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23. Januar 2009

WDCS Erfolg: Ein Gebot für Narwale – Keine Versteigerung von Stoßzähnen

Bonhams, eines der renommiertesten Auktionshäuser Großbritanniens, ist von einer geplanten Versteigerung von Narwalstoßzähnen zurückgetreten. Die WDCS hatte sich zuvor sehr besorgt über die Versteigerung geäußert.

Chris Butler-Stroud, Geschäftsführer der WDCS International: “ Wir freuen uns sehr über die Entscheidung von Bonhams und hoffen, dass das Auktionshaus in Zukunft weder in Großbritannien, noch in anderen Zweigstellen Narwalzähne verkaufen wird.“

In der für den 21.Januar 2009 geplanten Versteigerung waren ursprünglich 7 Narwalstoßzähne gelistet. Die geschätzte Preisspanne lag zwischen 500,- und 10.000,- Euro. Dies wäre nach Kenntnisstand der WDCS der größte Verkauf dieser Art gewesen, seit die EU die Einfuhr von Narwalzähnen 1984 verbot. Der Stoßzahnimport aus Grönland ist seit 2004 nur für die persönliche Verwendung gestattet.

Die WDCS hatte sich sowohl gegenüber Bonhams UK, als auch gegenüber der in den USA befindlichen Zweigstelle Bonhams and Butterfield sehr besorgt über die Versteigerungen der Stoßzähne geäußert. Das Auktionshaus hatte innerhalb der letzten zwei Jahre mindestens 4 Zähne in Los Angeles versteigert, die Gewinne beliefen sich zwischen 11.000,- und 20.400,- US-Dollar.

“Das öffentliche Interesse und die hohen Preise, die bei Versteigerungen dieser Art erzielt werden, motivieren die Jäger so viele Narwale wie möglich zu töten und die zuständigen Behörden vergeben Quoten, welche in keiner Weise nachhaltig sind“, äußert sich Chris Butler-Stroud weiter.

Die WDCS ruft alle Aktionshäuser weltweit dazu auf, in ihren Versteigerungen keine Narwalzähne mehr anzubieten.