18. Februar 2008

Bahnbrechende Karte zeigt die Zerstörung der Meere durch den Menschen

Zum ersten Mal ist es Wissenschaftlern gelungen, eine Karte zu erstellen, die die durch den Menschen verursachte Zerstörung der Weltmeere zeigt. Diese ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit eines Teams von US-Wissenschaftlern, die 17 Arten von durch menschliche Aktivitäten hervorgerufene Schädigungen untersuchten. Darunter sind Abwässer, die dem Meer vom Land her zufließen, Meeresverschmutzung, die Erwärmung von Strömungen durch den Klimawandel, Ölplattformen und Fischerei. Die Forscher präsentierten die Ergebnisse vor Kurzem bei einem Meeting der Amerikanischen Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft.

Hier können Sie die Karte auf www.independent.co.uk sehen.

Zentrales Ergebnis der Studie ist, dass bereits mehr als 40 % der Ozeane von der Umweltzerstörung gezeichnet sind.

Die 17 Arten der Umweltezerstörung, welche auf der Karte dargestellt werden, sind:

Klimawandel
Versauerung der Ozeane
Ultraviolette Strahlung
Wassertemperatur

Verschmutzung
Direkte Verschmutzung durch den Menschen (z. B. Abwässer)
Anorganische Verschmutzung
Organische Verschmutzung
Nährstoffzufuhr (Abwässer von Düngemitteln etc.)

Öl, Gas und Schiffsverkehr
Öl- und Gasplattformen
Handelsschifffahrt
Verschmutzung der Meere (von Schiffen)
Einfall von fremden Spezies in artfremde Lebensräume (hauptsächlich durch Ballast auf Schiffen)

Fischerei
Lokale Fischerei
Hochseefischerei mit niedriger Beifangquote
Hochseefischerei mit hoher Beifangquote
Fischerei mit niedriger Beifangquote, die die Lebensräume nicht zerstört
Fischerei mit hoher Beifangquote, die die Lebensräume nicht zerstört
Fischerei, die die Lebensräume zerstört (hauptsächlich Schäden an Korallenriffen und unterseeischen Erhebungen durch Schleppnetze)

Marc Simmonds, internationaler wissenschaftlicher Direktor der WDCS, meint zum Ergebnis der Karte: „Diese neuen Erkenntnisse sind sehr besorgniserregend. Die Tatsache, dass die Gewässer rund um Großbritannien, besonders die Nordsee, zu den am stärksten beeinträchtigen Gebieten gehören, unterstreicht die Dringlichkeit die Meere und die Tierwelt, die von diesen Meeren abhängt, besser zu schützen. Die WDCS ruft die Regierungen dringend zu einer Verbesserung der Gesetze zum Schutz unserer Delfine, Wale und Schweinswale auf. Die Expansion von weiteren industriellen Aktivitäten in unseren Ozeanen muss mit großer Sorgfalt überlegt werden.“

Die WDCS hat kürzlich eine Kampagne zum Schutz der Großen Tümmler in der schottischen Nordsee gestartet. Hier finden Sie nähere Informationen und unsere Online-Petition gegen die Erlaubnis eines Ausbaus der Öl- und Gasförderung im Delfin-Schutzgebiet des Moray Firth.

Die Seite unserer englischen Kollegen: www.protect.ourdolphins.org

Quelle: independent.co.uk / The Times

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