04. Dezember 2007

Aus Kuba exportierter Delfin verstorben

Die WDCS ist betrübt über die Nachricht, dass einer der sechs Großen Tümmler gestorben ist, die vor kurzem aus Kuba in das Curacao-Meeresaquarium auf den Niederländischen Antillen exportiert worden sind. Das Meeresaquarium verkündete den Tod des Delfins am Samstag, den 24. November 2007, in einer Presseaussendung. Der Delfin hat nur zwei Wochen in dem Delfinarium überlebt.

Die nach Curacao exportierten Delfine waren ohne Zweifel mit der Absicht, sie in ein Delfinarium zu bringen, aus der Wildnis gefangen genommen worden. Fang und Export fanden statt, obwohl keine Informationen über den Bestand der Tiere in kubanischen Gewässern vorliegen. Dies wurde vor kurzem in einem Bericht im „Latin American Journal of Aquatic Mammals“ bestätigt. Die Autoren des Berichts raten ausdrücklich dazu, den internationalen Handel mit Großen Tümmlern aus Kuba einzustellen und folgern, dass “ die vorhandenen Daten über Meeressäuger der internationale wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht ausreichend sind, um den Langzeiteffekt laufender Fangquoten von Tursiops truncatus (Großer Tümmler) in kubanischen Gewässern abschätzen zu können“.
 
Die WDCS hat erst kürzlich einen Bericht über Dolphin Assisted Therapy (DAT) veröffentlicht, für dessen Zweck die Delfine importiert wurden. Daraus geht hervor, dass dieser Markt ungeregelt ist, keiner Kontrolle unterliegt und einen negativen Einfluss sowohl auf die für DAT-Programme in Gefangenschaft gehaltenen Delfine als auch auf die Menschen hat, die Umgang mit den Tieren haben – beide Seiten können als sehr verletzliche Individuen betrachtet werden. Außerdem weist die WDCS darauf hin, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass DAT einen positiven Langzeiteffekt auf Kranke ausübt, noch dass Krankheiten oder Behinderungen dadurch geheilt werden  können.

Die WDCS hat kürzlich die Verordnung über den Delfinfang des Umweltamtes der Niederländischen Antillen begrüßt, laut welcher die Zulassung des Meeresaquariums die Einführung aus der Karibik gefangener Delfine verbietet. Darüber hinaus werden Anträge für weitere Delfinarien in den Niederländischen Antillen nicht in Betracht gezogen. Wir sind nun sehr enttäuscht darüber, auch weitere Verstöße seitens der Curacao Delphinarium-Industrie gegen die Erhaltung und das Wohlergehen karibischer Delfine festzustellen und rufen die Regierung dazu auf, wirkungsvolle Schritte in die Wege zu leiten und die Vereinbarkeit mit dem Specially Protected Areas and Wildlife Protocol’s von UNEP eingehalten werden. Dieses untersagt sowohl den Fang als auch die Haltung von Delfinen.

Informationen über Wale und Delfine in Gefangenschaft

Quelle: WDCS

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01. August 2010
 
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Jenny
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