25. Februar 2010

SEA LIFE-Aquarien distanzieren sich von Delfinarien und Shows mit Walen und Delfinen

Der tödliche Unfall während einer Orca-Show im amerikanischen Freizeitpark Sea World hat weltweit für Aufsehen gesorgt.  Diesen tragischen Vorfall nimmt der englische Betreiber von Großaquarien mit dem Namen SEA LIFE, der auch in Deutschland acht Großaquarien betreibt und mit der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS kooperiert, zum Anlass, sich klar von dem US-Freizeitpark mit ähnlichem Namen zu distanzieren.

Britta Anlauf, Sprecherin von SEA LIFE Deutschland: „Das SEA LIFE-Konzept unterscheidet sich deutlich von dem von SEA WORLD. Wir verfolgen die Philosophie, nur Lebewesen zu zeigen, die in Gefangenschaft artgerecht gehalten werden können und nicht bedroht sind. Unser Ziel ist es, mit der Ausstellung von einheimischen aber auch exotischen Tieren der Unterwasserwelt auf die bedrohten Lebensräume und die schrumpfende Artenvielfalt aufmerksam zu machen. Wir sprechen uns hiermit ganz deutlich gegen die Haltung von großen Haiarten in Aquarien, aber vor allem von Walen und Delfinen in Gefangenschaft aus. Denn gerade durch diese Show-Veranstaltungen mit Walen und Delfinen, die Beweis für die außerordentliche Intelligenz der Tiere sind, wird sehr oft verwischt, dass es sich bei diesen Tieren um Wildtiere – bei Orcas sogar um Raubtiere handelt, die in der Freiheit zigtausende von Kilometern zurücklegen.“

SEA LIFE konzentriert sich darauf, seine Besucher auf die Schönheit und Zerbrechlichkeit der Unterwasserwelt aufmerksam zu machen und Wege aufzuzeigen, wie jeder selbst aktiv werden kann, um zur Erhaltung dieses einzigartigen Lebensraums und dessen Bewohnern beizutragen. Aus diesem Grund kooperieren die Sea Life Großaquarien in Europa seit 2009 mit der WDCS, die sich weltweit gegen den Walfang und für den Schutz von Walen und Delfinen einsetzt. Dazu gehört auch der vehemente Einsatz gegen Delfinarien in Zoos und Freizeitparks. Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS in Deutschland: „Orcas sind wahrscheinlich die am höchsten entwickelten Meeressäuger, deren Haltung in Gefangenschaft weder tier- noch artgerecht sein kann. Solche tragischen Unfälle sind vorprogrammiert. SEA LIFE hat einen konsequenten Weg eingeschlagen und zeigt, dass auch Konzepte mit inhaltlichen Bildungsprogrammen und ohne die Zurschaustellung von Walen und Delfinen kommerziell erfolgreich sein können.“

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