Am 7. März 2010 hat die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ den Doku-Thriller „DIE BUCHT“ mit einem Oscar für den „Besten Dokumentarfilm“ ausgezeichnet. Nicht nur Regisseur Louie Psihoyos und Hauptdarsteller und ehemaliger Delfintrainer Ric O’Barry stehen nun im Rampenlicht, sondern mit ihnen auch das dunkle Geheimnis jener Bucht im japanischen Fischerort Taiji. Das Versteckspiel hat ein Ende!
Viele Japaner haben durch den Ökothriller "DIE BUCHT" zum ersten Mal von der brutalen Delfinjagd in ihrem Land und der hochgradigen Vergiftung des Delfinfleisches erfahren. "DIE BUCHT" deckt schonungslos auf, wie die weltweite Delfinarienindustrie mit den alljährlichen Treibjagden im japanischen Fischerort Taiji verflochten ist. Dieser brutalen Praktik fallen jedes Jahr rund zweitausend Delfine zum Opfer.
Delfinarien in anderem Licht sehen
„Durch den Dokumentarfilm DIE BUCHT wird einer breiten Öffentlichkeit bewusst, dass der Wildfang von Delfinen für Delfinarien eine Form von Walfang mit verzögerter Todesfolge ist“ so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. „Wir hoffen, dass mit dem Film die Besucherzahlen in den Delphinarien zusammenbrechen und die Ausbeutung der Delphine als Clowns und „Doktor Delphin“ bald der Vergangenheit angehört“.
Preisgekrönter Dokumentarfilm
„DIE BUCHT“ ist im Vorfeld der Oscar-Verleihung bereits mit 46 Preisen auf internationalen Filmfestivals ausgezeichnet worden. Mit dem „Director Guilde Award“ für Regisseur Louie Psihoyos und dem „Writer Guilde Award“ für das Drehbuch bekam der Öko-Thriller schon vor dem Oscar zwei der bedeutendsten Auszeichnungen für einen Film in Amerika. Damit wird „DIE BUCHT“ zu einem der „höchstdekorierten“ Dokumentarfilme aller Zeiten.
Oscar konfrontiert japanische Regierung mit unbequemen Fragen
Die Oscar-Preisverleihung, die am Abend des 7. März 2010 in Los Angeles stattfand, ist in Japan die meist gesehene Fernsehsendung. Die Tierschutzverbände WDCS, Pro Wildlife und OceanCare – offizielle Partner von „DIE BUCHT“ – hoffen daher, dass die japanische Regierung durch die Auszeichnung des Films mit einem Oscar nun noch stärker unter Druck gerät.
„Bislang konnte die Regierung kritische Medienberichte über die Delfinjagd im eigenen Land unterdrücken. Nun wird sie mit unbequemen Fragen konfrontiert werden“, sagt Pro Wildlife Sprecherin Sandra Altherr. „Zum Beispiel, warum das Quecksilber- und PCB-verseuchte Delfinfleisch in Supermärkten verkauft und an Schul- und Krankenhauskantinen verteilt werden darf.“
Auszeichnung und Appell
„Die Verleihung des Oscars für den besten Dokumentarfilm an DIE BUCHT ist nicht nur Auszeichnung, sondern auch ein Appell! Ein Appell für einen anderen Umgang mit Delfinen“, sagt Nicolas Entrup, Sprecher der WDCS in Deutschland und fügt hinzu: „Die Hoffnung auf Veränderungen in Japan und auch in anderen Regionen dieser Welt, den Fang und die Tötung von Delfinen zu stoppen, bleibt bislang leider noch eine Vision.“
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