nutztieren, die die Nähe zu uns Menschen gewöhnt sind. |
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