19. August 2008

Inzwischen 505 Wale während Norwegens Waljagd erlegt

Trotz früherer Berichte, dass sich die norwegische Walfangsaison dem Ende zuneigt, wurden kürzlich zusätzliche Aktivitäten norwegischer Walfänger bestätigt. Insgesamt beläuft sich die Zahl der bislang getöteten Tiere auf 505 von einer Fangquote von 1052, die sich Norwegen selbst gesetzt hat.

In der vergangenen Woche haben drei Walfangschiffe 17 Tiere im Gebiet östlich von Finnmark - bekannt als ‚EB’ - erlegt. Die Schiffe befinden sich nun auf dem Heimweg und werden das Fleisch in Skrova abladen.

Außerdem ist die “Kato”, ein Schiff, das als “Königin” der diesjährigen Jagd gefiert wird, mit 30 getöteten Zwergwalen auf dem Rückweg von Jan Mayen, einem Walfanggebiet 950km von der norwegischen Küste entfernt. Insgesamt hat das Schiff in dieser Saison 62 Zwergwale erlegt. Die Kato, ein 38m langes Fischereischiff, ist im Besitz von Ole Mindor Myklebust, der auch gleichzeitig der Betreiber ist. Im Juni bestätigten norwegische Behörden, dass Myklebusts Firma eine Exporterlaubnis bekommen, und dass die Firma Walfleisch nach Japan exportiert hat - der erste Verkauf dieser Art seit 18 Jahren.

Norwegens Waljagd ist das weltgrößte offen kommerzielle Walfangprogramm. Trotz des Verbots des kommerziellen Walfangs durch die Internationale Walfangkommission (IWC) setzt Norwegen seine Jagden fort und hat in den vergangenen Jahren seine selbst gesetzte Fangquote von 670 im Jahr 2004 bis auf die alarmierende Zahl von 1052 für die letzten drei Jahre angehoben.
Allerdings haben die Walfänger im Verlauf der letzten 10 Jahre ihre Quote nur ein einziges Mal erfüllt, als sie im Jahr 2001 noch bei einer viel niedrigeren Zahl von 546 Walen lag.

Trotz Unterstützung durch die Regierung und Subventionen sinkt die Nachfrage nach Walfleisch weiter. Mit den Tötungen vor Jan Mayen ist die Quote dieses Fanggebietes dieses Jahr zum ersten Mal seit Jahren in Anspruch genommen worden - angesichts außergewöhnlich hoher Kraftstoffkosten äußerst überraschend. In den letzten Jahren sagten die Walfänger, es wäre zu teuer, die viel weitere Strecke bis nach Jan Mayen zu fahren. Die WDCS vermutet, dass Myklebust hofft, mit der erlangten Exporterlaubnis vom japanischen Walfleischmarkt zu profitieren und so seine Betriebskosten zu kompensieren.

Die Jagd vor Jan Mayen könnte auch ein Mittel der norwegischen Regierung sein, die Internationale Walfangkommission (IWC) unter Druck zu setzen, denn die IWC hat für den kommenden Monat in St. Petersburg, Florida eine Sondersitzung über die Zukunft der Kommission einberufen.

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03. September 2010
 
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Jenny
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