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Wie orientieren sich Wale und Delfine? │ Walisch für Anfänger
Wie orientieren sich Wale und Delfine?
Passive Orientierung
Alle Wale können sich ausgezeichnet passiv akustisch orientieren, das heißt, sie verarbeiten selbst leiseste Geräusche zu einem Bild ihrer Umwelt. Dies ist der menschlichen Wahrnehmung nicht unähnlich, so können auch wir mit verbundenen Augen unterscheiden, ob wir in einer Bahnhofshalle oder im Wartezimmer unseres Arztes sitzen. Cetaceen (Wale und Delfine) können aber aus einer Geräuschkulisse weitaus mehr relevante Informationen ableiten und so ist es möglich, dass leise, aber wichtige Geräusche schon bei geringer Lärmstörung nicht mehr wahrgenommen werden. Wir Menschen hätten übrigens auch Schwierigkeiten, zwischen der Bahnhofshalle und unserem Warteraum zu unterscheiden, wenn in unmittelbarer Umgebung ein Presslufthammer aktiv wäre (die Geräusche des Warteraumes werden überlagert bzw. maskiert und können nicht mehr wahrgenommen werden).
Hier anhören, was China mit der Verständigung von Walen und Delfinen zu tun hat.
Aktive Orientierung - die Echolokation
Zahnwale können sich darüber hinaus aktiv akustisch orientieren. Die Tiere erzeugen dabei hochfrequente Laute deren größte Energie im Ultraschallbereich, also außerhalb unserer Wahrnehmung liegt (30-120 kHz). Diese so genannten Klicks werden von Gegenständen der Umgebung zurückgeworfen und das Echo wird analysiert. Die Tiere wissen dann nicht nur wo und wieweit sich etwas von ihnen entfernt befindet, sie wissen auch, um was es sich handelt (z.B. Sprotte oder Hering). Delfine "sehen" dabei nicht mit den Ohren, wie oft behauptet wird, sondern sie hören genauso wie wir. Dies wird leicht verständlich, wenn man sich ein halbvolles und ein volles Wasserglas vorstellt. Diese beiden Gläser werden nun, nicht mit einem Klick, sondern mit einem Teelöffel zum Klingen gebracht. Selbst wir Menschen können alleine am Klang erkennen, welches Glas halbvoll und welches voll ist (…. Hering oder Sprotte).

Bartenwale senden typischerweise Infraschall aus. Wissenschaftler vermuten aber, dass sie diese in vergleichbarer Weise einsetzen – beispielsweise, um den Meeresgrund, unterseeische Berg- und Inselketten oder Packeis zu orten. Informationen dieser Art sind für die Tiere auf ihren weiten Wanderungen überaus wichtig.
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