13. Juli 2011

IWC Update: Mehr Transparenz, aber Maulkorb für NGOs

Am dritten Tag der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) wurde der Vorschlag Großbritanniens angenommen, der einen transparenteren Umgang mit Informationen vorsieht und die Möglichkeiten der Einzahlung von Mitgliedsbeiträgen durch Vertragsstaaten auf den Banktransfer reduziert. Zuvor wurde in meist intransparenten, geschlossenen Treffen der IWC-Delegierten noch das Rederecht von NGOs zu allen Tagesordnungspunkten während der offiziellen Debatten aus dem Vorschlag eliminiert. Erneut zog die Unfähigkeit der Europäischen Union sich in Verhandlungen effizient zu koordinieren den restlichen Staatenvertretern den Nerv.

Ende gut alles gut?

„In der IWC ist dieser Beschluss ein großer Erfolg, während in jedem anderen Gremium derartige Praktiken seit Jahren oder Jahrzehnten bereits der status quo sind. Große Sprünge sind das nicht“ kommentiert Nicolas Entrup, WDCS Deutschland, den heutigen Beschluss.

Zähe Verhandlungen

„Die Walfangkommission wäre gut beraten, auch das Thema Walfang zu diskutieren, immerhin werden weiterhin Hunderte Wale für kommerzielle Zwecke getötet, doch dies wurde hier noch nicht einmal angesprochen“, sieht Entrup weiterhin Verzug in den Verhandlungen.

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